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  • The Witcher 3 angespielt (Teil 3): Über die Grafik, Spielstand-Import und Charakterentwicklung

    The Witcher 3 angespielt (Teil 3): Über die Grafik, Spielstand-Import und Charakterentwicklung Quelle: CD Projekt

    The Witcher 3 im Hands-on-Bericht: Im dritten Teil unseres Angespielt-Specials gehen wir genauer auf die Grafik ein und geben eine Einschätzung den Versionsunterschieden. Dazu erklären wir, wie der Spielstand-Import und die neue Charakterentwicklung funktionieren.

    Heute folgt der dritte und letzte Teil unseres Anspiel-Berichts zu The Witcher 3. Zur Erinnerung: Bei einem Hands-on-Event hatten wir kürzlich die Chance, mehrere Stunden lang eine weit fortgeschrittene Fassung des polnischen Edel-Rollenspiels auszuprobieren. Dabei haben wir viele neue Eindrücke gesammelt, die wir in unserem Online-Special zusammenfassen. Außerdem findet ihr in der neuen Ausgabe 02/2015 der PC Games eine detaillierte, achtseitige Titelstory zu The Witcher 3. Heute dreht sich alles um die Charakterentwicklung des Helden Geralt, um den Spielstand-Import und um die aufwendige Technik.

    Hexer nach Maß: Das neue Charaktersystem

    Am Grundprinzip wird in The Witcher 3 selbstverständlich nicht gerüttelt: Wir spielen mit dem Hexer Geralt einen klar definierten Helden, können uns bei Spielstart also nicht irgendeine Figur nach Belieben zusammenbasteln. Immerhin versteht sich das Spiel als Fortsetzung der beliebten Buchreihe. Wem der Look des Helden nicht zusagt, kann einen Barbier aufsuchen, bei dem man sowohl Geralts Bart als auch seinen Haarschnitt verändern darf. Die Haarfarbe ist allerdings vorgegeben – immerhin wird Geralt von vielen NPCs "Der weiße Wolf" genannt und nicht "Pinker Fuchs mit grünen Strähnchen".

    An der Charakterentwicklung hat CD Projekt dafür – mal wieder – eine Menge geändert. Wie gewohnt verdienen wir für gelöste Quests und besiegte Gegner Erfahrungspunkte und steigen so im Level auf. Für jeden Level-Up gibt's einen kostbaren Fertigkeitenpunkt. Neu ist aber, dass wir uns nicht mehr in festgelegten Talentbäumen für neue Skills entscheiden müssen. Stattdessen verfügt Geralt nun über fünf Talentbereiche (z.B. Schwertkampf, Alchemie oder Zauberei), in denen wir aus insgesamt dutzenden passiven Boni und Fähigkeiten wählen können. Diese Upgrades schalten wir zwar mit Fertigkeitenpunkten frei, doch aktiv werden sie erst, wenn wir sie in dafür vorgesehenen Slots einsetzen. Diese Slots – insgesamt sind es zwölf Stück – werden erst mit höheren Levelstufen freigeschaltet, der letzte ist erst ab Level 50 verfügbar. So können wir unsere freigeschalteten Upgrades flexibel ein- und ausbauen. Zudem gibt es noch vier weitere Slots, die nur für die seltenen Mutagene zuständig sind – in den Vorgängerspielen waren sie für besonders mächtige passive Boni zuständig.

    13:47
    The Witcher 3 gespielt: Kommentiertes Gameplay-Video mit neuen PC-Spielszenen
    Spielecover zu The Witcher 3
    The Witcher 3

    Kann ich meinen Spielstand importieren?

    In dieser Sache hatte sich CD Projekt lange um eine konkrete Antwort gedrückt, doch nun ist klar: Auf PC können wir tatsächlich einen alten Spielstand übernehmen, um so einige der wichtigeren Questentscheidungen und unseren "Weltzustand" aus The Witcher 2 zu übernehmen. Auf PS4 und Xbox One ist das nicht möglich. Für Konsolenfans sowie für jene PC-Spieler, die kein altes Savegame mehr zur Hand haben, hat sich CD Projekt darum eine interessante Lösung überlegt: Nach dem mehrstündigen Prolog des Spiels wird Geralt in ein besonderes Gespräch verstrickt. Im Rahmen dieses Dialogs wird der Hexer auch nach früheren Ereignissen ausgefragt – je nach Antwort wird das Spiel an diesem Punkt einen Weltzustand generieren, der dann für das gesamte restliche Abenteuer gilt. Für PC-Spieler, die zu Beginn lieber ein altes Savegame importieren möchten, findet dieser Dialog dann einfach nicht statt. Wir finden: Eine elegante Lösung!

