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The Witcher 2: Assassins of Kings (PC)

Release:
17.05.2011
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
Namco Bandai

The Witcher 2: Gamescom-Vorschau mit Schleich-System, überzeugender Qualität und neuen Screenshots

19.08.2010 13:59 Uhr
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Neu
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The Witcher 2 hat auf der Gamescom-Präsentation überzeugt und CD Projekt stellte uns das neue Schleich-System des Rollenspiels vor. Darüber hinaus konnten wir uns davon überzeugen, dass The Witcher 2 sich nicht vor Dragon Age 2 verstecken muss.

Die neuesten Screenshots zu The Witcher 2 finden Sie in unserer Bildergalerie. Die neuesten Screenshots zu The Witcher 2 finden Sie in unserer Bildergalerie. Auch The Witcher 2 konnten wir auf der Gamescom 2010 unter die Lupe nehmen. Der Release ist momentan für das erste Quartal 2010 geplant. CD Projekt zeigte uns eine ungeschönte Gameplay-Demo, die direkt aus dem Spiel gegriffen war und den aktuellen Entwicklungsstand widerspiegelt. Alle Menüs und Anzeigen waren implementiert, die Engine lief flüssig, Bugs konnten wir keine entdecken. Doch beginnen wir am Anfang der Präsentation.

Geralts Rücken ist von Peitschenhieben überzogen. Geralts Rücken ist von Peitschenhieben überzogen. Geralt ist gefangen und befindet sich an den Händen aufgehängt in einer Kerkerzelle. Vor der Tür diskutieren zwei Wachen. Der Hexer trägt lediglich eine Hose und an seinem Oberkörper sieht man zig Wunden und Narben, sein Rücken wurde blutig gepeitscht. Das hört sich nicht nur atmosphärisch an, es sieht auch dementsprechend aus. Die Beleuchtung, sowie die Texturen sehen prima aus und die vielen Details in der Umgebung sorgen für passende Stimmung.

Auf Knopfdruck kann Geralt die Wachen provozieren. Einer von ihnen betritt wutentbrannt die Zelle, Geral löst sich aus seinen Handschellen und überwältigt den Mann mit einer schnellen Bewegung. Die zweite Wache eilt zur Hilfe und verwickelt den Hexer in einen Faustkampf. Dafür überarbeitete CD Projekt das gesamte System. Die Fäuste fliegen nun flotter und vor allem dynamischer als im Vorgänger, die Kamera ist näher am Geschehen und Geralt weicht Schlägen lässig aus, wirbelt um den Gegner herum und haut ihn sauber animiert auf die Matte. Das hinterlässt einen durchdachten Eindruck.

Nachdem beide Männer überrumpelt sind, verlässt Geralt die Zelle und besorgt sich seine Ausrüstung zurück. Im Inventar zu erkennen: Rüstungen bestehen nun aus mehreren Teilen, Geralt kann also Handschuhe, Brustpanzer und andere Gadgets unabhängig voneinander anlegen. Waffen und Ausrüstung lassen sich in The Witcher 2 außerdem mit Runen modifizieren. Der Entwickler wendet eine Rune auf das Schwert an und diese sieht man umgehend auf der Klinge leuchten.

Das neue Schleich-System in The Witcher 2. Das neue Schleich-System in The Witcher 2. CD Projekt betont, dass man in The Witcher 2 noch mehr Freiheiten haben wird als im Vorgänger – nicht nur in Dialogen, sondern auch in der Spielweise. Beispiel: Geralt will nun also aus dem Gefängnis fliehen. Er könnte mit seinem Schwert einfach alles niedermetzeln und riskieren, dass Alarm ausgelöst wird – was noch mehr Gegner bedeuten würde. Oder er kann sich hinaus schleichen und Kämpfe vermeiden. Dazu gibt es erstmals in The Witcher ein richtiges Schleich-System. Geralt kann gebückt laufen, sich an Wände drücken und Fackeln per Tastendruck löschen, um sich Dunkelheit zu verschaffen. Ahnungslose Wachen schaltet er leise im Nahkampf aus.

