Gigantische Rollenspielwelt, in der Sie sich frei bewegen.
Morrowind
Cliff Racer treffen Sie vorzugsweise in ungastlichen, bergigen Regionen die Viecher werden auf Dauer zu echten Nervensägen.
ist das erste Rollenspiel, das Sie auf keine Weise einschränkt. Zu Beginn werden Sie in die Freiheit entlassen und das sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinn. Sie starten auf einem Gefangenenschiff vor der Küste des Dunkelelfen-Kontinents Morrowind. Ihre Freilassung erfolgt auf persönlichen Befehl des Imperators warum der sich überhaupt mit Ihnen beschäftigt, ist zunächst noch unklar. Eine epische Hymne, die ohne Probleme in den Soundtrack der Herr der Ringe-Verfilmung passen würde, schallt aus den Boxen, während Sie über das Deck geführt werden. Die erste Wache möchte Ihren Namen wissen. Sein Kollege fragt nach Ihrer Herkunft und lässt Sie auf diese Weise spielerisch die gewünschte Rasse einstellen. Zehn davon stehen zur Auswahl die katzenartigen Kahjit geben beispielsweise prima Diebe ab, die echsenähnlichen Argonier machen sich als Magier gut und Orks sind in Sachen Nahkampf unschlagbar. Weiter geht es über einen kleinen Steg in das örtliche Wachhaus. Die letzten Schritte vor dem eigentlichen Spielstart betreffen die Klasse Ihres Charakters. Entweder Sie wählen aus einer umfangreichen Liste von möglichen Berufen aus, beantworten eine Reihe von Fragen und lassen anhand Ihrer Antworten die für Sie passende Klasse ”berechnen" oder Sie erstellen gleich eine eigene Profession. Dazu bedienen Sie sich der 27 im Spiel enthaltenen Fähigkeiten. Je fünf davon bilden Ihre primären und sekundären Fertigkeiten, der Rest läuft unter ”ferner liefen". Wollen Sie also einen Paladin spielen, dann bieten sich Fähigkeiten wie Lange Klingen, Schwere Rüstungen und vielleicht noch Wortgewandtheit an. Theoretisch können Sie 480 Milliarden verschiedene Charakterklassen erschaffen und spielen. Wenn da nicht für jeden Geschmack etwas dabei ist ...
In der Welt von Morrowind angekommen, wird schnell deutlich, wie groß die spielerischen Freiheiten wirklich sind. Sie könnten beispielsweise der Diebesgilde beitreten und sich dort die ersten Sporen verdienen. Oder Sie werden Mitglied in der Kämpfer-Genossenschaft und verdienen sich mit kleineren Aufträgen ein paar Goldstücke. Oder Sie wandern erst mal in den nächstbesten Dungeon und verhauen ein paar Monster. Oder ... Grenzen sind Ihnen in Morrowind nur durch Ihre eigene Fantasie gesetzt. Ein Beispiel: Sie werden ziemlich schnell feststellen, dass Ihr Charakter nicht Haus und Hof mit sich rumschleppen kann, und nach einem Ort suchen, um die überschüssigen Gegenstände sicher zu verstauen. Natürlich könnten Sie die verlassene Hütte am Strand nehmen, aber wer will schon so stillos hausen? Also gehen Sie los, ziehen in einem unbeobachteten Moment einem wohlhabenden Hausbewohner eins über den Schädel und haben von da an eine feste Bleibe. Generell gilt: Wenn es keine Zeugen gibt, ist es auch nicht passiert.
Alle Quests in Morrowind sind handgemacht und das wirkt nach dem Zufalls-Fiasko von Daggerfall wie eine Erlösung. So schickt Sie die Magier-Gilde auf die Suche nach seltenen Reagenzien, die Diebes-Gilde hätte gerne ein paar sündhaft teure Artefakte und schert sich herzlich wenig um die legalen Eigentumsverhältnisse und die Assassinen-Vereinigung hat bestimmt auch ein paar ”spezielle" Aufträge für Sie. Theoretisch können Sie jeder Gilde beitreten und das klappt zu Beginn auch blendend später kommen sich einige Fraktionen allerdings gehörig in die Quere. Die Kämpfer-Gilde ist beispielsweise ein ziemlich korrupter Haufen und hat sich mit der örtlichen Mafia verbündet was wiederum den Dieben überhaupt nicht in den Kram passt.