    Übrigens: Wer die Vorgänger nicht gespielt oder manche Details vergessen hat, kann sich mit einem spieleigenen Glossar zumindest grob über die wichtigsten Charaktere informieren.

    Grafik und Performance auf dem PC

    The Witcher 3 angespielt (Teil 3): Über die Grafik, Spielstand-Import und Charakterentwicklung Quelle: CD Projekt The Witcher 3 dürfte technisch zwar kein neues Zeitalter einläuten, doch das muss es auch nicht –in der Summe hinterlässt die Grafik des Rollenspiels trotzdem einen fabelhaft stimmigen Eindruck. In Sachen Technik stechen besonders die hohe Weitsicht, die dichte Vegetation in der freien Wildbahn, die wunderschöne wechselnde Lichtstimmung und die detailreichen Dörfer und Städte hervor, in denen sich dutzende NPCs auf dem Bildschirm tummeln können. Auch die meisten Texturen wirken scharf, besonders die Gesichter der Charaktere wurden sehr aufwendig gestaltet – zusammen mit der stark verbesserten Mimik gegenüber Witcher 2 hinterlassen die Figuren einen starken Eindruck. Besser als die Technik gefällt uns aber ohnehin die künstlerische Gestaltung: Vom einfachen Reitweg über den nächstbsten Gartenzaun bis hin zur proppenvollen Taverne wirkten die Gebiete, die wir bislang erkunden konnten, einfach glaubhaft und liebevoll aufgebaut. Da kommt schon nach wenigen Minuten ein tolles Mittelalter-Feeling auf.

    Wer die Augen offen hält, findet aber natürlich Schönheitsfehler: So blenden manche entfernte Objekte sichtbar ein (zum Beispiel bestimmte Häuserdächer), andere ploppen dafür unsanft auf, was man etwa an manchen Bäumen erkennen kann. In der Spielpraxis fällt das allerdings kaum auf, erst beim Betrachten von Video-Material werden die kleinen Tricks deutlich. CD Projekts Grafiker kochen eben auch nur mit Wasser. Apropos: Die Oberflächen bestimmter Seen und Flüsse flackerten in unserer Spielzeit noch etwas unrealistisch, hier sollten die Entwickler nachbessern. Es dürfte außerdem interessant werden, das fertige Spiel mit früheren Screenshots und Trailer-Szenen zu vergleichen. Hier wird sich zeigen, ob das stolz präsentierte Werbe-Material wirklich der finalen Grafikqualität entspricht. Einen "Downgrade"-Aufschrei, wie ihn zuletzt Ubisoft mit Watchs Dogs erleben musste, wünscht sich nämlich niemand.

    The Witcher 3 angespielt (Teil 3): Über die Grafik, Spielstand-Import und Charakterentwicklung Quelle: CD Projekt

    Unsere Anspiel-Version lief in hohen bis sehr hohen Details, zeigte kaum Ladezeiten und war stets angenehm flüssig. Einige Einstellungen hatte CD Projekt aber bewusst heruntergeregelt, um die Performance zu schonen – immerhin hat das Spiel noch einige Entwicklungsmonate vor sich, in denen die Engine weiter optimiert wird. Unser PC war zumindest prima ausgestattet und gab sich keine Blöße: Ein Intel Core i7-4790 mit 8 GB DDR3 RAM und einer Geforce GTX 980 (4GB GDDR5) knickte auch bei vielen NPCs nicht ein. Es bleibt spannend, wie gut das fertig optimierte Spiel in ein paar Monaten laufen wird – und ob auch ein Mittelklasse-PC mit der gebotenen Grafikpracht fertig wird.

