CD Projekts neue Engine berechnet selbst solche beeindruckenden Außenareale ohne merkliche Ladezeiten. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
2011 erscheint The Witcher 2, doch vor vier Jahren hatten die meisten Spieler hierzulande noch nicht mal von The Witcher gehört. Geralt, der weißhaarige Hexer, CD Projekt, das junge Entwicklerteam aus Polen? Unbekannt, unwichtig – so urteilten anfangs voreilige Spieler und Fachjournalisten. Auch wir von PC Games hatten das polnische Team und ihr Erstlingswerk seinerzeit kräftig unterschätzt! Doch all das sollte sich zum Glück ändern: Heute hält sich The Witcher wacker in unserem Einkaufsführer unter den besten PC-Rollenspielen. Es zählt zu den meistgespielten Titeln unserer Leser und auch die Verkaufszahlen des Spiels sind gut. Da wundert es nicht, dass der Nachfolger The Witcher 2 in unseren Most-Wanted-Umfragen sogar besser abschneidet als Biowares Dragon Age 2.
Im Hintergrund kämpfen Soldaten miteinander, Pfeile rauschen vom Himmel, Bäume und Gräser stehen in Flammen - die wuchtige Inszenierung solcher Schlachtfeld-Sequenzen ist CD Projekt klasse gelungen. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Exklusiv und als einziges deutschsprachiges Magazin durften wir CD Projekt Anfang Dezember in ihrem Warschauer Studio besuchen. Natürlich um eine aktuelle Version des Spiels zu begutachten und um uns mit den Entwicklern auszutauschen. Die wichtigsten Erkenntnisse unseres Ausflugs gleich vorab: CD Projekt verspricht, dass The Witcher 2 epischer, zugänglicher, erwachsener wird als der Vorgänger, ohne aber dessen Stärken und Vorzüge zu vernachlässigen. Und genau das scheint tatsächlich der Fall zu sein.
Die Handlung des Spiels setzt etwa zwei Monate nach den dramatischen Ereignissen des ersten The Witcher ein. Das Fantasy-Reich Temerien ist von politischen Unruhen zerrüttet, Attentäter machen Jagd auf die Oberhäupter der einzelnen Königreiche und die Bewohner des Landes sind von Rassismus, Kriegstreiberei und Misstrauen vergiftet. In diesem düsteren Umfeld ist es nun an Hexer Geralt, das Leben der Könige zu retten und die Hintergründe der Attentate aufzuklären.
Geralt, Temerien – wem Namen wie diese nichts sagen, der hat entweder den Vorgänger nicht gespielt oder zumindest die Buchgrundlage verpasst. Denn The Witcher 2 basiert wieder auf den düster-zynischen Fantasy-Romanen des polnischen Autors Andrzej Sapkowski. CD Projekts Spiel erweitert sein reichhaltiges Universum um neue Gebiete, Charaktere und Monster, bleibt dabei aber trotzdem stets so nahe wie möglich an der Vorlage. Geralt beispielsweise ist kein unbeschriebenes Blatt, er hat klar definierte Charakterzüge und Eigenschaften. Genau das macht ihn so cool. Geralt ist ein Mutant, durch Training und Elixiere in einen Sondermenschen verwandelt, dessen Körper über enorme Heilungskraft verfügt, der im Kampf mit zwei Schwertern tödlich zu Werke geht und der von Beruf nichts anderes ist als ein professioneller Monsterschlächter: Er macht Jagd auf Vampire, Dämonen, Geister und Bestien, lässt sich dafür von Menschen in Not bezahlen und versucht dabei stets, möglichst neutral zu bleiben.
Geralts Versuche, nicht in die Streitigkeiten anderer Rassen und Nationen verstrickt zu werden, sind ein entscheidender Punkt für The Witcher 2. Denn die Story soll nicht nur episch werden, sondern sich auch an dramatischen Entscheidungsmomenten in unterschiedliche Handlungsverläufe verzweigen. Wer den ersten Teil gespielt hat, darf zusätzlich seinen alten Speicherstand importieren, um so weitere Storydetails in The Witcher 2 an die eigene Vorgeschichte anzupassen.

War das letzte Spiel im Regal - wieder mal Dusel gehabt!
USK…
EE in multilingual - ok, Danke - das beruhigt mich jetzt ein wenig!
Multilingual heisst bei anderen Spielen: "Wählen sie die Sprache aus" (bei der Installation). Beim "Witcher heisst das: "Schalte jederzeit im Spiel das Gewünschte ein"