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  • The Last Guardian in der E3-Vorschau: Erstmals gespielt!
    Quelle: Sony

    The Last Guardian in der E3-Vorschau: Erstmals gespielt!

    Vor gefühlten Ewigkeiten angekündigt, dann für tot geglaubt und im letzten Jahr wieder auferstanden - wir haben The Last Guardian gespielt und verraten euch, ob der PS4-Exklusivtitel genau so ein Meisterwerk wird wie Shadow of the Colossus.

    Vor der letztjährigen E3-Pressekonferenz glaubten wohl selbst die naivsten Schäfchen kaum noch an ein Bestehen des Titels. Zu lange war es still um das Action-Adventure von Team Ico und andauernd geisterten Gerüchte über eine Einstellung von The Last Guardian durch das Netz. Dann wurde das lang erwartete Spiel aber doch präsentiert, nur dass aus dem einstigen PS3-Titel ein PS4-Game geworden war und plötzlich ein grober Release-Termin da stand. 2016 sollte es so weit sein.

    Und schon kamen wieder die Gerüchte auf, dass das Spiel gewiss wieder verschoben werde. Pustekuchen! Am 25. Oktober diesen Jahres ist es endlich so weit und Fans von Ico und Shadow of the Colossus dürfen sich in ein neues Abenteuer stürzen. Auf der E3 durften wir das Spiel um den namenlosen Jungen und seinen riesigen Hunde-Katzen-Vogel-Mischmasch-Freund erstmals anspielen. Das wurde aber auch mal Zeit!

    Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft

    Die von uns gezockte Demo bildet etwa die erste halbe Stunde des Spiels ab und beginnt damit, dass unser knabenhafter Protagonist in einer zusammengestürzten Ruine aufwacht und nicht weiß, wie er dort hingekommen ist. Doch als wäre das nicht schon rätselhaft genug, zieren seine Gliedmaßen plötzlich seltsame Muster, die wie Tattoos aussehen. Als der Junge ein lautes Schnauben hört, springt er ängstlich auf und stellt jetzt erst fest, dass ein verletztes Trico mit ihm zusammen eingesperrt ist.

    The Last Guardian in der E3-Vorschau. (4) The Last Guardian in der E3-Vorschau. (4) Quelle: Sony Der Erzähler aus dem Off, welcher offensichtlich eine ältere Version unseres Protagonisten ist, erzählt, dass Tricos Bestien sind, die Menschen fressen. Dieser Trico ist jedoch angekettet und schwer verletzt. Ein abgebrochener Speer schaut aus dem Körper des gefiederten Monstrums heraus. Als wir uns dem Tier langsam nähern, beginnt es zu knurren und seine Augen verfärben sich zu einem bedrohlichen Rot. Schließlich gelingt es uns aber doch an den Speer heranzukommen und ihn herauszuziehen. Das Trico wird jedoch von so einer Schmerzwelle durchzuckt, dass es austritt und uns gegen die Wand schleudert.

    Als unser Junge wieder aufwacht, sieht er, wie das Trico versucht aufzustehen, aber immer wieder zusammenbricht. Wie die rot verfärbten Augen verraten, traut uns das Tier immer noch nicht, doch es zeigt mit seinem Kopf in eine Ecke, wo ein leuchtendes Fass steht. Wir klettern über Schutt und ein paar Felsen, gelangen zum Fass und werfen es vor das Trico, weil es uns immer noch nicht an sich herankommen lässt. Erst als wir ihm noch weiteres Fresschen bringen, lässt es uns näher kommen, um seine Kette zu lösen und einen zweiten Speer aus seiner Seite zu ziehen. Doch wieder tritt das Monster schmerzerfüllt aus, seine Augen glühen rot und der Junge wird gegen einen Felsen geschleudert.

    Statt die hilflose Göre mit Haut und Haaren zu fressen steht dieses Riesenvieh aber nun über dem leblosen Körper, stupst ihn mit der Nase und schaut ihn aus sanften, dunklen Augen an. Das Trico traut uns nun ein wenig mehr und lässt uns sogar auf ihm herum klettern. Wenn wir ihn rufen, ist der Trico jedoch manchmal ein wenig störrisch. Angeblich soll er immer besser auf den Jungen hören je tiefer die Freundschaft im Spielverlauf wird. Durch die Kletterei auf dem Trico gelangen wir auf einen kleinen Vorsprung, wo wir durch ein Loch in der Wand in einen Nebenraum kommen, der komplett weiß und mit seltsamen Symbolen bepinselt ist. Dort finden wir einen alten Schild, der mysteriös aufleuchtet als unser Recke ihn in die Hand nimmt.

