The Founder: Filmkritik zum faszinierenden Ray Kroc-Biopic
Vom Tellerwäscher zum Millionär? John Lee Hancocks neues Drama zeigt den Aufstieg des rücksichtslosen Geschäftsmannes Ray Kroc, der mit 52 das Schnellrestaurant der Gebrüder McDonald aus San Bernardino über die ganze Welt bringt.
Falls man während dieses Films einen Burger essen möchte, sollte man das besser am Anfang tun. Die Gefahr, dass er einem später im Hals stecken bleibt, ist ziemlich groß.
Erst sieht alles ganz harmlos aus: Ray Kroc, ein Milchshake-Mixer-Vertreter mittleren Alters, lernt die Schnellrestaurantbesitzer Dick und Mac McDonald kennen und ist sofort fasziniert von ihrer innovativen Geschäftsidee, die neben der Selbstbedienung auch ein effizientes System der Zubereitung ihrer Fast-Food-Produkte umfasst. Ray bietet ihnen an, sich um das Franchise zu kümmern. Wie er es schafft, das Geschäft Schritt für Schritt an sich zu reißen, ist ein Lehrstück für alle, die um jeden Preis erfolgreich sein wollen. Wer den Preis bezahlt hat und wie hoch er genau war, erzählt die sehr unterhaltsam inszenierte Entstehungsgeschichte einer Weltmarke auch. Das Biopic stellt Kroc in den Mittelpunkt, nicht die Brüder McDonald. Ohne die wäre der Film allerdings nur halb so schön.
Fazit
Das Leben schreibt einfach die besten Geschichten - ein Wunder, dass diese nicht schon längst verfilmt wurde
