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  • High-Tech-Shooter aus Deutschland.

    High-Tech-Shooter aus Deutschland. Denken oder draufhauen ­ im Actiongenre macht das den Unterschied zwischen Ego-Shooter und Action-Adventure aus. Warum eigentlich nicht beide Elemente in einem Spiel vereinen? Das hat sich wohl auch Westka-Entwicklungsleiter Thomas Schäfer gefragt ­ und schon war die Idee zu Y-Project geboren. PC Games hat das Actionspektakel in den Kölner Studios unter die Lupe genommen.
    Erst die fördert zu Tage, dass sich die Ballerei nicht nur durch ihre beeindruckend detailreiche Grafik von der Konkurrenz absetzt, sondern mit Anleihen aus Action-Adventures, Rollenspielen und Taktik-Shootern zum innovativen Genremix heranreift. Auch wenn die Story nicht gerade einen Preis für Originalität gewinnt: In ferner Zukunft überrennen halb-intelligente, blutdürstige Rieseninsekten eine Planetenkolonie der Menschen. Woher kommen die Krabbeltiere? Und wie wird man sie am besten wieder los? Das sind die Rätsel, vor denen Sie als futuristischer James-Bond-Verschnitt zu Anfang stehen. So gewöhnlich die Hintergrundgeschichte zunächst klingen mag, hält sie doch die ein oder andere Überraschung bereit: ”Der Clou sind die beiden Fraktionen, die um die Macht in der Kolonie rivalisieren: Wissenschaftler und Militärs. Je nachdem, für welche Seite sich der Spieler entscheidet, läuft das Spiel anders ab." Thomas Schäfer bringt das wohl herausragendste Feature von Y-Project auf den Punkt.
    Im Spielverlauf versuchen beide Parteien immer wieder, Sie auf ihre Seite zu ziehen. Erst im letzten Akt müssen Sie Treue schwören, bis dahin können Sie vor jeder Mission die Fronten wechseln. Auch wenn sich die Aufträge hin und wieder ähneln, der Weg zum Ziel verläuft immer anders. Im wahrsten Sinne des Wortes: So haben die Gelehrten in einem Level einen Feuerlöscher im Arsenal, mit dem der Protagonist brennende Zugänge freilegt, die Soldaten schalten Laserschranken ab, öffnen damit wiederum andere Tunnel. Generell erwartet Sie aufseiten der Militärs mehr Action, während Sie aufseiten der Wissenschaftler öfters mal die Grauen Zellen bemühen müssen. Beispielsweise versperrt Ihnen einmal ein Ventilator den Weg durch einen Lüftungsschacht. Klemmen Sie den Strom ab, kommen Sie zwar vorbei, können aber den Abgrund dahinter nicht überwinden. Dazu müssen Sie den Saft wieder anschalten, schnell unter dem Flügelrad hindurchrobben, bevor es auf Touren kommt und sich dann vom Luftstrom über den Abgrund tragen lassen. Als Gelegenheits-Rambo haben Ihnen die Leveldesigner an derselben Stelle keine Steine in den Weg gelegt ­ Sie flutschen automatisch durch das Röhrensystem. Dafür warten hinter der nächsten Ecke allerdings ein paar ausgesprochen unfreundliche Krabbelkäfer. Nicht nur die Rätsel und Wege sind anders, auch die Waffenarsenale der beiden Fraktionen sind verschieden. Klar, dass die Wummen der Krieger für gewöhnlich mehr Bumms haben, die der Eierköpfe haben dafür andere Tricks auf Lager, zum Beispiel frieren sie ihre Opfer für kurze Zeit ein. Je länger Sie für eine Gruppe arbeiten, desto mehr Upgrades bekommen Sie für Ihre Knarre, am Ende wird aus der 9-Millimeter-Pistole der Armee ein ausgewachsener Raketenwerfer. Ein Wechsel lohnt sich allerdings hin und wieder. Nur so kommen Sie in den Genuss der Vorteile beider Welten.
    Auch Ihr Alter Ego entwickelt sich im Lauf der Zeit weiter, ähnlich wie in einem Rollenspiel, wenn das Charaktersystem auch nicht so stark in den Vordergrund rückt. Neben den Missionen, die die Story weiterspinnen und rund 40 Stunden Spieldauer garantieren sollen, gibt es eine ganze Menge an freiwilligen Subquests, die Ihnen mehr Erfahrung und damit mehr Gesundheitspunkte und andere Vorteile sichern. Anders als in den meisten Shooter-Kollegen schlagen Sie sich nicht linear von Level zu Level durch, sondern können jederzeit die verschiedenen Schauplätze besuchen. So besorgen Sie sich neue Aufträge, reden mit den Computercharakteren oder vergnügen sich mit einem der geplanten Mini-Spiele, etwa an einem Automaten in der Spielhalle.
    Zwar besuchen Sie auch einige fremdartige Außenareale, die meiste Zeit werden Sie aber in der riesigen Hauptstadt der Kolonie verbringen. Die ragt, ähnlich wie das New York der Zukunft in Das Fünfte Element, weit in den Himmel empor, wobei an der finsteren, dem Verfall preisgegebenen Basis die Vergessenen, Verstoßenen in einer Welt voller Gewalt vegetieren, während in den schillernden Paläste weiter oben die Reichen und Schönen in Luxus schwelgen. Jeder einzelne der zig verschiedenen, im Comic-Stil modellierten NPCs ist einzigartig, bekommt von den Grafikern ein individuelles Gesicht und Kleidung spendiert, wobei die zentralen Figuren natürlich weiter ausgearbeitet sind als etwa die Wachmannschaften oder Arbeiter. Für die nötige Grafik-Power sorgt die neueste Version der Unreal-Engine, die die Codekünstler von Westka ständig weiter verfeinern und anpassen. So verleiht eine neu entwickelte Bumpmapping-Technik den Charakteren ein deutlich natürlicheres Aussehen. Die Leveldesigner gehen beinahe schon verschwenderisch mit Polygonen um. Die genretypischen rechteckigen Räume sind tabu, jede Wand ist mit hervorstehenden Bolzen, Trägern, Kabeln und hochauflösenden Texturen verschönert. Nur: Auch wenn die Technik imponiert, atmosphärisch können die Levels noch nicht ganz überzeugen. Irgendwie wirkt die Umgebung nirgendwo wie aus einem Guss, sondern wie eine willkürliche Ansammlung von 3D-Objekten. Auch die Monsterinsekten sind derzeit noch wenig furchteinflößend. Wer hat schon Angst vor einem großen Marienkäfer? Allerdings hat Westka noch ein gutes Jahr Zeit, die Kolonie zu dem beklemmenden Ort zu machen, den die Story verspricht. Zumindest bei den Gegnern scheinen die Grafiker auf dem richtigen Weg zu sein, wie einige noch nicht veröffentlichte Konzeptzeichnungen andeuten, die zudem noch eine spannende Wendung in der Geschichte vermuten lassen.

  • The Y-Project
    The Y-Project
    Developer
    Westka
    Release
    2003
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The Y-Project
High-Tech-Shooter aus Deutschland.
http://www.pcgames.de/The-Y-Project-Spiel-38523/News/High-Tech-Shooter-aus-Deutschland-64830/
11.07.2002
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2002/07/Y01_online.jpg
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