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The Elder Scrolls 4: Shivering Isles (PC)

Release:
15.09.2009
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
Take-Two Interactive

The Elder Scrolls 4: Shivering Isles

20.04.2007 10:40 Uhr
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"Die Inseln - ein wunderbarer Ort! Außer wenn es schrecklich wird. Dann sind sie schrecklich wunderbar." So spricht der Herr des Wahnsinns.

Der Wahnsinn regiert!

Die Grummits sehen recht angsteinflößend aus, gehören aber noch zu den harmloseren Gegnern im Add-on. Die Grummits sehen recht angsteinflößend aus, gehören aber noch zu den harmloseren Gegnern im Add-on. Das ist das Motto für das erste richtige Add-on zu Oblivion. Nachdem sich die Fans der Welt Tamriel bislang nur mit kleinen, kostenpflichtigen Plug-ins sowie dem kurzen Quest-Snack Knights of the Nine zufrieden geben mussten, tischt Bethesda nun üppig auf. Shivering Isles bietet eine kompakte eigenständige Spielwelt, in der sich vor allem Liebhaber guter Quests und einer vernünftigen Story wohl fühlen. Dreh- und Angelpunkt ist dabei die NPC-Figur Sheogorath, seines Zeichens Daedra-Fürst und Herr des Wahnsinns, für den Sie mal eben die Welt retten. Das kennt man ja als gestandener Rollenspielheld. Was man als deutscher Oblivion-Spieler allerdings noch nicht kennt, sind die unglaublich gut gesprochenen Dialoge der Hauptfiguren. Allen voran Fürst Sheogorath (Sprecher: Bert Franzke), bei dem man sofort nach den ersten Sätzen nur eine Schlussfolgerung im Kopf hat: Der Kerl ist durch und durch wahnsinnig. Auch die übrigen Sprecher, die man zum größten Teil schon aus dem Hauptspiel kennt, scheinen noch mal Nachhilfe genommen zu haben, denn sie wirken lebendiger und frischer. Das sorgt für eine tolle Stimmung im Spiel.

Bizarre Welten

Bei Ihrer Ankunft in der Wahnsinnswelt erwartet Sie eine fantastische Landschaft. Bei Ihrer Ankunft in der Wahnsinnswelt erwartet Sie eine fantastische Landschaft. Absolut fantastisch erscheint das Design der verrückten Inselwelt, die thematisch in die zwei Lager Mania und Dementia gespalten ist (siehe auch Extrakasten), um so die beiden Ebenen von Sheogoraths Wahnsinn widerzuspiegeln. Ständig hat man das Gefühl, sich zwischen überschäumender Lebensfreude (Mania) sowie abgrundtiefer Depression mit Todeswunsch (Dementia) zu bewegen. Atmosphärisch ganz großes Kino!

Immer diese Entscheidungen

Die Quests im Add-on ziehen in puncto Spieltiefe und Abwechslung locker am Hauptprogramm vorbei. Fast jeder Auftrag lässt sich auf unterschiedliche Art und Weise lösen: Dementia-Fürstin Syl beispielsweise wittert Verrat in ihren Reihen, den Sie aufdecken sollen. Das geht ganz klassisch, indem Sie die Bürger aushorchen und dabei Ihre Überzeugungskraft (mithilfe des kleinen Emotionsspiels aus Oblivion) einfließen lassen. Wem das zu altbacken ist, der schnappt sich stattdessen den optional verfügbaren Folterknecht Herdir, der auf Ihren Befehl hin die Befragten auf seine ganz eigene Weise "überredet".

Überhaupt geht es aufseiten Dementias recht morbide und düster zu, während Sie als Mania-Spieler ständig das Gefühl haben, auf einem schrillbunten psychedelischen Trip unterwegs zu sein. Der Kunstgriff der Entwickler, zwei völlig konträre Welten auf einer Insel miteinander zu verbinden, ist genial und untermauert die Schizophrenie Sheogoraths. Daraus ergibt sich ein viel dichteres Spielerlebnis, als es noch in Oblivion der Fall war, wo es stellenweise gelängt und gestreckt wirkte.

Das fehlende Reittier im Add-on kann man getrost verschmerzen, das bekannte Schnellreisesystem ist ohnehin viel praktischer und komfortabler. Dafür gibt es erfrischend neue Monster. Die Designer haben sich hier richtig ausgetobt. Bereits der imposante Torwächter (eine Art Riesenfrankenstein) zu Spielbeginn ist eine Augenweide und es gibt noch haufenweise skurrile Gegner: Ent-artige Knorze, Skalone, die etwas an Blizzards Naga erinnern, Grummits (Gollum mit Schwarzenegger-Muskelmasse), die insektenartigen Elytra und aus Knochen zusammengesetzte Klapperscheuchen, das sind lediglich einige Beispiele. Schade nur, dass immer noch Altlasten bestehen: Die Benutzer-oberfläche ist unverändert konsolenlastig, Übersetzungsfehler und überstehende Texte gibt es auch im Add-on zuhauf. Klarer Fall: Da sind mal wieder die Modder gefordert.

PC GAMES-
Spielspaß-Wertung:
89 %
Leserwertung
(1 Vote):
83 %
Ein herrlich abgedrehter Sheogorath
Keine Verbesserung im Interface
Fantastisches Leveldesign
Manchmal Abstürze beim Laden
Abwechslungsreiche Quests
   
Stefan Weiß
"Eine erfrischend präsentierte Story, glaubwürdige Charaktere, coole Quests - Spaß pur."
Vergessen Sie den Lückenfüller Knights of the Nine. Im Add-on Shivering Isles zeigt die Bethesda-Crew, was sie draufhat. Die Geschichte mit und rund um Sheogorath, den Herrn des Wahnsinns, ist fantastisch. Dazu gesellen sich die skurrile Level-Inszenierung, cool designte Monster und Sprecher, die den wichtigen Figuren Seele einhauchen. So macht das Rollenspiel richtig Spaß, vor allem wenn es auch noch intelligente und abwechslungsreiche Quests zu lösen gilt. Doch es gibt auch Grund zum Ärgern: Kein vernünftiger Add-on-Einstieg, Texte stehen über, Übersetzungen fehlen und die Menüs sind nicht PC-gerecht. Vertrauen die Entwickler darauf, dass es die Community wieder richtet? Obwohl der Redaktionsschluss so knapp war, dass wir nur zwölf Stunden testen konnten, die Wertung ist glasklar: Shivering Isles ist ein richtig gutes Add-on.
   
Erfahrener Benutzer
Moderation
20.04.2007 10:40 Uhr
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Dein Kommentar
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
12.04.2008 14:01 Uhr
Jeder der Oblivion schon mind. 3 mal durchgespielt hat und den Spielspass nur noch durch Mods wieder steigert ist zu diesem Add-on verpflichtet !
mfg Monta