Gesteuert wird Ihr Einzelkämpfer im Ego-Shooter-Stil. Die linke Maustaste löst einen Angriff mit der ausgewählten Waffe aus, die rechte öffnet das Menü mit allen wichtigen Bildschirmen wie Automapping und Inventar, bewegt wird Ihr Held mit der Tastatur. Das Ganze ist zwar für eingefleischte Rollenspieler gewöhnungsbedürftig, geht aber nach einer kurzen Eingewöhnungsphase erstaunlich flott von der Hand.
Grafisch ist Morrowind ein zweischneidiges Schwert. Tolle Charaktermodelle beißen sich mit abgehackten Animationen. Grandiose Wassereffekte lassen die abrupten Übergänge zum Land noch unrealistischer wirken. Malerische Sonnenaufgänge und herrliche Wettereffekte täuschen nicht immer darüber hinweg, dass die Landschaft ansonsten recht eintönig ist. Besser macht es die Akustik: Neben der genialen Musik-Untermalung sorgen sowohl die professionelle Sprachausgabe als auch die realistischen Sound-Effekte für mächtig Atmosphäre.
Wie sich Morrowind genau spielt, ist schwierig vorherzusagen es kommt ganz darauf an, wie Sie es spielen wollen. Und da liegt auch der Hund begraben: Wer sich auf Morrowind nicht einlassen kann, der wird keine Freude daran haben. Sich einlassen, das bedeutet in diesem Zusammenhang den Willen, auch mal ein zwanzigseitiges Buch über die sehr interessante Geschichte des Landes zu lesen, die Lust, wegen eines kleinen Hinweises einen Landstrich zu erforschen, die Neugier, einen Sub-Plot (wie den im Spiel eingebauten Vampirismus) über Tage hinweg zu verfolgen.


Na endlich, und ich dachte schon ich wär der einzige der nen guten Geschmack hat
wer dieses spiel nicht genial findet hats noch nicht gespielt. basta.
hör ich da widerrede? he? dann is ja gut.
Aber er hat schon recht: Die Steuerung der Kämpfe (Nahkampf mit Waffen i.A.) ist bei Gothic sehr viel besser gelöst worden, als bei Morrowind. Bei Morrowind ist es leider nur ein systemlosen Gekloppe auf Gegner und wildes Geklicke auf der Mouse (fast schon Diablo-kompatibel!).
Also ich weiß nicht, ich hab beide mittlerweile recht ausgiebig gespielt. Die Steurerung ist doch ziemlich gleich!
Es lohnt sich trotzdem!!
1.Ihr habt vergessen,dass das Tagebuch bei Morrowind grottenschlecht gemacht ist.Bei BG2 hat das Tagebuch von sich aus Zusammenfassungen hingeschrieben und man konnte sich schnell wieder in den Quest einlesen.Bei Morrowind soll der ganze Dialog gespeichert sein.Viel Spass beim Lesen!
Wenn man sich daran gewöhnt hat, hat es sogar Vorteile, z.B. gegenüber Neverwinter Nights. Wenn du einen Eintrag zu einer bestimmten Person sucht findest du ihn bei Morrowind wesentlich schneller und durch die Verlinkung bist du auch direkt über zugehörige Quests im Bilde!!
2.Ihr habt vergessen,dass das Dialogsystem unrealistisch ist.Dazu hat freenet geschrieben,dass die NPCs sich meine Handlungen nicht merken können und nicht dementsprechend auf mich reagieren.
Ist wirklich blöd, bei anderen Games aber genau so, auch NWN (Welches ich hier als aktuelles Programm der BG-Macher und als geniales Game mal als Referenz nehme.)!!
3.Soll die Steuerung und der Kampf im Verhältnis zu Gothic schlechter sein.Was dabei schlechter sein soll,habe ich vergessen.Steh auch unter www.frennet.de/games .
Nun, hierzu möchte ich gerne mal wieder Dieter Nuhr zitieren: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."
Soll heißen, teste es lieber selber bevor du solche Kommentare abgibst. Ich finde die Steuerung völlig in Ordnung. Wie soll man sonst ein Spiel aus der Ego-Perspektive steuern?? Ich finde es z.B. gut, dass ich selbst meinen Angriffs-Stil wählen kann (auch wenn's spieltechnisch wenig Sinn macht und die Automatik völlig aureichend ist)!
In diesem Sinne, spiel's mal selbst an und mach dir ein eigenes Bild!!
Eine lange Spieldauer mit langer Motivation sollte ja nun wirklich kein Spiel abwerten!!
Dragonlord