Die Cat-Potion macht Feinde durch Wände hindurch sichtbar, ähnlich wie der Detektivmodus in Batman: Arkham Asylum. Der Spieler erkennt sogar die inneren Organe in den Wachen. Das sieht nicht nur gut aus, es ist natürlich überaus hilfreich beim Schleichen. Ebenfalls wichtig: Geralts Amulett – ein Wolfskopf, sein Markenzeichen – kann der Spieler nun aktiv benutzen. Es macht wichtige Details in der Umgebung besser sichtbar, in diesem Fall Pfützen auf dem Kerkerboden. Die sollte Geralt nämlich tunlichst vermeiden, um beim Laufen keine unnötigen Geräusche zu erzeugen.

In der uns gezeigten Präsentation kommt Geralt nicht an allen Wachen vorbei – manchmal muss er kämpfen. Die Schwertgefechte wirken deutlich actionreicher und schneller als im ersten The Witcher. Besonders taktisch sah das Gezeigte jedoch nicht aus. Das muss aber nichts heißen, denn die Entwickler wollten in ihrer Präsentation eindeutig auf andere Features und Neuerungen aufmerksam machen, Kämpfe standen hier nicht im Mittelpunkt. Sicher ist aber: Die Fechtszenen sind spitze animiert, wie schon im Vorgängerspiel.

Durch einen Spalt in einer Wand erkennt Geralt eine bildschöne Frau, die von einer Wache gefoltert wird. Ihr Kleid ist zerfetzt, der Blick auf ihre Brüste frei. Die Nacktheit der Dame mag zwar zunächst unnötig oder gar aufgesetzt erscheinen, passt aber letztlich gut zum Witcher-Universum, denn in den Büchern wimmelt es nur so von Sex- und Erotikszenen. Auch das erste The Witcher-Spiel enthielt viel nackte Haut.

Die Frau ist übrigens nur deshalb in Gefangenschaft, weil der Held in einer früheren Questreihe eine bestimmte Entscheidung getroffen hat. Hätte er damals einen anderen Lösungsweg gewählt, wäre die Frau gar nicht hier. Geralt beschließt, die Hilflose zu retten. Dazu springt er an einen Vorsprung und zieht sich durch ein Loch in der brüchigen Wand hoch – CD Projekt betont bei dieser Szene, dass der Spieler sich viel freier in der Umgebung bewegen kann als noch im Vorgänger. Der Weißhaarige rettet die Schönheit problemlos und im folgenden Dialog darf man aus mehreren Antwortmöglichkeiten wählen. Die Gespräche laufen weitaus flüssiger ab als im ersten Spiel, außerdem wählt man keine kompletten Antwortsätze mehr, sondern klickt stattdessen nur auf knappe, symbolische Statements – ähnlich wie in Mass Effect 2. Meckern im Detail: An den Gesichtsanimationen und Lippenbewegungen wird noch gearbeitet, die sehen in der Demo nämlich noch sehr grob aus.

Die Außenareale von The Witcher 2 beeindrucken. Die Außenareale von The Witcher 2 beeindrucken. Im Verlauf von Geralts Flucht stoßen man auf einen weiteren NPC – um ihn zu retten, kämpft man sich den Weg frei und stützt den geschwächten Gefangenen anschließend. Der Spieler behält hier jederzeit die volle Kontrolle. Die Entwickler versprechen an dieser Stelle, dass Geralt mehrmals auf ähnliche Weise mit NPCs interagieren wird. Der Gerettete öffnet Geralt einen Geheimgang aus dem Kerker und beginnt dann damit, das Gemäuer abzufackeln. Der Hexer flüchtet durch einen Tunnel, während hinter ihm buchstäblich die Fetzen fliegen und der Weg nach einer wuchtigen Explosion verschüttet wird. Der Held marschiert weiter – hinaus ans Tageslicht, ohne auch nur die geringste Ladezeit. Hier sehen wir eine schön gestaltete, mittelalterliche Burg, unter der Brücke ein lauschiger Fluss, am Himmel strahlend hell die Sonne. Das sieht wirklich gut aus und auch hier zeigt die neue Engine, was sie kann.

