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  • The Witcher 2: Entwickler verrät echte Verkaufszahlen und gesteht DLC-/DRM-Sünden

    Wie viele Exemplare von Witcher 1 und Witcher 2: Assassins of Kings wurden eigentlich in Deutschland, Österreich und in der Schweiz verkauft? Wie viele davon im Laden, wie viele per Download? Michal Nowakowski, einer der Chefs des polnischen Herstellers CD Projekt, hat es den Zuhörern eines Vortrags verraten. Und er gesteht: Bei DLC und DRM haben wir Fehler gemacht.

    Die Entwicklerkonferenz Quo Vadis in Berlin ist sowas wie das Pendant zur Games Dvevelopers Conference (GDC) in den USA - eine Art Klassentreffen mit Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden. Auch internationale Größen sind dabei, darunter Battlefield-3-Schöpfer Lars Gustavsson von DICE oder eben Michal Nowakowski von CD Projekt. In ungewöhnlicher Offenheit hat Nowakowski im übertragenen Sinne die Hosen runtergelassen und verraten, was bei der Vermarktung der Rollenspiele The Witcher und The Witcher 2: Assassins of Kings gut geklappt hat, was schief gegangen ist und was Entwickler davon lernen können.

    Unter anderem riet er anderen Studios, das Thema Marketing und PR ernst zu nehmen und Fans und Presse permanent mit frischen Screenshots, gehaltvollen (!) Neuigkeiten, authentischen Making-of-Videos, coolen Trailern und hochwertigen Zeitschriten-Artworks zu versorgen. Beschwerden von Käufern solle man sofort und gründlich und in großer Offenheit nachgehen: Als Beispiel nannte er die Geralt-Büste, die der Special Edition von The Witcher 2 belag; durch einen Materialfehler wurden einige der Gipsköpfe beim Transport beschädigt. Die 200 betroffenen Spieler erhielten nicht nur Ersatz: Die Büsten wurden per Hand besonders sorgfältig verpackt, die Entwickler legten ein persönlich unterschriebenes Entschuldigungsschreiben bei.

    Nowakowski nannte auch konkrete Zahlen, wie oft beide Witcher-Spiele bislang verkauft wurden: The Witcher 1 hat sich in vier Jahren zwei Millionen Mal verkauft, davon 275.000 im deutschsprachigen Raum. 18 %, also fast 400.000 Versionen, hat CD Projekt via Download losgebracht, vorwiegend über Steam. Die PC-Ausführung von Witcher 2 brachte es in nur sechs Monaten auf über eine Million Stück weltweit, davon 130.000 in Deutschland, Österreich und Schweiz. Und bei der Fortsetzung des Rollenspiels wurden bereits 24 % per Steam und das hauseigene gog.com-Portal verkauft, Tendenz steigend.

    Obwohl CD Projekt bei Witcher 2 viel aus Witcher 1 gelernt und besser gemacht hat, ist natürlich trotzdem einiges schief gegangen. Eine der Lehren, die Nowakowski zieht: DRM (also Kopierschutzsysteme) sorgen für Kummer und Sorgen beim ehrlichen Kunden, schützen aber nicht vor einem Auftauchen des Spiels auf den einschlägigen Torrent-Seiten. Deshalb hat CD Projekt die entsprechenden DRM-Funktionen entfernt und will künftig ganz darauf verzichten (wennglech die Steam- und GOG-Anbindung natürlich von Haus auf einen gewissen Schutz bietet).

    Dass Witcher 2 anfangs zu schwer und im späteren Spielverlauf zu leicht wurde, hat nicht nur PC Games kritisiert. Nowakowski sagt ganz offen, dass CD Projekt schlicht den Aufwand für den Feinschliff unterschätzt hat. Deshalb folgte ein gutes halbes Jahr nach Release eine 2.0-Version, die diese Unausgewogenheit korrigierte.

