The War Z im Test: Das hat uns nicht gefallen - Teil 2
Nach dem missglückten und nur kurz andauernden Steam-Verkaufsstart von The War Z Ende letzten Jahres ist das von Hammerpoint Interactive entwickelte Zombie-MMOG immer noch auf der offiziellen Webseite (www.playwarz.com) im Angebot. Doch leider können wir derzeit nur davor warnen, für The War Z Geld auszugeben!
Höchst frustrierende Spielerbestrafung
Die größte Gefahr in The War Z geht von anderen Spielern aus. In neun von zehn Fällen dürft ihr davon ausgehen, dass euch andere Spieler bei Kontakt sofort aus den Latschen hauen, um euch zu plündern. Egal, ob ihr gerade frisch und ohne nennenswerte Ausrüstung gestartet oder schon üppig ausgestattet seid. Sobald eine Figur ins Gras beißt, gehen sämtliche Gegenstände, die sie bei sich trug, flöten. Das ist hart, aber bewusst so gewollt und gehört eben zum Spielkonzept. Dessen muss man sich im Klaren sein. Der Überlebenskampf in The War Z ist eben knallhart. Trotzdem gibt es dabei Grund zu meckern, denn ein eliminierter Charakter darf erst nach einer Stunde Wartezeit wieder ins Spiel. Somit bekommt man als Spieler nicht mal den Hauch einer Chance, sich seine Ausrüstung zurückzuholen.
Dieses ohnehin schon recht fragwürdige Feature mit der Warterei auf den Wiedereinstieg trieben die Entwickler in den letzten Wochen sogar noch auf die Spitze, als nach einem Patch kurz vor Weihnachten die Wartezeit auf ganze vier Stunden erhöht wurde. Alternativ konnte man sich den sofortigen Wiedereinstieg ins Match mit Ingame-Währung im wahrsten Sinne des Wortes erkaufen. Denn Ingame-Währung gibt es für echte Kohle im Shop von The War Z zu haben. Die Spieler reagierten zu Recht aufs höchste empört auf dieses sinnlose Feature und die Entwickler reagierten zum Glück schnell mit einem Patch, der die Wartezeit wieder auf eine Stunde reduzierte und das Soforteinstieg-gegen-Geld-Feature entfernte. Doch gut gelöst ist das in dieser Form noch lange nicht.
Unausgereiftes Balancing
The War Z hat schon etliche Patches hinter sich, doch so richtig voran mag es einfach nicht gehen. Mal sind die Zombie-Horden zu groß, mal zu klein. Mal sind die Untoten viel zu stark, mal lächerlich schwach. Auch die Wirkung der verschiedenen Heilgegenstände schwankte bislang von Patch zu Patch mitunter enorm, man hat den Eindruck, die Entwickler wissen einfach noch viel zu wenig, wie schwer The War Z denn nun eigentlich werden soll. Auch die äußerst ungünstige Platzverteilung der bislang drei verfügbaren Safe Zones trägt zum insgesamt holprigen Spielfluss bei.
Quelle: PC Games
The War Z im Test: Apokalyptische Zustände im Kampf gegen Untote, Spielerkiller und Hacker. (22)
Serverabstürze und Hacker-Angriffe
Sind schon all die spielerischen Ungereimtheiten für sich in Summe mehr als unbefriedigend, krankt es bei The War Z auch in technischer Hinsicht vorne und hinten. Der Programmcode scheint löchrig wie ein Schweizer Käse zu sein, Hacker haben leichtes Spiel, ständig bekommt man entsprechende Unmutsäußerungen betroffener Spieler im Chat zu lesen. Man gewinnt den Eindruck, die Entwickler kommen mit der Verbannung entsprechender Übeltäter nicht mehr hinterher. Zudem müsst ihr mit allerlei Serverabstürzen rechnen, was umso ärgerlicher ist, da man oft beim anschließenden Einloggen feststellen muss, dass die Spielfigur mal wieder "tot" und damit alle Ausrüstung beim Teufel ist. Käufer, die The War Z über Steam gekauft haben, als es dort kurzzeitig verfügbar war, beschweren sich aktuell, dass sich das Spiel nicht mehr starten lässt, man kann angesichts des desolaten Zustands von The War Z nur noch traurig den Kopf schütteln. Kaum versuchen die Entwickler an einer Stelle ein heilendes Pflaster aufzutragen, tritt andernorts eine neue offene Wunde auf, naja, Zombie-Apokalypse eben.
