The Witcher 3 im Test: Riesige, stimmige Welt
The Witcher 3: Wild Hunt im Test! Riesige Spielwelt, starke Story, 100 Stunden Quests, Top-Grafik und spannende Entscheidungen.
Witcher 3: Die Mittelalterwelt: riesig, stimmig, fantastisch
Anders als in Skyrim besteht die Welt von The Witcher 3 zwar nicht komplett aus einem Guss, sondern "nur" aus mehreren riesigen Gebieten. Jedes davon ist aber so weitläufig, dass trotzdem echtes Open-World-Feeling aufkommt! In Sachen Atmosphäre ist der Mittelalterschauplatz ohne Konkurrenz: Auf den Wiesen tummeln sich Schafsherden, Rehe springen vor uns her, Vogelschwärme ziehen ihre Kreise am Himmel, Bauern bestellen die Felder und Banditen legen sich im Wald auf die Lauer. Das hat kein Rollenspiel bislang so schön hinbekommen! Die Tagesabläufe der NPCs sind zwar nicht ganz so detailreich simuliert wie in Elder Scrolls-Rollenspielen, sorgen aber trotzdem für dichte Stimmung.
In diesem Artikel
- Seite 1 The Witcher 3 im Test: Überragendes Finale der Geralt-Saga
- Seite 2 The Witcher 3 im Test: Üppige Story, trotz kleiner Durchhänger
- Seite 3 The Witcher 3 im Test: Riesige, stimmige Welt
- Seite 4 The Witcher 3 im Test: So funktioniert das Leveln
- Seite 5 The Witcher 3 im Test: Technik-Check der PS4-Version (Update!)
- Seite 6 Witcher 3: Die PC-Fassung im Nachtest (Update!)
- Seite 7 Bildergalerie
Besonders klasse: der Verzicht auf Ladezeiten. Wenn ihr wollt, könnt ihr von den Sümpfen Velens durch die Steppen von Niemansland reiten, dabei vom Krieg verwüstete Dörfer erkunden, in Höhlen hinabsteigen, auf Leuchttürme klettern, prächtige Mittelalterstädte wie Novigrad oder Oxenfurt erkunden, in denen das Leben tobt, wo NPCs ihren Tagesabläufen folgen und euch mit Quests, Geschichten und Handelswaren versorgen - alles ohne einen Ladebildschirm zu sehen.
Quelle: PC Games / Play4
Wir können die riesigen Spielgebiete frei erkunden. Am Horizont: die prächtige Stadt Novigrad.
Kurze Strecken erledigt ihr zu Fuß, für längere Wege könnt ihr jederzeit euer Pferd Plötze herbeirufen, das euch flink durch die weitläufigen Areale bringt und auf Knopfdruck sogar automatisch die Straßen entlangreitet - sehr bequem. Und wem selbst das nicht flott genug geht, der nutzt ein Schnellreisesystem, mit dem man von einem Wegweiser zum nächsten springt. Ebenfalls neu: Geralt kann nun nicht nur hüpfen und klettern (was sich beides leider sehr hakelig anfühlt), sondern erstmals auch mit Booten über's Wasser fahren und sogar tauchen - das macht sich besonders auf den kalten, nordisch geprägten Skellige-Inseln bezahlt, wo Schiffswracks am Meeresboden nur darauf warten, von unserem fleißigen Hexer geplündert zu werden.
Witcher 3: Die Kämpfe: mehr Action, mehr Spaß
Quelle: PC Games / Play4
Mit der Armbrust holt Geralt fliegende Gegner vom Himmel. Alternativ taugt sie auch als Harpune.
