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  • The Division: Untergrund-DLC angespielt - der Zufall macht's
    Quelle: Ubisoft

    The Division: Untergrund-DLC gespielt - der Zufallsfaktor macht's

    Mit Untergrund ist der erste kostenpflichtige DLC für The Division für PC und Xbox One erschienen. Wir sind für einige Stunden in das verzweigte U-Bahn-System Manhattans hinabgestiegen - und hatten unseren Spaß. Zufallsgenerierte Levelareale, neue Fallen und besserer Loot machen das Grinding angenehmer. Und der neue Übergriff Drachenhort fordert Gruppen auf hohem Niveau. Doch wer als Solospieler nach einer packenden Story sucht, wird mit Untergrund nicht fündig.

    Gut drei Monate ist der Verkaufsstart von The Division nun her. Spaßige Ballereien von Deckung zu Deckung, ein mit Liebe zum Detail gestalteter Schauplatz und nicht zuletzt die packende Endzeit-Atmosphäre ließen Spieler jubeln. Doch die anfängliche Euphorie verflog schnell angesichts Unmengen an Bugs, Exploits und Cheatern. Die womöglich größte Spaßbremse war jedoch das Fehlen attraktiver Endgame-Inhalte. Alle Story-Missionen gemeistert und Maximalstufe 30 erreicht, beginnt ein stumpfes Grinding in immer gleichen Missionen und mit der Aussicht auf langweiligen Loot. Infolgedessen überrascht es kaum, dass sich Spieler irgendwann nach Alternativen umschauen.

    Wohin also geht die Reise mit The Division? Waren die ersten Content-Updates inklusive der beiden Übergriffe "Falcon verloren" und "Klarer Himmel" eher kleine Appetitanreger, folgt mit Untergrund nun der erste Bezahl-DLC für PC und Xbox One. An der dürftigen Hintergrundgeschichte ändert die Erweiterung wenig, dafür wird die Jagd nach Ausrüstung dank zufallsgenerierter Levelareale spaßiger denn je. Nachdem wir einige Stunden im Untergrund Manhattans verbracht haben, festigte sich der Eindruck, dass Ubisoft Massive den richtigen Kurs eingeschlagen hat. Doch wirklich uneingeschränkt empfehlenswert ist der Zusatzinhalt nicht.

    09:39
    The Division: Video-Fazit zum Untergrund-DLC
    Spielecover zu The Division
    The Division
    01:58
    The Division: Launch-Trailer zum Untergrund-DLC
    Spielecover zu The Division
    The Division

    Bierdeckel-Story

          

    Die Story im Untergrund-DLC fängt recht viel versprechend an, flacht dann aber ab. Die Story im Untergrund-DLC fängt recht viel versprechend an, flacht dann aber ab. Quelle: PC Games Nach erfolgter Installation und dem Einklinken ins Spiel wird in Manhattan eine neue Story-Mission verfügbar. Der Auftakt beginnt recht viel versprechend: Ein Sprengsatz geht in einem Quarantänezentrum vor unseren Augen hoch. Während die Alarmsirenen umstehender Wagen heulen, strömen Menschen in Flammen aus dem brennenden Gebäude. Kurz darauf geraten wir in einen Hinterhalt der Rikers und werden in ein spannendes Gefecht verwickelt. Ein vom Bandenchef erbeutetes Mobiltelefon gibt Aufschluss über den Aufenthaltsort der Angreifer. Jene haben sich im verzweigten U-Bahn-System unterhalb Manhattans verschanzt und schmieden dort unten Pläne, New York zurückzuerobern.

    Untergrund-DLC zusammengefasst
    • neue Story
    • neues Social Hub im Untergrund
    • Untergrund-Missionen
    • 4 exklusive Ausrüstungs-Sets
    • neue Waffen und Blaupausen
    • Übergriff "Drachenhort"
    • Einzelpreis: 14,99 Euro
    Nach der oben skizzierten Einführungsmission und dem ersten Job im Untergrund, bei dem wir eine Disco-Party (!) sprengen, passiert aber lange Zeit überhaupt nichts. Paul Rhodes schickt uns von der neuen Taktischen Operationszentrale im Untergrund aus, Daten über Feindbewegungen im U-Bahn-System zu sammeln. Will heißen: Wir säubern die Schächte über viele Stunden hinweg von Plünderern, Cleanern, Rikern und Soldaten des Last Man Battalion ohne das sich die Story in irgendeine nennenswerte Richtung entwickelt. Zwischensequenzen oder geskriptete Events, wie oben beschrieben, sind rar. Was sich abgespielt hat, erfahren wir größtenteils über Funksprüche mit bereits bekannten Charakteren und über neue Audio-Logbücher, die sich im Untergrund befinden. Für Story-versierte Spieler ist das womöglich eine Enttäuschung. Hoffentlich bietet der zweite DLC "Überleben" in der Hinsicht mehr.

    Baukasten für die Wunschmission

          

    Erzählerisch kocht Ubisoft Massive zwar nach wie vor auf Sparflamme, die Qualitäten der Untergrund-Erweiterung liegen jedoch ohnehin an anderer Stelle. Und die finden sich vor allem in den zufallsgenerierten Levelarealen. Von der neuen Operationszentrale unterhalb Manhattans konfigurieren zunächst unsere Wunschmission. Der Gruppenleiter legt vor Beginn den Schwierigkeitsgrad fest und entscheidet sich anschließend für eine der drei verfügbaren Operationsphasen. Die letzten beiden müssen zuvor aber noch freigespielt werden. Ob wir eine 1-Phase-, 2-Phasen oder 3-Phasen-Operation spielen, beeinflusst die Anzahl der Einsatzziele und damit die voraussichtliche Spiellänge der Mission.

