Codemasters-Chef Cousens: DRM ist kontraproduktiv - lieber unfertige Spiele verkaufen
DRM: Ein umstrittenes Thema.
Codemasters-Chef Rod Cousens von Codemasters äußert in einem Interview mit CVG eher differenzierte Ansichten zum strittigen Thema DRM, das zuletzt durch den neuen Ubisoft-Kopierschutz wieder hoch kochte. Cousens sagt, er sei weder ein Fan, noch lehne er DRM radikal ab. Allerdings sei DRM manchmal kontraproduktiv und seiner Ansicht nach nicht die richtige Antwort auf das Problem der Raubkopien. Stattdessen fordert er eine neue Herangehensweise: Die Publisher sollten unfertige Spiele verkaufen - und den Käufern wichtige Teile des Spiels gesondert anbieten, die per Micro-Payment bezahlt werden. Erst dann hätten sie das komplette Spiel. Cousens verspricht sich davon, dass der klassische Einzel- und Versandhandel weiter am Spielegeschäft beteiligt sei, und die Publisher langfristig genügend einnähmen, um wieder in ihre Spiele zu investieren. Raubkopien würden seiner Ansicht nach dann unter dem geringeren Spielspaß gegenüber der vollständigen Version leiden.
Unsere Einschätzung
Was Rousens im Interview nicht erklärte, ist das Preismodell hinter seiner Überlegung. Würden die Spiele so viel kosten wie jetzt und dabei unvollständig oder unfertig auf den Markt kommen, wäre das Konzept unserer Ansicht nach schon jetzt zum Scheitern verurteilt. Selbst wenn die Preise für die Spiele im Handel sinken würden, wäre das noch kein Garant für den Erfolg des Konzepts. Denn es erinnert ein wenig an die Episoden-Spiele, die erst durch Zukäufe das vollständige Spielerlebnis bieten. Auf der anderen Seite werden DLCs immer populärer.
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Ist jetzt schon Realität. Anstelle Vieler: Assassin's Creed 2: Da wurden Teile des Spiels kurz vor Release abgeschnitten um dann später an den (dummen) Kunden wieder zu verkaufen.