Gutes Zureden hilft nicht weiter? Kein Problem für Geralt! Der ist bekanntermaßen Schwertmeister und schnitzt freche Buben genauso effektiv von der Bildfläche wie Monstergesocks - massenhaft prächtige Greife, Kreischlinge, Neblinge, Werwölfe, Wasserweiber, Wyvern, Geister und vieles mehr wollen nach Strich und Faden verdroschen werden! Dazu nutzt Geralt wie gewohnt ein Stahl- und ein Silberschwert, außerdem hat er seine fünf bekannten Zauberzeichen im Gepäck. Im Gegensatz zu The Witcher 2 fühlen sich die Kämpfe schneller, wuchtiger und deutlich fairer an - ein klarer Fortschritt, wenn man das schlecht ausbalancierte Geprügel aus dem Vorgängerspiel bedenkt. Es macht einfach Spaß, in Windeseile durch die Gegnerreihen zu pflügen, Angriffe zu parieren, Hieben elegant auszuweichen und im richtigen Moment zuzuschlagen, was oft in einem brutalen Finishing-Move und dem ein oder anderen fliegenden Körperteil mündet. The Witcher 3 ist erst ab 18 Jahren freigegeben - völlig zu Recht.
Abwechslung oder taktischen Tiefgang sollte man aber nicht erwarten - für andere Waffen hat Geralt nunmal keine Verwendung und seine fünf Zaubersprüche bieten auch kaum Vielfalt. Einziger Neuzugang ist die Armbrust, mit der Geralt fliegende Gegner vom Himmel pusten kann - unverzichtbar im Kampf gegen riesige Greifen und drachenartiges Getier. Im neuen Talentesystem schalten wir aber nur überwiegend Perks und Upgrades für Geralts Fähigkeiten frei, richtig neue Talente wie ein Wirbelangriff oder ein zum Flammenwerfer umfunktioniertes Igni-Zeichen zählen da zu den wenigen positiven Ausnahmen.
Video: Felix und Katha plaudern über ihre Test-Eindrücke zu Witcher 3
Quelle: PC Games / Play4
Halbierte Leiber, fliegende Köpfe - die USK 18 ist kein Zufall.
Auf dem zweiten der vier Schwierigkeitsgrade ist The Witcher 3 angenehm zu spielen, aber kaum fordernd - kein Vergleich zum teils bockschweren Witcher 2. Darum muss sich Geralt hier auch nur sehr selten einen magischen Trank reinpfeifen, um seine Kampfeigenschaften gegen bestimmte Monster zu verbessern - solche Feinheiten werden erst auf den beiden höheren Schwierigkeitsgraden relevant. Erfahrene Rollenspieler dürfen also direkt auf der dritten Stufe loslegen! Ironischerweise ist uns Geralt am häufigsten gestorben, wenn er von einem Hügel oder einer Mauer stürzte - in The Witcher 3 kassiert der Held nämlich derart viel Schadenspunkte beim Herunterfallen, dass ein unachtsamer Schritt schnell den Bildschirmtod bedeuten kann. Besonders in der Nacht, wenn das Bild stockfinster ist, sollte man sich vorsehen.
- Seite 1 The Witcher 3 im Test: Überragendes Finale der Geralt-Saga
- Seite 2 The Witcher 3 im Test: Üppige Story, trotz kleiner Durchhänger
- Seite 3 The Witcher 3 im Test: Riesige, stimmige Welt
- Seite 4 The Witcher 3 im Test: So funktioniert das Leveln
- Seite 5 The Witcher 3 im Test: Technik-Check der PS4-Version (Update!)
- Seite 6 Witcher 3: Die PC-Fassung im Nachtest (Update!)

Das liegt vor allem an Spielwelt, Charakteren und Quests, die interressant, glaubwürdig und fesselnd sind. Solltet ihr nichts davon liegen lassen (wie einige Vorredner)!
Auch die Grafik sieht super aus und läuft trotzdem wie geschmiert.
Selbst im listenförmigen Craftingsystem habe ich einige Stunden verbracht.
Und von Gwint kann ich auch nicht die Finger lassen.
Der Test und die Wertung sind also nachvollziehbar.
Spielt auch die beiden Erweiterungen, die sind genauso gut!
Außerdem ist der Kerl bissl zu alt für die Schule. :D
Vor allem die viele Nebenquests hervorragend mit der Hauptstory verknüpft sind und vor allem sich auch auf das Ende auswirken.