The Happytime Murders: Filmrezension zum neuen Streifen der ehemaligen Muppet-Macher
Die Figuren aus der Jim Henson Company treten in "The Happytime Murders" mal ganz anders auf und müssen in einer Welt, in der Puppen und Menschen koexistieren, außerdem Angst vor einem Mörder haben, der es auf ehemalige Sitcom-Stars abgesehen hat. Das erfordert die Zusammenarbeit von Puppen-Privatdetektiv und Ex-Cop Phil Philips, der von Bill Baretta zum Leben erweckt wird, und Detective Connie Edwards, die von Melissa McCarthy verkörpert wird. Obwohl Puppen normal wie die 2. Klasse der Gesellschaft behandelt werden und Phil außerdem nicht mehr bei der menschlichen Polizei arbeiten darf, braucht diese nun sein Insiderwissen.
So derb hat man die Figuren aus der Jim Henson Company (Muppets) noch nie erlebt: Die Puppen fluchen, koksen, vögeln und benehmen sich derart unflätig und verdorben, dass es einem eigentlich die Schamesröte ins Gesicht treiben müsste - kämen die Sprüche nicht aus den Mündern wattegefüllter Stoff-Kerlchen. Die geniale Idee einer versauten Version von Falsches Spiel mit Roger Rabbit krankt jedoch an nicht immer zündenden Gags und einigen Plattheiten.
Einst war Phil der erste Cop aus Stoff beim LAPD. Nach einem tragischen Erlebnis gefeuert, arbeitet die Großnase fortan als Privatermittler. Als die flotte Puppe Sandra ihn aufsucht und um Hilfe bittet, schlittert Phil in bester Philip-Marlowe-Manier zusammen mit seiner menschlichen Ex-Partnerin in einen undurchsichtigen Kriminalfall: Denn eine Reihe von Puppen, die alle einst Mitglied der prominenten Happytime Gang waren, wird nach und nach in plüschige Fetzen geballert.
FAZIT :
Die Noir-Comedy verlässt sich zu sehr auf den Widerspruch zwischen putzigen Puppen und vulgärem Ton. Der jedoch ist ein Spaß.
