The Witcher
Dialoge und Figuren haben nicht den Anspruch, den man aus Werken von Bioware kennt. In The Witcher sind Texte deutlich, dreckig, auf den Punkt gebracht. Das geht auf Kosten der Charakterprofile, beschleunigt aber den sonst zähen Spielverlauf. Im ersten Kapitel legt Geralt so lange Wege zurück, als spiele man Wandersimulation statt Rollenspiel. Im nächsten Kapitel besucht er eine Stadt mit einer Menge Häusern darin. Ein Großteil davon lässt sich betreten, was jedesmal eine Ladezeit-Unterbrechung einleitet, auch beim Verlassen, nur länger, weil die ganze Stadt in den Speicher muss.
Problemlos ließe sich ins Detail eindringen, ließen sich weiter Schwachpunkte aufzählen: Dass Alchemie mehr Gefrickel als Spielspaß ist; dass es nur eine Handvoll Inneneinrichtungen gibt; dass Gesichter kaum variieren, die Welt von Klonen bevölkert scheint; dass kein Diablo- oder World of Warcraft-Jagdfieber aufkommt, weil man keine Gegenstände mit unterschiedlichen Statuswerten findet; dass die Pokerspieler lachhaft schlecht würfeln - und so weiter. Nur, The Witcher macht trotzdem Spaß. Soviel sogar, um bis spät in die Nacht am Rechner zu bleiben, nicht loslassen zu wollen. Es ist zuletzt kein Rollenspiel erschienen, das ähnlich mitreißend war wie dieses von Programmier- und Design-Fehlern gebeutelte Erstprojekt des in Polen ansässigen CD-Projekt-Teams. Deutlich überwiegen Vorteile Nachteile.


Doch seit "The Witcher" auf meiner Festplatte seinen Platz gefunden hat, verbringe ich jede freie Minute vor dem Rechner.
Nach all den großen Enttäuschungen der letzten Jahre im…
Ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, warum es immer wieder solch einen hirnrissigen Aufstand über die Bewertung einzelner Spiele bzw. des Bewertungssystems macht. All die Leute, die hier über die 83% des Spiels ablästern, sollten…
(um es mal auf deinem Niveau auszudrücken)