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  • THE INNER WORLD

    The Inner World im Test: Charmant erzählte Geschichte von den Adventure-Debütanten Fizbin

    Test zu The Inner World: Entwicklerstudio Fizbin versucht sich an einem klassischen Point&Click-Adventure mit ungewöhnlicher Optik. Das Ergebnis ist ein kreatives und fantastisches Abenteuer, das mit einer charment erzählten Story, großartigen Sprecherleistungen und gutem Rätseldesign punktet. Was uns am Adventure-Debüt sonst noch begeistert hat, verraten wir euch in unserer ausführlichen Review.

    Robert gesteht: "Ich muss zu allem meinen Kommentar abgeben und falle jedem auf die Nerven." Diese Missetat bringt der bohnenförmige, flötennasige Novize dem Sündomat vor - einem automatisierten Beichtstuhl. Der schüchterne und naive Robert lebt in Asposien, einer kugelrunden Welt in einem Universum, das nur aus Erde besteht. - Bitte was? Keine Sorge, wir haben uns weder an farbigen Pillen noch an seltsamen Pilzen erfreut. Vielmehr testeten wir mit The Inner World ein im wahrsten Sinne fantastisches und kreativ designtes Point&Click-Adventure.

    Das hat uns gefallen:

    Eine wundervoll erzählte Geschichte

    Die Welt von Asposien wird von drei sogenannten Windbrunnen mit Luft versorgt, zwei davon sind versiegt. Der letzte wird von Windwächter Conroy beschützt, einem mürrischen Kerlchen mit dunkler Stimme und gleichsam Ziehvater der Hauptfigur Robert. Der drohende Luftmangel ist aber nicht das einzige Problem - Basylen, finstere Windgötter durchstreifen die Welt und versteinern mit ihrem Blick jeden Asposer, den sie gewahr werden. Dreht sich anfangs noch alles um den Diebstahl von Conroys Amulett, geraten Robert und seine später dazu stoßende Begleiterin Laura immer tiefer in die wundersame Geschichte Asposiens.

    Die ungewöhnliche Spielwelt

    Schon allein das skurrile Szenario ist eine Klasse für sich. Studio Fizbin, ein junges Entwicklerteam aus Ludwigsburg starte 2010 als Studienprojekt der Filmakademie Baden-Württemberg mit dem Spiel. Im Sommer 2011 gab es Fördermittel von der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg, so dass die Entwickler munter an The Inner World weiter stricken konnten. Gestrickt wird auch im Spiel - und zwar von einem Gefängnisinsassen. Lediglich dessen Arme hängen aus dem vergitterten Fenster. Roberts Neugier ist geweckt, also startet man den Dialog mit dem Eingebuchteten. Die Sprecherleistung ist dabei hervorragend, die Rollen sind perfekt besetzt und man merkt bei jedem Satz, dass hier peinlichst Regie geführt wurde.

    Schöne 2D-Grafik

    The Inner World bietet hübsch gezeichnete 2D-Schauplätze im kindlichen Stil. Die ebenfalls schön gestalteten Zwischensequenzen nutzen Tiefenunschärfe- sowie Zoomeffekte und gehen nahtlos ins Spielgeschehen über. Die Animationen passen sehr gut zum Zeichentrickstil und die Entwickler verstehen es, selbst mit wenigen Gesichtsdetails die Emotionen der Charaktere passend darzustellen.

    Ordentliches Rätseldesign für Einsteiger und Fortgeschrittene

    Für die durchweg unterhaltsamen Aufgaben benötigt ihr meist Gegenstände aus zwei bis drei Schauplätzen, sodass es zu keiner Überfrachtung des Inventars kommt. Die skurrile Welt spiegelt sich auch in schrägen Rätseln wieder. So bastelt Robert etwa aus einer abgebrochenen Krücke und einem Regenwurm kurzerhand eine Schleuder oder muss ein gestricktes Leibchen aus Erdbärgarn besorgen. Allzu schwer ist die gebotene Rätselkost nicht, erfahrene Adventuer-Spieler dürften sich auf Dauer etwas unterfordert fühlen.

    Großartige Sprecherleistung, charmanter Soundtrack

    Die Autoren des Spiels sorgen durchweg für amüsante Dialoge, die Pointen sitzen meist gut. Wer aufmerksam zuhört, spürt zwischen den Zeilen oft zweideutige Anspielungen oder schlüprigen Humor. So mussten wir bei den Erzählungen von Barfrau Ottilie mehrfach grinsen, wenn sie dem naiven Robert Einblicke in ihre wilden Liebesabenteuer gewährt. Wem die Gespräche zu lange dauern, der kann diese auch per Mausklick überspringen. Gleiches gilt für die in Spielgrafik gehaltenen Zwischensequenzen, die man mit der Leertaste abbrechen kann. Doch haben wir dies nur im Ausnahmefall benutzt, denn viel zu unterhaltsam baut sich die erzählte Geschichte auf. Da sind die melancholischen Momente, in denen Robert sich ungeschickt darin versucht, seiner Gefährtin Laura näher zu kommen. Oder die schon fast philosophische Note, wenn man im Wurzelwald mit der intelligenten Amphibie namens Schrof über die Notwendigkeit debattiert, fliegende Objekte wie etwa Papierflieger zu verspeisen. Begleitet wird eure fantastische Reise durch Asposien von einem charmanten Soundtrack, der sich stets dezent im Hintergrund hält und daher nie störend wirkt.

    Optionale Spielhilfe

    Das optionale Hilfesystem zeigt die aktuellen Ziele und liefert auf Wunsch Schritt für Schritt Hinweise für jedes Rätsel. Dazu klickt man einfach auf das jeweilige Glühbirnensymbol neben jeder Rätselaufgabe. Zunächst bekommt man nur einen sehr vagen Hinweis. Durch weitere Klicks auf die Glühbirne gibt das Spiel immer genauere Tipps bis hin zur exakten Anweisung, was zu tun ist. So kann sich jeder Spieler die nötige Hilfe holen, die er benötigt, um von selber weiterzukommen. Schön gelöst.

    Familientauglich

    The Inner World eignet sich auch hervorragend als Ü30-Familienspiel. Die erzählte Geschichte ist kindgerecht aufbereitet. In den Dialogen ist zwischen den Zeilen teils zynischer, teils schlüpfriger Humor zu spüren, der Erwachsene zum Schmunzeln bringen dürfte. Und dank der optionalen Spielhilfe kommt man auch nach längerer Pause wieder schnell ins Spiel rein.

  • The Inner World

    The Inner World

    Plattform
    PC
    Publisher
    Headup Games
    Release
    19.07.2013

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

    Cover Packshot von Gauntlet Release:

    Gauntlet

    Warner Bros. Interactive , Arrowhead Game Studios
    Cover Packshot von Sacred 3 Release:

    Sacred 3

    Koch Media , keen games
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