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  • Thief: Vier Stunden Gameplay liefern neue Eindrücke - Wir haben's gespielt

    Mit dem Meisterlangfinger Garrett auf Tour zu gehen bedeutet, mit Licht und Schatten zu spielen - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Schauplatz des diebischen Vergnügens war der Sitz von Square Enix in Hamburg, wo wir am 7. Januar 2014 mehrere Stunden lang und ohne Einschränkung eine brandaktuelle Version von Thief auf der Playstation 4 spielen durften.

    Die Neuauflage der traditionsreichen Schleichspielreihe auf dem PC hat inzwischen einige Änderungen im Entstehungsprozess erfahren, da der Entwickler Eidos Montreal auf die Stimmen der Community gehört hat. Beispielsweise sind die Quick-Time-Events inzwischen Geschichte. Viele optionale Einstellungen für das Gameplay sorgen obendrein dafür, dass die Spieler Thief so erleben können, wie sie es sich wünschen. Das geht inzwischen so weit, dass sich Hilfen wie Fokus-System, Zielanzeige oder Bogen-Cursor komplett abschalten lassen. Ebenso stehen für den Schwierigkeitsgrad und das Speichersystem verschiedene Einstellungen zur Wahl.
    Um ein gutes Gefühl dafür zu bekommen, wie nahe Garretts moderner Auftritt am Original ist, spielen wir den Prolog und die ersten drei Story-Kapitel. Dazu schnuppern wir fernab der Geschichte in den abseits gelegenen Straßen der als City betitelten Stadt herum.

    Das gute Gefühl, ein Dieb zu sein

    Was Thief schon in den ersten Spielminuten auszeichnet, sind die erstklassige Atmosphäre und die Inszenierung der einzelnen Schauplätze. Da wäre zum Beispiel die Tutorial-Aufgabe, leise durch einen Raum zu schleichen. Im ersten Thief-Spiel absolvierte man eine solche Aufgabe in einem schlicht gehaltenen Trainingsareal. Unser neuer Garrett jedoch hat einen detaillierten Dachboden vor sich, angefüllt mit unzähligen Vogelkäfigen – richtig gelesen. Deren Insassen, nervöse Krähen, fungieren in Thief als tierische Alarmanlage und beäugen unseren Meisterdieb argwöhnisch.

    Thief: Der schnauzbärtige General ist einer der wichtigen Story-Figuren in Thief. Er hat nichts für Diebe übrig und jagt sie, was schon sein Namenszusatz 'Thief-Taker' vermuten lässt. Thief: Der schnauzbärtige General ist einer der wichtigen Story-Figuren in Thief. Er hat nichts für Diebe übrig und jagt sie, was schon sein Namenszusatz "Thief-Taker" vermuten lässt. Quelle: Square Enix Wer sich zu schnell und laut an den Biestern vorbeibewegt, schreckt die Federbande auf – das gilt es zu verhindern. Da die Holzdielen am Boden recht knarzen, heißt es, Garrett vorsichtig durch das Käfigwirrwarr zu manövrieren. Geschafft, auf der anderen Seite des Dachbodens wartet schon die nächste Aufgabe: Unser Blick fällt auf ein Gemälde, das an der Wand hängt. Sobald wir in Reichweite des Kunstwerkes sind, erscheint auf dem Bildschirm ein Interaktionszeichen. Wir drücken die entsprechende Pad-Taste, worauf Garrett seine agilen Hände an den Bilderrahmen legt. Mithilfe der Pfeiltasten lassen wir die diebischen Finger am Rahmen entlanggleiten. Plötzlich vibriert der Controller, um uns zu verdeutlichen, dass der Meisterdieb etwas an den Fingern zu spüren bekommt – einen geheimen Schalter. Damit öffnen wir ein Versteck, das Beute enthält.

    Das haptische Spielerlebnis mit dem Controller tritt auch dann auf, wenn Garretts Dietriche zum Einsatz kommen, um damit ein Schloss zu knacken. Auf dem PC müssen wir zwar auf die Vibrationen verzichten, doch dürften die vielen Details beim Verrichten des Diebeshandwerks, das man stets aus der Ego-Perspektive erlebt, den Spieler sofort ins Geschehen ziehen: Garretts Bewegungsabläufe sind davon gekennzeichnet, dass er mit seinen Händen arbeitet, was einfach klasse visualisiert ist. Er hält sich beim Blick um die Ecke an Wänden fest, lässt gekonnt eine Klinge durch die Finger flutschen, bevor er damit ein Gemälde herausschneidet. Auch beim Springen, Huschen und Rutschen kommen gut animierte Bewegungen zum Einsatz – das fühlt sich ein wenig so an, als würden wir eine Parkour-Strecke im Stil eines Mirror's Edge absolvieren, nur eben deutlich verlangsamt, eben schleichend. Damit erzeugt Thief schnell ein Mittendringefühl, eine der großen Stärken des Spiels.