    Hier nochmal die offiziellen Hardwareanfordungen:
    Minimum: Intel CPU Core i5-2500K 3.3GHz oder AMD CPU Phenom II X4 940, Nvidia GPU GeForce GTX 660 oder AMD GPU Radeon HD 7870, 6 GB RAM, 64-bit Windows 7 oderr 64-bit Windows 8 (8.1), 40 GB HDD
    Empfohlen: Intel CPU Core i7 3770 3,4 GHz oder AMD CPU AMD FX-8350 4 GHz, Nvidia GPU GeForce GTX 770 oder AMD GPU Radeon R9 290, 8 GB RAM

    Wie gut ist die Grafik auf PS4 und Xbox One?

    Die PS4-Version läuft in Full HD und ist auf 30fps festgelegt. Die Xbox One arbeitet ebenfalls mit 30fps, stellt derzeit aber "nur" 900p dar. (Als ob das wichtig wäre.) Die PS4-Version kann beim Anspielen überzeugen: Texturschärfe und Weitsicht wirken im Vergleich zu PC-Fassung zwar etwas vermindert und entfernte Vegetationsdestails (z.B. Grasbüschel) werden sichtbar früher ausgeblendet, doch in der Praxis störte uns das nicht. Weniger erfreulich war dagegen die Performance: DIe unfertige PS4-Fassung hatte noch mit kleinen Framerate-Einbrüchen zu kämpfen, außerdem trat starkes Tearing auf. Zum Vergleich schauten wir uns einige Minuten lang die Xbox-One-Fassung an, die noch etwas flüssiger zu laufen schien. Allerdings sollte man daraus keine voreiligen Schlüsse ziehen: Beide Konsolenversionen werden noch einige Monate lang optimiert und verbessert, offizieller Release des Spiels ist immerhin erst am 19. Mai – bis dahin rechnen wir noch mit Performancesteigerungen. Es scheint sich allerdings abzuzeichnen, was ohnehin zu erwarten war: Die PC-Fassung dürfte die grafisch beste Fassung von The Witcher 3 werden.

  • The Witcher 3
    The Witcher 3
    Publisher
    Bandai Namco
    Developer
    CD Projekt
    Release
    19.05.2015
    Es gibt 11 Kommentare zum Artikel
    Von BitByter
    okay, darunter kann ich mir was vorstellen. glaubst du, dass solche sprünge derzeit überhaupt noch möglich sind?oder…
    Von FelixSchuetz
    Zum Beispiel der Sprung von Morrowind zu Oblivion.
    Von BitByter
    rein interessehalber: was würde dem denn entsprechen?

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    • Es gibt 11 Kommentare zum Artikel

      • Von BitByter Erfahrener Benutzer
        Zitat von FelixSchuetz
        Zum Beispiel der Sprung von Morrowind zu Oblivion.
        okay, darunter kann ich mir was vorstellen. glaubst du, dass solche sprünge derzeit überhaupt noch möglich sind?
        oder anders gefragt: wird der weg zum fotorealismus nicht vielleicht eher einer der kleinen schritte?
      • Von FelixSchuetz Redakteur
        Zitat von BitByter
        rein interessehalber: was würde dem denn entsprechen?
        Zum Beispiel der Sprung von Morrowind zu Oblivion.
      • Von BitByter Erfahrener Benutzer
        Zitat von FelixSchuetz
        Scheinbar sitzt du wirklich drauf.  Die Texturen schärfer, die Weitsicht höher, die Charaktere glaubhafter, die Effekte ausgefeilter, die Vegetation dichter - ja, das sieht alles klasse aus. Es ist aber eben kein riesiger Schritt nach vorne, sondern einfach…
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The Witcher 3
Anspielbericht Teil 3: Grafik, Savegame-Import und mehr
The Witcher 3 im Hands-on-Bericht: Im dritten Teil unseres Angespielt-Specials gehen wir genauer auf die Grafik ein und geben eine Einschätzung den Versionsunterschieden. Dazu erklären wir, wie der Spielstand-Import und die neue Charakterentwicklung funktionieren.
http://www.pcgames.de/The-Witcher-3-Spiel-38488/News/Anspielbericht-Teil-3-Grafik-Savegame-Import-und-mehr-1149280/
29.01.2015
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2015/01/The_Witcher_3_Wild_Hunt_xy-pc-games_b2teaser_169.jpg
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