The Last Remnant (PC)

Release:
05.08.2011
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
Koch Media

The Last Remnant-Test: Überzeugt das Japano-Rollenspiel auf dem PC?

20.03.2009 12:00 Uhr
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Neu
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Nach vier Monaten Wartezeit ist die PC-Fassung von The Last Remnant fertig. Ist sie besser als das Xbox-Original?

Die Zeiten, in denen der Name Square Enix als Gütesiegel für Rollenspiele aus Fernost galt, scheinen vorbei. Letztes Jahr veröffentlichte der RPG-Gigant mit Infinite Undiscovery und The Last Remnant (jetzt bei Amazon günstiger!) zwei Genrevertreter für die Xbox 360, die eher durchschnittliche Wertungen einheimsten. Letzteres erhält jetzt eine PC-Umsetzung, die laut Hersteller vor allem die technischen Mängel des Konsolen- Originals vergessen lassen soll.
Die Hauptfigur gerät durch eine Entführung wider Willen in ein politisches Komplott. Die Hauptfigur gerät durch eine Entführung wider Willen in ein politisches Komplott. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Mit diesem versprechen lehnen sich die Entwickler weit aus dem Fenster (siehe Seite 2: "Die PC-Umsetzung"). Aber wenn schon die technische Anpassung suboptimal ausfällt, stimmt dann wenigstens das Gameplay? Bei einem Japano-Rollenspiel sind es schließlich Story und Kampfsystem, die begeistern müssen. Gerade auf diesem Gebiet hat The Last Remnant tatsächlich einige wirklich interessante Ansätze in petto.

So erlaubt das Kampfsystem das Herumkommandieren ganzer Truppenverbände. Bis zu fünf einzelne Figuren stellen Sie zu einem Team zusammen, bis zu fünf solcher Trupps wiederum dürfen Sie gleichzeitig übers Schlachtfeld ziehen. Entscheidend ist es dabei, Stärken und Schwächen einzelner Charaktere abzuwägen, um ein funktionierendes Team am Start zu haben. Taktische Überlegungen hören aber nicht bei der Zusammenstellung der Kampfverbände auf.

Wenn Sie Gegner geschickt flankieren, steigert das die Truppenmoral und erhöht somit den ausgeteilten Schaden. Möchten Sie Ihren Kader weiter ausbauen, sind übrigens Gilden Ihre Anlaufstelle. Hier rekrutieren Sie nicht nur neue Charaktere, sondern können sich abseits der Hauptgeschichte auch für Nebenmissionen eintragen lassen, um die Neuzugänge gleich ein wenig zu trainieren.
Die Spielwelt ist prinzipiell schön, aufgrund der Ladephasen aber kaum zugänglich. Die Spielwelt ist prinzipiell schön, aufgrund der Ladephasen aber kaum zugänglich. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Klingt prinzipiell also richtig gut, nur hapert es beim Balancing. Oft reicht es, seinen Einheiten normale Angriffe auf beliebige Ziele zu befehlen und abzuwarten. Selbst die oft auftretenden Quicktime- Events, durch die Sie noch mehr Schaden verursachen, wenn Sie zum richtigen Zeitpunkt eine der Pfeiltasten betätigen, sind meist getrost zu vernachlässigen.

Da nach jedem Kampf verwundete und selbst gefallene Party-Mitglieder komplett geheilt werden, erfordert es bestenfalls in den knackigen Bossfights überlegte Handlungsweisen. Ereilt Sie dennoch der Game-Over-Bildschirm, ist das aber kein Grund zur Verzweiflung. Da man das Spiel, zumindest so lange man nicht in Kämpfe verwickelt ist, jederzeit speichern kann (manuell oder Autosave), entfallen immerhin zu wiederholende Passagen.

Das Kampfsystem glänzt erst in einigen spektakulären Massenschlachten in der zweiten Hälfte des Spiels. Aber ob Sie die Story so lange fesselt? Wie so oft geht es um magische Artefakte, denen mystische Kräfte innewohnen. Das ruft natürlich allerhand übles Gesocks auf den Plan: unter anderem einen - Überraschung! - bösen Magier. Hauptfigur Rush Sykes, ein etwas naiver Jüngling, gerät wider Willen in ein politisches Komplott und mit den Artefakten in Berührung, als seine Schwester von eben jenem Magier entführt wird. Wer mit dem Genre vertraut ist, erkennt hier einfach allzu viele Klischees wieder.

Moderation
20.03.2009 12:00 Uhr
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Dein Kommentar
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Bewertung: 0
19.04.2009 09:56 Uhr
Zitat: (Original von Nali_WarCow am 06.04.2009 10:39)
Ich habe zwar „nur“ etwa 50 bis 60 Stunden beim Kumpel hinter mir, aber es hat mir wirklich gut gefallen. Sicherlich keine 9X, aber so gut, dass ich das Game auf jeden Fall bei Gelegenheit noch einmal komplett durchspielen werde.

Boah... 60 Stunden beim…
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
09.04.2009 22:45 Uhr
Sag' ich doch!  Das TLR nur so kurz getestet wurde hat übrigens irgendwie auch zu einer weiteren falschen Aussage geführt! Angeblich soll das Spiel ja viel zu einfach sein. Ich habe gestern allerdings den kompletten Abend, bis spät in die Nacht, mit dem Versuch verbracht einen Bossgegner zu…
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
09.04.2009 20:31 Uhr
Zitat: (Original von Alf1507 am 09.04.2009 16:28)
P.S. FF7 mit einer 70er Wertung abzustrafen ist ja wirklich absolut übel! Ich habe dieses Spiel damals regelrecht verschlungen. *schwärm*


ist lang her; beweist aber ganz gut, dass es auch damals schon krasse fehlwertungen gab.
ff 7 ist -plattformunabhängig-…