    Thief: In der City wurde eine Ausgangssperre verhängt. Das hält Garrett aber nicht von seinen diebischen Aktivitäten ab. Thief: In der City wurde eine Ausgangssperre verhängt. Das hält Garrett aber nicht von seinen diebischen Aktivitäten ab. Quelle: Square Enix Eidos Montreal hat eine gute Lösung gefunden, um das Spielerlebnis in Thief einerseits möglichst nahe an die Vorgänger-Reihe anzulehnen und andererseits auch neuen Spielern schmackhaft zu machen. Besonders gut gefallen uns die einstellbaren Handicaps im Spiel. Standardmäßig kann Garrett mit seinem Knüppel Gegner von hinten mit einem Schlag k. o. schlagen, was sich deaktivieren lässt. Andere Optionen verbieten Garrett jegliches Meucheln oder sorgen dafür, das die Mission fehlschlägt, sobald unser Dieb entdeckt wird.
    Auf der Zielgeraden vor der nahenden Veröffentlichung des Schleichabenteuers stehen die Zeichen gut, dass Thief seinem Namen auch gerecht wird.

    Beim Spielen der ersten Missionen kommen wir auch in den Genuss, wichtige Charaktere und Story-Elemente kennenzulernen. Welche Rolle spielt wohl die blinde und mysteriöse Bettlerkönigin, was hat es mit dem fiesen General auf sich, der den Namenszusatz "Thief Taker" trägt. Doch fast mehr Spaß, als der eigentlichen Geschichte in der düsteren City zu folgen, bereiten die Nebenaufgaben, die Garrett erfüllen kann. Zentrale Anlaufstelle dabei ist Basso – Hehler, Händler, Auftraggeber und alter Bekannter für unseren Meisterdieb.

    Kauf dir was!

    Thief: Im Glockenturm der City befindet sich Garretts Versteck. Thief: Im Glockenturm der City befindet sich Garretts Versteck. Quelle: Square Enix Bei unserem ersten Treffen mit Basso nehmen wir uns Zeit, in dessen Waren- und Upgrade-Angebot zu stöbern. Das zeigt uns, wie man als Spieler die Figur Garrett zwischen den Missionen weiterentwickeln kann. Wer mit dem optional abschaltbaren Fokus-System spielt, das eine Art magische Hilfe darstellt, findet bei Basso verschiedene Verbesserungen dafür. Das funktioniert im Prinzip wie bei Fertigkeiten in einem Rollenspiel: Mit einer verbesserten Intuition kann Garrett zum Beispiel Fingerabdrücke an Objekten und damit Verstecke erkennen. Eine erhöhte Geschicklichkeit sorgt für einen Geschwindigkeitsschub beim Schlösserknacken. Wahrnehmung sorgt für ein besseres Gehör, Effizienz reduziert den Fokusenergieverbrauch, Scharfschütze optimiert das Zielen mit dem Bogen – es gibt eine Vielzahl solcher Eigenschaften, die sich in mehreren Stufen gegen Gold verbessern lassen.

    Wer möchte, kann das Feature Fokusenergie in den Optionen komplett ausschalten, um mehr Original-Thief-Gameplay zu erhalten. Für solche Spieler dürfte das Ausrüstungsangebot von Interesse sein, das Garrett zusätzliche Wege in den verwinkelten Straßen der City ermöglicht oder schlicht für eine bessere Ausstattung sorgt: Mit einem Schraubenschlüssel etwa lassen sich vergitterte Schächte öffnen oder wertvolle Metallschilder an Gebäuden abmontieren. Das Skalpell ermöglicht es Garrett, Gemälde aus ihren Bilderrahmen herauszuschneiden. Oder wie wäre es mit der Drahtschere, mit der man Alarmdrähte und Fallenauslöser bearbeitet? Die Entwickler haben viele coole Gadgets eingebaut, die schön zum Thief-Setting passen – Lederöl sorgt zum Beispiel dafür, dass Garretts Rüstung weniger Lärm verursacht, es gibt verbesserte Dietriche, eine verstärkte Lederkluft, einen größeren Pfeilköcher oder auch ein Balancing-Upgrade für den Bogen.

    Als drittes Warenpaket hält Basso noch sogenannte Trinkets bereit. Das sind Spezialgimmicks wie eine Glücksmünze, welche die maximale Fokusenergie erhöht, oder ein Moosüberzug für Pfeile, zusätzliche Taschen und vieles mehr.
    Um sich all die schönen Sachen leisten zu können, muss Garrett jede Menge Beute ergattern. Da kommen Schauplätze wie der Juwelierladen in der ersten Mission oder die prall gefüllten Geldbörsen der Wachen und Einwohner gerade recht. Außerdem sorgen die Gadgets dafür, verschiedene Spielweisen auszuprobieren, um eine Mission noch effektiver zu bestreiten.