Kaum vernünftiges Gruppenspiel möglich
The War Z bezeichnet sich als MMOG, also geht man doch davon aus, gemütlich mit ein paar Kumpels gemeinsam auf Zombiejagd zu gehen. Dies ist jedoch ein mehr als schweres Unterfangen, denn als Gruppe an einem gemeinsamen Startpunkt loszulegen, ist schlicht nicht möglich. Wenn es dumm läuft, betritt man an völlig entgegengesetzten Punkten die Spielwelt. Bis man dann zueinander gefunden hat, falls man es überhaupt überlebt, vergeht viel zu viel Zeit. Das mag durchaus ins Konzept des Spiels passen - aber sind die Wanderungen durch die nicht gerade hübsch zu bezeichnende Landschaft wirklich als Spielspaß zu bezeichnen?
Fehlende Features, fehlender Spielspaß und fehlendes Entwickler-Einsehen
Immer noch fehlen viel zu viele Elemente, die aus The War Z noch ein ordentliches Spiel machen könnten. Zwar erhält man pro umgenieteten Zombie Erfahrungspunkte, doch nützen diese aktuell noch rein gar nichts, denn das Skillsystem lässt nach wie vor auf sich warten. Weder lassen sich, wie geplant, eigene Server mieten, noch funktioniert die Sache mit den Spieler-Festungen (Strongholds). Wann es weitere spielbare Karten geben wird, wollen wir erst gar nicht vermuten, gibt es doch auf der derzeit einzig verfügbaren Map (Colorado) noch so viele Baustellen. Die Community ist mit dem aktuellen Zustand von The War Z alles andere als erfreut. Zwar darf man den Versuch von Sergey Titov, Produzent von The War Z, sich in einem offenen Brief bei der Community zu entschuldigen durchaus als nette Geste werten, andererseits macht das die Sache nicht besser.
Fazit: Die Hoffnung auf das Überleben schwindet
Wir wissen nicht, wie die Entwickler von The War Z den Krieg noch gewinnen wollen. The War Z ist an so vielen Stellen einfach unfertig, sperrig, frustrierend, fehlerhaft – man möchte meinen, Hammerpoint Interactive habe den eigens heraufbeschworenen Überlebenskampf in einer Zombie-Apokalypse schlichtweg verloren.

wir sind im Internet, da ist Leuten nichts mehr peinlich, selbst das man Fanboy alle als Hater beleidigt und keine Argumente liefert
-in Day Z gibt es fahrzeuge
-in War Z (Infestation) wird es Fahrzeuge geben
-die Grafik bei War Z (infestation) ist besser
-beim Standalone release von Day Z wird die Grafik auch gut
Die Spiele werden also immer ähnlicher.
Ich bevorzuge War Z (Infestation) trotzdem und werde auch dabei bleiben.
MFG Mentis404
Ist das nicht peinlich, sich für so eine Propaganda extra anzumelden? :-D
-in Day Z gibt es fahrzeuge
-in War Z (Infestation) wird es Fahrzeuge geben
-die Grafik bei War Z (infestation) ist besser
-beim Standalone release von Day Z wird die Grafik auch gut
Die Spiele werden also immer ähnlicher.
Ich bevorzuge War Z (Infestation) trotzdem und werde auch dabei bleiben.
MFG Mentis404
Mir gings nur darum zu wissen, wie die aktuelle Mod Version (auch wenn man es nicht testen muss, da es nicht verkauft wird), im Verhältnis abschneiden würde, wenn man sie denn rein hypotetisch kaufen müsste.
Aber besonders würde mich hier der Aspekt Grafik im verhältnis interessieren. bei den Features bietet DayZ mehr, einiges nicht ganz zu Ende gedacht, anderes um ein Vielfaches Bugverseuchter. Würde im Verhältnis Qualität gleichauf sein. DayZ bietet mehr und theoretisch auch besser, WarZ aber deutlich Bugfreier und besser zu spielen.
Aber beim technischen Aspekt bin ich dann echt gespannt auf den Test der DayZ SA. Auch wenn in WarZ die Animationen nicht so wirklich geil sind und die Bodentexturen im Wald echt grausam sind (und auch das Anti Aliasing deutlich höher sein dürfte, sofern das denn überhaupt funktioniert), sieht es in meinen Augen deutlich besser aus.
Naja, mal abwarten. Da Grafik für mich nachrangig ist, werde ich wohl so oder so zu DayZ wechseln, wenns wie die Mod ist, nur bugfreier mit besser Menüführung und weniger hakeliger Steuerung.