The Void (PC)

Release:
28.05.2009
Genre:
Action
Publisher:
k.A.

The Void-Test: Ein faszinierend-groteskes Ego-Adventure

28.05.2009 09:20 Uhr
|
Neu
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The Void ist ein faszinierendes und gleichzeitig groteskes Spielprojekt, das fernab des Massenmarktes neue Wege geht. Ein Kunstwerk? Oder doch "nur" ein Spiel?

Fürchte keinen Tod - es gibt keinen Tod in der Leere" - solch esoterisch anmutende Worte hält das wohl ungewöhnlichste Action- Adventure des Jahres zuhauf für Sie bereit - in einer bizarren Zwischenwelt, in der sich alles um Tod, Lympha, Nerva und Farben dreht. Verstehen Sie jetzt erst mal nur Bahnhof? Wir können Sie beruhigen, das ist ganz normal, wenn man die ersten Minuten des Spiel- Projektes The Void erlebt. Man fühlt sich dabei regelrecht so, als würde man ein modernes Kunstwerk betrachten, welches abstrakt, fremdartig, schwer verständlich und doch auf eine einzigartige Weise wunderschön erscheint. Trostlosigkeit und Trauer sind die ersten Gefühle, die Ihnen die Spielwelt vermittelt, in die Sie nach Ihrem Tode eintreten. Genau mit diesem unerfreulichen Moment beginnt das Spiel: Sie sind tot, haben keine Ahnung, warum, wieso, weshalb. Eine melancholische Frauenstimme wispert Ihnen sanft zu, dass Sie nur wenig Zeit haben, um Ihr letztes Herz aufzunehmen, bevor Sie das Leben endgültig verlässt. Sofort baut sich eine ganz eigentümliche Atmosphäre auf. Unter sphärischen Klängen wunderschöner Musik bewegen Sie sich wie in einem Ego-Shooter auf das flimmernde Objekt vor Ihnen zu und nehmen es mit der rechten Maustaste auf.
Sie treffen in The Void auf elf geheimnisvolle Schwestern (Fürstinnen). Nur mit deren Hilfe überleben Sie in der Welt der Leere. Sie treffen in The Void auf elf geheimnisvolle Schwestern (Fürstinnen). Nur mit deren Hilfe überleben Sie in der Welt der Leere. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Kurz nach diesem bizarren Start wissen Sie ein wenig mehr - in der Zwischenwelt der Leere ist es Farbe (Lympha), die Ihre Seele am Leben erhält. Sobald Sie sich durch die Leere bewegen, verrinnt unerbittlich die Zeit, in der Sie Farbe verlieren. Wenn der Zähler auf null gesunken ist, erleiden Sie den absoluten Tod. Ihr Ziel ist, dies zu verhindern, indem Sie eine Vielzahl von Kammern innerhalb der Leere bereisen, um dort Farbe zu sammeln. In speziellen Gärten und Minen lässt sich Farbe an- beziehungsweise abbauen und ernten. All diese Dinge erfahren Sie Stück für Stück, wenn Sie sich mit den sogenannten Schwestern oder Fürstinnen unterhalten. Nur mit einem Hauch von Nichts bekleidet, erklären Ihnen diese Wesen die Zusammenhänge in der Leereund damit die des Spiels.

Langsam begreift man die fantastische Geschichte. Von Wächtern ist da die Rede, hässlich verunstalteten Wesen, die glatt aus einem Horror- Shooter stammen könnten. Magische Glyphen, die Sie mithilfe von Mausbewegungen auf den Monitor malen, helfen Ihnen, Ihre Aufgaben zu lösen, dienen als Waffe im Kampf, als Werkzeug, um Farbe zu gewinnen, oder starten ein einfaches Gespräch. Das Malen der Zeichen klappt nach kurzer Eingewöhnungszeit ganz gut und ist besser gelungen als die übrige Steuerung. Oft bleibt man an Kanten hängen und die Geschwindigkeit, mit der man sich durch die Levels bewegt, ist zu langsam, was auf Dauer stört.

Worum es eigentlich geht und was hinter den Fürstinnen und Wächtern steckt, das erschließt sich nur schleppend und Sie müssen schon viel Geduld mitbringen. Wer sich darauf einlässt, erfährt ein außergewöhnliches Spielerlebnis, in dem Sie vorsichtig zwischen den Parteien der Fürstinnen und der Wächter agieren, um deren Schwächen herauszufinden und sie gegeneinander auszuspielen. Das macht den Spielverlauf spannend, aber auch sehr schwer. Sie irren mitunter desorientiert durch die Leere, weil Sie nicht wissen, mit wem Sie jetzt am besten sprechen sollten. Das Journal listet zwar alle Aufgaben brav auf, vermittelt aber nicht, ob eine Quest nun erfüllt wurde.

Die Fürstinnen stellen den Schlüssel dar, um weitere Kammern in der Leere und damit neue Gebiete freizuschalten, die Wächter haben etwas dagegen. All das geschieht immer unter dem Gleichgewicht der Farben: Sie dürfen diese nicht verschwenderisch einsetzen, da sie endlich sind, müssen sie jedoch benutzen, weil Sie sonst nicht weiterkommen. Die ungewöhnliche Spielmechanik zu begreifen, ist für anspruchsvolle Spieler gedacht, ungeduldige Naturen sind schnell überfordert. The Void passt in keine Genre- Schublade und ist nichts für Fans schneller, seichter Unterhaltung. Womit wir wieder bei der modernen Kunst wären, die auch nicht jedermanns Geschmack ist.

Auf der nächsten Seite: Pro und Contra, Motivationskurve und Fazit >>>

Weiterführende Bildergalerie zu The Void

Redakteur
Moderation
28.05.2009 09:20 Uhr
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Dein Kommentar
Community Cadet
Bewertung: 0
15.01.2010 14:58 Uhr
Zitat: (Original von Muebarekking;8046370)
Hab ein ähnliches Problem wie vor mir schon einer hier.
Ich hab das Minenquest gemacht. Wirklich alle 6 Stellen abgesaugt und bei mir im Journal steht auch, dass es ok ist und ich jetzt mit Mantid sprechen kann.
Das Problem ist, dass wenn ich zu ihm in die…
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
02.08.2009 14:52 Uhr
Hab ein ähnliches Problem wie vor mir schon einer hier.
Ich hab das Minenquest gemacht. Wirklich alle 6 Stellen abgesaugt und bei mir im Journal steht auch, dass es ok ist und ich jetzt mit Mantid sprechen kann.
Das Problem ist, dass wenn ich zu ihm in die Kammer gehe, er nichts sagt, kann halt nur zugucken wie der da am rumchillen ist.
Weiß da jemand ne Lösung?
Community Cadet
Bewertung: 0
28.07.2009 19:29 Uhr
Zu deiner ersten Frage:

Der Wurm kommt sobald du in die Kammer kommst immer nach einigen Sekunden als erstes vor deiner Nase lang, also am Ende des Eingangsganges.
Und er frisst IMMER diesen Predator zuerst.

Du kannst nun also in die Kammer gehen, schnell (am besten mit etwas Blau in den Herzen) zu…

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