    So richtig daneben gegangen ist das Thema DLC: Je nachdem, wo man The Witcher 2 vorbestellte (Amazon, Saturn, Gamestop usw.), bekam der Käufer als Anreiz einen "exklusiven DLC" gratis dazu - beispielsweise ein bestimmtes Schwert. Diese gefühlte Ungerechtigkeit führte zu massenhaft Beschwerden in der Community - und deshalb entschied man sich bei CD Projekt dazu, kurzerhand alle DLC-Pakete für alle Spieler (egal ob Vorbesteller oder nicht) freizuschalten. Das wiederum ärgerte nicht nur die mächtigen Versender und Elektronikmärkte, auch einige Vorbesteller nahmen diese Aktion den Witcher-2-Machern krumm. Nowakowskis Erkenntnis: Du kannst es eben nicht allen recht machen.

    Zu Witcher 3 sagte der CD-Projekt-Chef nichts, verriert aber im persönlichen Gespräch mit PC Games, dass zur E3 im Juni - allerspätestens zur Kölner Gamescom im August - mit Ankündigungen aus Polen zu rechnen sei.

  • The Witcher 2: Assassins of Kings
    The Witcher 2: Assassins of Kings
    Publisher
    Namco Bandai
    Developer
    CD Projekt
    Release
    17.05.2011
    Leserwertung
     
    Meine Wertung
    Es gibt 53 Kommentare zum Artikel
    Von MichaelG
    Du hast bei GoG nur Deine Bibliothek als Option. Das ist aber für den Komfort. Das hat nichts mit DRM zu tun. Du…
    Von SuperFrogger
    "...wennglech die Steam- und GOG-Anbindung natürlich von Haus auf einen gewissen Schutz bietet"Es gibt keine "GOG…
    Von Fiffi1984
    Sorry, ich muss den Thread nochmal bemühen. :-)Bin jetzt im zweiten Akt in Henselts Heerlager und wollte mir die…

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    • Es gibt 53 Kommentare zum Artikel

      • Von MichaelG Erfahrener Benutzer
        Du hast bei GoG nur Deine Bibliothek als Option. Das ist aber für den Komfort. Das hat nichts mit DRM zu tun. Du kannst bei GOG das Game downloaden, auf CD brennen und einem Freund geben. Probiere das mal bei einem Steam-Game.
      • Von SuperFrogger
        "...wennglech die Steam- und GOG-Anbindung natürlich von Haus auf einen gewissen Schutz bietet"
        Es gibt keine "GOG-Anbindung". Spiele von GOG.com sind 100% DRM-frei. Nur Steam zwingt dem Käufer sein bescheuertes System inklusive DRM auf.
      • Von Fiffi1984 Erfahrener Benutzer
        Zitat von Spassbremse
        Der Vollständigkeit halber noch die beiden anderen verfluchten Sets des "DarkMode":

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Sorry, ich muss den Thread nochmal bemühen. :-)

        Bin jetzt im zweiten Akt in Henselts Heerlager und wollte mir die nächste…
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The Witcher 2: Assassins of Kings
The Witcher 2: Entwickler verrät echte Verkaufszahlen und gesteht DLC-/DRM-Sünden
Wie viele Exemplare von Witcher 1 und Witcher 2: Assassins of Kings wurden eigentlich in Deutschland, Österreich und in der Schweiz verkauft? Wie viele davon im Laden, wie viele per Download? Michal Nowakowski, einer der Chefs des polnischen Herstellers CD Projekt, hat es den Zuhörern eines Vortrags verraten. Und er gesteht: Bei DLC und DRM haben wir Fehler gemacht.
http://www.pcgames.de/The-Witcher-2-Assassins-of-Kings-Spiel-38487/News/The-Witcher-2-Entwickler-verraet-echte-Verkaufszahlen-und-gesteht-DLC-DRM-Suenden-880015/
26.04.2012
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2012/04/Witcher_2_CD_Projekt_Gamestage_Berlin_01.jpg
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