Auf dem Schlachtfeld müssen Sie sich riesigen Gegnern stellen. Auf dem Schlachtfeld müssen Sie sich riesigen Gegnern stellen. Die Entwickler springen jetzt zu einem völlig anderen Teil im Spiel: Geralt befindet sich auf einem Schlachtfeld, von solchen soll es drei im fertigen Spiel geben. Um ihn herum hunderte voll animierter Soldaten, Feuer, Rauch, Geschrei. Allerdings ist die Schlacht nur eine magische Illusion, das Ergebnis eines Fluchs. Sobald sich Geralt einem der Kämpfenden nähert, zerfallen diese zu Staub. Viel realer sind einige Dämonen, die sich auf den Helden stürzen; sie sehen aus, als hätten sie sich spontan aus herumliegendem Schrott und Rüstungsteilen zusammengebastelt. Nach einigen Gefechten trifft Geralt auf den Oberdämon, ein besonders großes Vieh mit einem brennenden Stück Holz als Gesicht. Im Kampf verwandelt sich der Boss mehrmals. Beispielsweise in einen Tornado, der über das Schlachtfeld fegt und – dank aufwendiger Physik-Berechnung– jede Menge Trümmer umher wirbelt. Der Gegner lässt außerdem einen Hagel brennender Pfeile auf Geralt nieder, der Held muss sich dann per schnell ausgeführter Seitwärtsrolle in Sicherheit bringen.

Damit endet die Präsentation. Die Mitarbeiter von CD Projekt wirken sehr stolz auf ihr Baby, und das sollten sie auch sein, denn The Witcher 2 sieht erstklassig aus, von der geschliffenen Technik über die toll vertonten Charaktere bis hin zu den spielerischen Neuerungen. Das Spiel erscheint im ersten Quartal 2011 und liefert sich höchstwahrscheinlich ein extrem spannendes Duell mit Dragon Age 2 von Bioware.

Alle Spiele der Gamescom finden Sie auch in unserer Spieleübersicht. Hier haben Sie alle Games auf einen Blick und können direkt zu den neuesten Artikeln navigieren.

   
Felix Schütz
The Witcher 2 ist schon jetzt eines meiner Messe-Highlights
Für mich ist The Witcher 2 schon jetzt eines der Messe-Highlights. Ich fand ja schon das Erstlingswerk von CD Projekt großartig, obwohl’s natürlich noch einige Mängel hatte. Mit The Witcher 2 haben die polnischen Entwickler aber nun endlich eine eigene Engine mit eigenen Tools– und das zahlt sich aus! Die Grafik macht einen tollen Eindruck und das Gameplay wirkt spannend und rund – da merkt man wirklich, dass an allen Ecken und Enden nachgebessert wurde. Ob The Witcher 2 das coole Dragon Age 2 schlagen kann? Natürlich kann ich das noch nicht mit Gewissheit sagen - doch aktuell sehe ich Geralts zweites Abenteuer ein kleines Stückchen weiter vorn.
   
Print-Redakteur
Moderation
19.08.2010 13:59 Uhr
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Dein Kommentar
Benutzer
Bewertung: 0
20.08.2010 10:06 Uhr
schade nur das man auch hier zu diesem Stichpunkt Dialogsystem wechselt..es nervt einfach wenn die eigene Figur dann irgend was erzählt was man gar nicht wollte oder aus dem angezeigten Stichpunkt erwartet hatte ...wie eben bei ME2
nsq
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
20.08.2010 05:03 Uhr
1. Quartal 2010? Das war schon.
Community Officer
Bewertung: 0
19.08.2010 23:11 Uhr
Zitat: (Original von Edelzocker;8871693)
:-X Gott, was freue ich mich auf dieses Spiel !!!


Das ist exakt mein Gedanke beim Lesen dieser News gewesen. 
Die Vorfreude ist definitiv größer als bei DA2; vor allem bin ich darauf gespannt, welche Gegenden man dieses Mal bereisen wird und natürlich auf die Auflösung des finalen Videos aus Teil 1...

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