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Thief 3: Deadly Shadows (PC)

Release:
18.06.2004
Genre:
Action
Publisher:
Eidos

Thief 3: Deadly Shadows

25.06.2004 15:00 Uhr
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Neu
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Dämonen zeichnen sich dadurch aus, dass sie keine feste Route ablaufen - Garrett muss also ständig damit rechnen, entdeckt zu werden. Dämonen zeichnen sich dadurch aus, dass sie keine feste Route ablaufen - Garrett muss also ständig damit rechnen, entdeckt zu werden. Nach vier Jahren Abstinenz kehrt der Urvater der Schleich-Spiele zurück: Licht aus und Vorhang auf für Kleptomane Garrett. Presslufthammer: 130 Dezibel. Fahrender Zug: 100 Dezibel. Flüstern: 20 Dezibel. Garrett: lautlos. Der Meisterdieb hat während seiner vierjährigen Schaffenspause nichts von seiner Begabung als mucksmäuschenstiller Allesklauer eingebüßt. Im dritten Teil der Schleich-Serie ist Garrett sogar noch vielseitiger geworden: Er presst sich mit dem Rücken an Mauerwerke, lugt professionell um Ecken und erklimmt mit den richtigen Handschuhen meterhohe Steinwände. Thief: Deadly Shadows ist eine spannende Mischung aus Tomb Raider-Turnereien und Splinter Cell-Versteckspielchen geworden.

Aller Anfang ist leise

Thief 3: Deadly Shadows Im Tutorial lernen angehende Diebe die Grundzüge der Schleicherkunst. Sie erfahren, dass Garrett mit gedrückter "Strg"-Taste leise tapst, anstatt zu rennen. Dass er sich mit "R" an die Wand drückt und mit selbiger nahezu verschmilzt. Dass er mit "X" in die Hocke geht und ein kleineres Ziel abgibt. Dass man direkte Konfrontationen mit dem Feind möglichst vermeiden sollte. Erklärt wird auch, wie man Gegner fachmännisch außer Gefecht setzt: von hinten heranschleichen, mit dem Knüppel zuschlagen und das bewusstlose Opfer optimalerweise in der Besenkammer abladen. Die oberste Direktive lautet: Möglichst wenig Aufmerksamkeit erregen! Thief-Veteranen werden merken, dass die Kameraperspektive im Vergleich zu den Vorgängern verrutscht ist: Man klaut nun aus der übersichtlicheren Verfolgerperspektive, in der sich Abstände besser einschätzen lassen. Wie in Splinter Cell treibt die Tastatur die Spielfigur voran, während die Maus unabhängig von Garrett den Bildausschnitt verschiebt. Wer mag, schaltet in die Ego-Ansicht, in der es wegen des geschrumpften Sichtkegels aber deutlich schwerer fällt, im Schatten zu wandeln.

Dunkle Geschichten

Thief 3: Deadly Shadows Das Tutorial erklärt nicht nur die Spielmechanik, sondern leitet außerdem die Story ein. Die Geschichte beginnt, als Garrett das Kauern hinter einem Sessel übt und dabei ein Gespräch mitbekommt: Zwei Gauner unterhalten sich über einen Edelstein, den ein Landherr in seiner Burg versteckt hält. Garrett verliebt sich sofort in das Schmuckstück und geht auf Diebestour. Alles dazu im "Aktenzeichen XY ungelöst"-Kasten auf diesen Seiten. Nach erledigter Mission folgt eine Verkettung von Ereignissen, an deren Ende mal wieder eine Verschwörung steht. Das Unheil nimmt Konturen an, als sich die so genannten Hüter an Garrett wenden: Er möge doch bitte ein Buch und den dazugehörigen Schlüssel klauen. Darin steht eine alte Prophezeiung geschrieben, die das Zeitalter der Dunkelheit ankündigt. Und davor fürchten sich alle. Garrett macht sich also auf, um die Gegenstände zu beschaffen, schlittert dabei aber in Intrigen hinein, die eines Meisterdiebs nur würdig sind. Schlüsselsequenzen gibt das Programm in gerenderten Filmen wieder, die technisch bestenfalls überdurchschnittlich, inhaltlich jedoch großartig sind. Vertrackte Sound-Rhythmen untermalen mystische Szenen, zwischen den eleganten Schnittabfolgen warten viele Details auf ihre Entdeckung: Da erwacht beispielsweise eine Gargoyle-Statue im flackernden Kerzenlicht für eine Sekunde zum Leben, nur um gleich wieder zu erstarren - solche Kleinigkeiten unterstreichen die düstere Atmosphäre von Thief 3.
Stadtrundgang Eine Stadt ist Dreh- und Angelpunkt in Thief 3: Zwischen den Aufträgen finden Sie sich darin wieder. Je weiter Sie im Spiel fortschreiten, desto mehr Schranken werden geöffnet. Bald ist der Weg ins Handelsviertel frei, wo Garrett sein Diebesgut gegen Bares eintauscht. Ein stillgelegter Brunnen führt ins Lager der Heiden, in dem Schamanen ein heiliges Artefakt bewachen. Südlich liegen die Docks. Dort schaukelt ein Geisterschiff verlassen auf See, drinnen schlurfen Zombies durch Gänge. Auch in den Abwasserkanälen tummeln sich seltsame Monster: Fischwesen und mutierte Ratten wandern zwischen alten Schätzen umher. Spätere Missionen finden in einem Museum statt, einer Villa, einem Leichenschauhaus und einer geheimen Bibliothek. Wer gemächlich spielt, braucht etwa 20 Stunden bis zur Endsequenz.
Zu Beginn machen Sie sich mit den verwinkelten Gassen der Stadt vertraut, prägen sich Schlupfwinkel ein und beobachten Bürger, die ihrem Tagesgeschäft nachgehen. Vor den patrouillierenden Stadtwachen müssen Sie Acht geben, die würden Garrett am liebsten hinter Gitter sehen. Also: helle Wege meiden, Abkürzungen nehmen, geduckt gehen. Leider ist dieses Versteckspiel schon bald ermüdend: Man möchte lieber zügig den Eingang zur nächsten Mission erreichen, anstatt den fast immer gleichen Gegnern auszuweichen.

Moderation
25.06.2004 15:00 Uhr
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