    Es ist unglaublich, wie es Team Ico bisher schafft eine gleichermaßen schwermütige wie wunderschöne Stimmung zu kreieren. Kleine Gesten und Mimiken des Jungen und des Trico sagen mehr als es Worte jemals könnten und wir werden Zeuge davon, wie sich die Freundschaft der beiden jeden Moment weiter verfestigt. Zudem bewegen wir uns durch diesen geheimnisvollen Ort, der wohl von einer anderen Zivilisation stammt. Im Hintergrund begeistert derweil ein fantastischer orchestraler Soundtrack, der jedes aufkeimende Gefühl der beiden Freunde perfekt untermalt. In Sachen Atmosphäre ist The Last Guardian all das, was sich die Fans erhofft haben. Man erhält ab der ersten Sekunde das Gefühl, Teil eines großen mysteriösen Märchens zu sein.

    Gameplay und Grafik aus der Vergangenheit

    In anderer Hinsicht weiß der Titel allerdings nicht immer zu begeistern, denn sowohl spielerisch als auch technisch merkt man The Last Guardian an, dass es sich seit neun Jahren in Entwicklung befindet und eigentlich schon in der letzten Konsolengeneration erscheinen sollte. Grafisch befindet sich das Abenteuer gerade einmal auf PS3-Niveau. Allerdings muss man die Animationen der beiden Protagonisten lobend erwähnen.Wenn das Trico sich aufplustert, über Felsen klettert oder über Hindernisse hüpft, sieht das wirklich grandios aus.

    The Last Guardian in der E3-Vorschau. (5) The Last Guardian in der E3-Vorschau. (5) Quelle: Sony Das altbackene Gameplay von The Last Guardian lässt sich jedoch nicht ganz so einfach verschmerzen. Als wir mit dem Schild wieder aus dem Raum herauskommen, fängt es nämlich erst richtig an, dass wir mit dem Trico interagieren. Als wir den Schild auf einen Haufen Schutt ausrichten, schießt das Trico plötzlich rote Blitze dorthin und sprengt den Weg frei. Wer den Schild besitzt, hat die Macht über die Kraft des Biestes erklärt der Sprecher aus dem Off.

    Von nun an müssen wir eng mit dem Tier zusammenarbeiten, um aus der Ruine zu entkommen. Eng ist hierbei aber auch das Stichwort, denn wenn wir in den teils sehr engen Durchgängen auf das Trico klettern, springt die Kamera meistens blöd herum, sodass wir statt unserer Spielfigur nur die Brust des Tieres sehen. Das ist unfassbar nervig. Vor allem, da die Steuerung eh recht hakelig ist und man ein wenig Eingewöhnung braucht bis man halbwegs souverän springt und klettert. Über diese Makel hätte man auf der PS3 schon nur noch schlecht hinwegsehen können, aber auf der PS4 wirkt The Last Guardian eben oftmals wie das Relikt einer vergangenen Generation.

    Am Ende der Demo vergessen wir aber schon fast, dass uns die Bedienung teilweise extrem auf die Nerven ging. Der Junge und das Trico entkommen ihrem Gefängnis und stehen plötzlich vor einer gigantischen Turmkonstruktion. Der Junge weiß nicht wie er nach Hause kommt und das Trico kann nicht losfliegen, weil seine Flügel gebrochen sind. Beide schauen zueinander und zum Turm und wissen, dass sie einander brauchen, um dieses rätselhafte Abenteuer zu bestehen. Ein wunderschöner Moment, wie ihn eigentlich nur Team Ico inszenieren kann.

    05:45
    The Last Guardian: "Einerseits begeistert, andererseits ernüchtert" - E3-Videofazit
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The Last Guardian
The Last Guardian in der E3-Vorschau: Erstmals gespielt!
Vor gefühlten Ewigkeiten angekündigt, dann für tot geglaubt und im letzten Jahr wieder auferstanden - wir haben The Last Guardian gespielt und verraten euch, ob der PS4-Exklusivtitel genau so ein Meisterwerk wird wie Shadow of the Colossus.
http://www.pcgames.de/The-Last-Guardian-Spiel-37811/Specials/E3-Vorschau-Erstmals-gespielt-1198946/
17.06.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2016/06/the-last-guardian-e32016-0003-pc-games_b2teaser_169.png
the last guardian,sony,action-adventure
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