The Lost Crown: A Ghost-Hunting Adventure (PC)

Release:
05.06.2009
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
Mamba Games

The Lost Crown Kurztest: Das Indie-Adventure auf dem Prüfstand

19.07.2009 09:11 Uhr
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Neu
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Der Macher der beiden Dark-Fall-Teile legt mit dem Indie-Adventure The Lost Crown nach.

Der Trödelladen Celtic Corner ist einer der am farbigsten gestalteten Schauplätze. Der Trödelladen Celtic Corner ist einer der am farbigsten gestalteten Schauplätze. [Quelle: Siehe Bildergalerie] The Lost Crown Test >>> Nigel Danvers hat es in diesen Tagen nicht leicht. Nachdem der Angestellte der Technologiefirma Hadden Corporation über geheime Forschungsergebnisse seiner Firma stolperte, sind ihm nun zwei Agenten seines Chefs auf den Fersen. Danvers hetzt quer durch London und entscheidet sich für die Flucht mit dem Mitternachtszug, schläft erschöpft ein und erwacht im Kaff Saxton.

Die eigenwillige Grafik auf Basis der Wintermute-Engine ist das Erste, das vielen Spielern an The Lost Crown: A Ghost-Hunting Adventure auffallen dürfte. Fast gänzlich in Schwarz-Weiß gehalten, durchbrechen nur hier und da ein paar Farbtupfer die recht tristen Schauplätze, etwa wenn ein farbiger Schmetterling durchs Bild flattert. Die Bildschirme dürfen Sie allesamt pixelgenau mit der Maus nach Interaktionspunkten absuchen, denn eine Hotspot-Anzeige suchen Sie im Spiel vergeblich.

Der Protagonist bekommt recht schnell mit, dass in Saxton nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Die geheimnisvolle Stadt ist ein echter Tummelplatz für Schatzsucher. Die Hobby-Archäologen jagen dem größten Schatz Saxtons hinterher - der letzten heiligen angelsächsischen Krone Englands. Allerdings scheint es in der Stadt und den angrenzenden Höhlen zu spuken. Sogar in Ihrem Quartier geschehen merkwürdige Dinge. Mysteriöse Geräusche, plötzlich auftauchende Gegenstände - offenbar sind Sie nicht allein ...

Das Indie-Adventure braucht Zeit, um in die Gänge zu kommen. In den ersten beiden Stunden lernen Sie nur die Stadt samt Bewohnern kennen. Wenn dann aber zaghaft die ersten Rätselpflänzchen sprießen, Ihre Verfolger Sie zur Geistersuche zwingen und sich endlich die dazu benötigte technische Ausrüstung in Ihrem Inventar breit macht, blüht der Spielspaß auf.
Während es anfangs noch sehr spannend ist, mit den Geistergerätschaften Orte auf eine mögliche Aktivität von der "anderen Seite" zu untersuchen, macht sich hier bald Routine breit. Mit den gefundenen Hinweisen lüften Sie nach und nach die Geheimnisse der Stadt. Das würde allerdings deutlich mehr Spaß machen, wenn die Bedienung weniger umständlich wäre, man die Dialoge abbrechen könnte und es eine Rätselhilfe gäbe. Zwar sind die Knobeleien größtenteils fair, ab und an schlurfen Sie aber angesichts des fehlenden roten Fadens etwas verloren durch die Geistergeschichte.

The Lost Crown: A Ghost-Hunting Adventure (PC)
Spielspaß-Wertung

69 %
Leserwertung
(1 Vote):
85 %
Spannende Geistergeschichte
Dürftige Animationen
Coole Geisterjägerausrüstung
Keine Hotspot-Anzeige
Hohe Rätseldichte
Keine Rätselhilfen
   
Marc Brehme
„Gruseln Sie sich vor Geistern – und der Technik des Spiels.“
Am Indie-Adventure The Lost Crown werden sich die Geister scheiden. Und zwar nicht die des Spiels, sondern die der Käufer. Angesichts der altbackenen Technik und der eigenwilligen Optik wird der Titel Liebhaber von grafischen Leckerbissen wie The Book of Unwritten Tales nur schwerlich überzeugen. Das Auge isst nun einmal mit. Und schwarz-weiße Stillleben mit akzentuierten Farbtupfern und einem Helden, der sich wie Pinocchio bewegt, schmälern die Attraktivität der eigentlich recht spannenden Geschichte über paranormale Aktivitäten deutlich.
   
Redakteur
Moderation
19.07.2009 09:11 Uhr
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Dein Kommentar
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
20.07.2009 15:37 Uhr
Zitat: (Original von crackajack am 20.07.2009 15:20)
Sind die Verkaufszahlen heutiger Adventures eig. höher als zur Blütezeit des Genres?
Ich würde ja annehmen das LucasArts keinen Rückzieher gemacht hätte, wenn die Spiele früher auf Spielbarkeit getrimmt worden wären, und damit attraktiver für den…
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
20.07.2009 15:20 Uhr
Das nicht, aber ein bisschen Vorstellungskraft.
Nur weil ich vor zehn Jahren die Grafik von Starwing gut fand muss ich das ja nicht ewig gut finden. Wenn ich heute in einem Anflug von Nostalgie das Modul einwerfe, überkommt mich eine leicht Übelkeit, weil die Grafik einfach grauenhaft ist, vor allem…
Community Officer
Bewertung: 0
20.07.2009 14:58 Uhr
Zitat: (Original von crackajack am 20.07.2009 14:30)
Mich hätte es gestört, sofern ich damals Adv-spiele angerührt hätte, aber zum Glück war ich damals Konsolero und neuere Adv. haben sowas zum Glück kaum mehr.

Aber kannst du dann wirklich verstehen, wovon wir überhaupt reden? Du hast die alten Games garnicht…