    Feiner Reboot in Sicht

    Thief: Auf normalem Schwierigkeitsgrad kann sich Garrett recht leicht mit den Wachen anlegen. Die Möglichkeit, Gegner mit einem Schlag auszuschalten, lässt sich aber auch komplett deaktivieren. Thief: Auf normalem Schwierigkeitsgrad kann sich Garrett recht leicht mit den Wachen anlegen. Die Möglichkeit, Gegner mit einem Schlag auszuschalten, lässt sich aber auch komplett deaktivieren. Quelle: Square Enix Nach mehreren Spielstunden haben wir viele tolle Schauplätze ausgiebig erkundet, die düstere Gießerei etwa, die quasi als städtisches Krematorium genutzt wird. Denn zusätzlich zu Garretts eigener Geschichte spielen auch die Geschehnisse rund um die zerstörerische Seuchenkrankheit in der City eine große Rolle im Spiel. Thief bietet viele Wege, um einen Auftrag zu erfüllen oder an Informationen zu gelangen. Allerdings ist die Freiheit, sich durch die Stadtbezirke zu bewegen, eingeschränkt zu sehen. Denn obwohl inzwischen Gadgets wie der bei Fans der Reihe beliebte Seilpfeil zur Verfügung stehen, lässt sich dieser nur an dafür vorgesehenen Punkten einsetzen. Die Aufteilung der Stadt in einzeln zu ladende Bezirke sorgt zudem dafür, dass man nicht das Gefühl hat, sich in einer großen, zusammenhängenden Stadt zu bewegen.

    Grafisch hat sich seit den ersten Präsentationen einiges getan. Besonders bei der Beleuchtung und anderen Effekten holen die Entwickler noch ordentlich was aus der Unreal Engine 3 heraus. Der Ascheregen im Außenbereich der Gießerei etwa ist klasse und auch die Gewitterstimmung im Steinmarkt-Viertel. Schwächen hingegen offenbaren sich in Form von verwaschenen Texturen, wenn Garrett sich nahe an Oberflächen, etwa Stein- oder Holzwänden, bewegt. Hier könnte die PC-Version vielleicht mit höher aufgelösten Texturversionen auftrumpfen, auf die wir sehnsüchtig warten.

    04:54
    Thief: Drei komplette Kapitel gespielt - unsere Eindrücke im Gameplay-Video
  • Thief 4
    Thief 4
    Publisher
    Eidos
    Developer
    Eidos
    Release
    28.02.2014
    Es gibt 22 Kommentare zum Artikel
    Von brotherhood96
    Dieses Spiel kommt eindeutig auf meine Most-Wanted-Liste.
    Von LouisLoiselle
    Da dürfte dann hoffentlich auch die Rumblefunktion nutzbar sein? Von der ihr im Video ja sagt, dass PC-Spieler das…
    Von Kratos333
    SuperAlso wird es ein guter Reboot. Wird aufjedenfall für die PS4 geholt :)Mal schauen ob es an Thief 1 rankommt…

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    • Es gibt 22 Kommentare zum Artikel

      • Von brotherhood96
        Dieses Spiel kommt eindeutig auf meine Most-Wanted-Liste.
      • Von LouisLoiselle VIP
        Zitat von StefanWeiss
        Denke mal, dass es auf dem PC mit dem klassischen Xbox-Controller auch gut steuerbar sein wird.

        Da dürfte dann hoffentlich auch die Rumblefunktion nutzbar sein? Von der ihr im Video ja sagt, dass PC-Spieler das leider nicht haben. Wäre nett, auch wenn ich das oft…
      • Von Kratos333 Erfahrener Benutzer
        Super
        Also wird es ein guter Reboot. Wird aufjedenfall für die PS4 geholt :)

        Mal schauen ob es an Thief 1 rankommt (obwohl das aus heutiger sicht eh nicht schwer ist)
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Thief 4
Thief: Vier Stunden Gameplay liefern neue Eindrücke - Wir haben's gespielt
Mit dem Meisterlangfinger Garrett auf Tour zu gehen bedeutet, mit Licht und Schatten zu spielen - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Schauplatz des diebischen Vergnügens war der Sitz von Square Enix in Hamburg, wo wir am 7. Januar 2014 mehrere Stunden lang und ohne Einschränkung eine brandaktuelle Version von Thief auf der Playstation 4 spielen durften.
http://www.pcgames.de/Thief-4-Spiel-15905/Specials/Thief-Vier-Stunden-Gameplay-liefern-neue-Eindruecke-Wir-habens-gespielt-1106435/
24.01.2014
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2014/01/ONLINE_240114_ss11-pc-games_b2teaser_169.jpg
thief,square enix,action-adventure
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