The Endless: Filmrezension zum mystischen Psychothriller
"The Endless" ist eine Low-Budget-Produktion, welche die ein oder anderen Abstriche machen musste. Die Macher haben zur Kosteneinsparung den Song "House Of The Rising Sun" immer wieder verwendet, da der Songtext keinem Copyright unterliegt. Der ein oder andere wird Benson und Moorhead vielleicht durch ihren kurzen Horrorfilm "Resolution" (2012) kennen.
Zehn Jahre ist es her, dass sich die zwei Brüder Aaron und Justin aus dem religiösen Kult, in dem sie aufwuchsen, befreien konnten. Doch ein merkwürdiges Videoband in ihrer Post veranlasst die zwei, die weit abgelegene, religiöse Gemeinde wieder aufzusuchen. Vor Ort werden sie freundlich empfangen, aber irgendetwas stimmt nicht. Keiner scheint gealtert, seltsame Ereignisse häufen sich, Bedrohliches lauert im Hintergrund. Bald erkennen die Brüder, dass die Wahrheit ihre abenteuerlichsten Vorstellungen übertrifft ...
Die Regisseure Justin Benson und Aaron Moorhead ("Resolution", "Spring: Love is a Monster") spielen in ihrem mystisch angehauchten Psychothriller selbst die Hauptrollen und liefern ein beunruhigendes Mindfuck-Szenario, das zum Teil an David Lynchs Werke erinnert und alle Gehirnwindungen beansprucht. Ab und an zwar etwas holprig inszeniert, fesselt das Low-Budget-Werk durchaus den Zuschauer.
Nachdem der Film bereits auf dem Fantasy Filmfest gezeigt wurde, startet er in Deutschland nur in ausgewählten Kinos und erscheint parallel bereits ab Ende August 2018 auf Blu-ray und DVD.
FAZIT:
Der neueste Film des Regieduos Benson & Moorhead wirkt nicht ganz ausgereift, steckt aber voller kreativer Ideen und lässt einen miträtseln.
