The War Z im Test: Das hat uns nicht gefallen - Teil 1
Nach dem missglückten und nur kurz andauernden Steam-Verkaufsstart von The War Z Ende letzten Jahres ist das von Hammerpoint Interactive entwickelte Zombie-MMOG immer noch auf der offiziellen Webseite (www.playwarz.com) im Angebot. Doch leider können wir derzeit nur davor warnen, für The War Z Geld auszugeben!
The War Z: Das hat uns nicht gefallen
Übertrieben leere Spielwelt
Nicht, dass ihr uns missversteht, an Spielern mangelt es nach wie vor nicht, die sich unermüdlich auf den europäischen, amerikanischen oder russischen Servern tummeln. Es geht auch in Ordnung, dass man in einer zerstörten Welt nicht mit Beute zugeschmissen wird. Und ja, zu bestimmten Uhrzeiten, etwa wenn andernorts geschlafen wird und man mit nur wenigen Spielern auf einem Server unterwegs ist, dann lässt sich sogar in relativ kurzer Spielzeit eine hübsche Ausrüstung zusammensammeln. Doch die Atmosphäre in den Ortschaften ist schlicht katastrophal ernüchternd. Häuser, Schuppen und Hallen sind schlicht nackte Objekte – die Möbel sind anscheinend gleich mit den Einwohnern geflohen. Die Handvoll Objekte, die man zu Gesicht bekommt, sind ein schlechter Witz.
Es gibt einfach viel zu wenige Interaktionsmöglichkeiten mit der Umwelt. In viele Gebäude kommt man gar nicht erst rein – da mutiert selbst eine völlig morsche Holztür zum unüberwindlichen Hindernis und gammelig aussehende Fensterscheiben sind stärker als die Verglasung des Papamobils. Auch schmale Bäche lassen sich nicht durchwaten und schwimmen ist für die Figuren unmöglich. So latscht ihr oft ewig lange Umwege, während ihr mit eurem Charakter an anderen Stellen hilflos stecken bleibt. Dadurch wirkt die Welt in The War Z durch und durch sperrig. Von einer glaubwürdigen Umgebung ist The War Z so weit entfernt wie der 1. FC Nürnberg von der Meisterschaft.
Schwache Engine
Es ist gut, dass es bei The War Z eine Ego-Perspektive gibt, denn der Anblick der höchst hölzern animierten Spielerfigur aus der Third-Person-Ansicht ist auf Dauer nur schwer zu ertragen. Und bitte, was soll dieser völlig unrealistische Fallschaden? Ok, Statistiken über Haushaltsunfälle besagen, dass man sich schon beim Stolpern von der untersten Stufe einer Leiter den Hals brechen kann, aber in The War Z mutet es einfach nur höchst albern an, wenn man beim Sprung von einem gefühlten Kieselstein schon Lebenspunkte verliert. Grafisch überzeugen weder die Texturen, noch der Detailgrad. In einem durch einen Brand zerstörten Ort ist der Texturmatsch gar so groß, dass es schwer ist, darin Zombies oder andere Spieler zu erkennen.
Allenfalls die hübsch beleuchteten Sonnenauf- und Untergänge sorgen für eine passable Stimmung. Obendrein ist der Spielsound noch mit allerlei Fehlern behaftet. Wenn man beispielsweise über Felsen oder Asphalt läuft, klingt das oft so, als würde man über einen Metallsteg laufen. Die grunzenden Zombies hören sich mitunter an, als würden sie einem ihren widerlichen Atem schon in den Nacken hauchen, während sie doch noch meterweit entfernt stehen. Die paar wenigen Sound- und Musikstücke sorgen oft unvermittelt und unpassend für Spannung, wo gar keine vorhanden ist.
Quelle: PC Games
The War Z im Test: Apokalyptische Zustände im Kampf gegen Untote, Spielerkiller und Hacker. (21)
Umständlich geratene Steuerung
Was sich die Entwickler bei der Verwaltung des globalen Inventars gedacht haben, bleibt wohl ihr Geheimnis. In den so genannten Safe Zones (markierte Gebiete, in denen es keine Zombies gibt und kein Waffeneinsatz möglich ist) habt ihr die Möglichkeit, gesammelte Ausrüstung in das globale Inventar zu transferieren, das für euren Account zentral im Hauptmenü verfügbar ist, nicht jedoch im laufenden Spiel selbst. Sprich, man watschelt mit einem seiner Charaktere in eine solche Zone und muss sich erst ausloggen - haarsträubend.
Erst dann kann man Gegenstände ins globale Inventar verstauen oder welche herausnehmen. Nur Charaktere, die ihr gerade frisch erstellt oder die sich in einer Safe Zone ausgeloggt haben, dürfen auf das globale Inventar zugreifen. Das Waffenhandling im Spiel ist zudem unnötig erschwert. So belegen etwa Faustfeuer- und Nahkampfwaffen den gleichen Tastaturslot, so dass ihr immer entscheiden müsst, welche der beiden Waffentypen ihr einsatzbereit haben möchtet.
Dämliche Zombie-KI
Von einem vergammelnden Untoten erwartet man sicher keine Denkleistung eines Albert Einstein, aber die schlurfenden und grunzenden Zombies in The War Z sind lächerlich dumm. Zwar schlägt man mit einer Taschenlampe eine gefühlte halbe Stunde auf einen Leichenschädel ein, bis der dazugehörige Zombie endlich umkippt, aber mit dem richtig abgestimmten Schlagrhythmus landet der Untote keinen einzigen Treffer. Obendrein stehen sich die wandelnden Leichen öfter mal selber im Weg, behindern sich gegenseitig und wenn ihr einfach auf einen Tisch oder ein Fahrzeug klettert, ist die Untoten-Gefahr gleich ganz vorbei, da die Damen und Herren Zombies euch dann nach einiger Zeit komplett ignorieren.

wir sind im Internet, da ist Leuten nichts mehr peinlich, selbst das man Fanboy alle als Hater beleidigt und keine Argumente liefert
-in Day Z gibt es fahrzeuge
-in War Z (Infestation) wird es Fahrzeuge geben
-die Grafik bei War Z (infestation) ist besser
-beim Standalone release von Day Z wird die Grafik auch gut
Die Spiele werden also immer ähnlicher.
Ich bevorzuge War Z (Infestation) trotzdem und werde auch dabei bleiben.
MFG Mentis404
Ist das nicht peinlich, sich für so eine Propaganda extra anzumelden? :-D
-in Day Z gibt es fahrzeuge
-in War Z (Infestation) wird es Fahrzeuge geben
-die Grafik bei War Z (infestation) ist besser
-beim Standalone release von Day Z wird die Grafik auch gut
Die Spiele werden also immer ähnlicher.
Ich bevorzuge War Z (Infestation) trotzdem und werde auch dabei bleiben.
MFG Mentis404
Mir gings nur darum zu wissen, wie die aktuelle Mod Version (auch wenn man es nicht testen muss, da es nicht verkauft wird), im Verhältnis abschneiden würde, wenn man sie denn rein hypotetisch kaufen müsste.
Aber besonders würde mich hier der Aspekt Grafik im verhältnis interessieren. bei den Features bietet DayZ mehr, einiges nicht ganz zu Ende gedacht, anderes um ein Vielfaches Bugverseuchter. Würde im Verhältnis Qualität gleichauf sein. DayZ bietet mehr und theoretisch auch besser, WarZ aber deutlich Bugfreier und besser zu spielen.
Aber beim technischen Aspekt bin ich dann echt gespannt auf den Test der DayZ SA. Auch wenn in WarZ die Animationen nicht so wirklich geil sind und die Bodentexturen im Wald echt grausam sind (und auch das Anti Aliasing deutlich höher sein dürfte, sofern das denn überhaupt funktioniert), sieht es in meinen Augen deutlich besser aus.
Naja, mal abwarten. Da Grafik für mich nachrangig ist, werde ich wohl so oder so zu DayZ wechseln, wenns wie die Mod ist, nur bugfreier mit besser Menüführung und weniger hakeliger Steuerung.