    Zu guter Letzt können auf Wunsch sogenannte Direktiven für den jeweiligen Einsatz zugeschaltet werden. Das sind spezielle Modifikatoren, die unsere Einsätze im Untergrund einen Tick schwerer machen. So können wir etwa die Munition künstlich beschränken, die Minikarte und Gegnermarkierungen ausblenden und dafür sorgen, dass unser Agent während der gesamten Einsatzdauer kontinuierlich Lebenspunkte verliert. Bis zu fünf solche Direktiven können wir gleichzeitig aktiv haben. Allerdings müssen wir uns diese erst einmal mühevoll verdienen. Schade eigentlich, bringen die Modifikatoren doch Frische und zwingen uns in vielen Situationen dazu mal andere Talente und Ausrüstung miteinander zu kombinieren!

    Sich das Leben schwerer zu machen, verkommt nicht zum Selbstzweck. Wenn wir auf höheren Schwierigkeitsgraden spielen, die Einsatzdauer erhöhen und Direktiven aktivieren, fallen die Belohnungen im Untergrund auch hochwertiger aus. Obendrein wandern mehr Erfahrungspunkte auf unser Konto. Ubisoft Massive hebt die maximale Charakterstufe von 30 in der Erweiterung zwar nicht an, allerdings gibt's mit dem Untergrund-Level nun eine neue Rangleiter, in der wir uns hocharbeiten. Jener Level beeinflusst den Story-Fortschritt, die uns zur Verfügung stehenden Operationsphasen und Direktiven sowie die Ausrüstung, die wir von einem neuen Untergrund-Händler erwerben können.
    Atmosphärisch: Entgegen unserer Befürchtung ist der U-Bahn-Schauplatz nicht trist geraten - auch dank der stimmigen Beleuchtung. Atmosphärisch: Entgegen unserer Befürchtung ist der U-Bahn-Schauplatz nicht trist geraten - auch dank der stimmigen Beleuchtung. Quelle: PC Games

    Der Zufall regiert

          

    Nachdem wir die Voreinstellungen getroffen haben, steigen wir wahlweise allein oder mit einer Gruppe in einen U-Bahn-Zug und werden daraufhin zum Einsatzort beordert. Welches Missionsziel uns vor Ort erwartet, darauf haben wir keinen Einfluss. Mal müssen wir unter Zeitdruck einen gefährlichen Fraktionsführer eliminieren, ehe er sich aus dem Staub macht. Ein anderes Mal gilt es, Generatoren anzuwerfen und anschließend zu verteidigen. Oder wir zerstören Vorratslager, suchen vermisste JFT-Patrouillen oder beschaffen Daten, in dem wir abgemurksten Feinden ihre Smartphones abnehmen. Sonderlich innovativ ist keines der Einsatzziele und Köpfchen müssen wir auch nicht beweisen - in der Regel laufen wir einfach von Punkt A nach B.

    Die U-Bahn-Levelsysteme im neuen The-Division-DLC werden vor Missionsbeginn per Zufall generiert. Die U-Bahn-Levelsysteme im neuen The-Division-DLC werden vor Missionsbeginn per Zufall generiert. Quelle: PC Games Dass die Operationen dennoch Spaß machen, liegt am eigentlichen Weg zum Ziel. Denn nicht nur die Einsatzziele variieren, sondern auch die Levelareale. Die Schauplätze unterhalb Manhattans werden nämlich prozedural aus Versatzstücken generiert. Ähnlich wie in den Chalice Dungeons aus Bloodborne oder den Snapmaps in Doom setzt The Division automatisch Raum für Raum aus einem Pool von Vorlagen zusammen. Nach mehreren Stunden im Untergrund haben wir gefühlt zwar alle Kombinationen gesehen, unterm Strich sorgt der Zufallsfaktor aber für insgesamt mehr Abwechslung und nimmt dem Grinding-Prozess ein wenig die Monotonie. Für frischen Wind sorgen außerdem die neuen Herausforderungen.

    Störsender wie hier machen die Gefechte einen Tick fordernder. Solange das Gerät aktiv ist, wird der Cooldown unserer Fertigkeiten blockiert. Störsender wie hier machen die Gefechte einen Tick fordernder. Solange das Gerät aktiv ist, wird der Cooldown unserer Fertigkeiten blockiert. Quelle: PC Games Im Untergrund-DLC ballern wir im Prinzip zwar die gleichen Gegnertypen wie schon im Hauptspiel über den Haufen. Diese haben sich allerdings neues Spielzeug angeschafft, etwa einen Transmitter, der in einem großen Gebiet die Aufladezeit unserer Fertigkeiten blockiert und das Interace stört. Außerdem setzten Cleanern, Rikern und Konsorten nun Alarmanlagen ein. Schalten wir diese nicht aus, strömen immer wieder aus allen Himmelsrichtungen Gegner in die Arenen. Weniger gelungen sind hingegen die Umgebungsgefahren. Elektrodrähte auf dem Boden, die uns bei Kontakt kurzzeitig lähmen oder Brände sind in der Regel keine Gefahr, weil sie sich meist an Stellen ohne Gegneraufkommen befinden oder sich einfach umgehen lassen. Und in den mit Nebel verhüllten Räumen ist die Sichtweite dennoch großzügig bemessen, sodass taktische Änderungen zumindest auf den ersten beiden Schwierigkeitsgraden nicht notwendig sind.

    Looten und sterben

          

    Bessere Beute: Aus jedem Untergrund-Einsatz kommen wir garantiert mit einem Highend-Gegenstand zurück. Auch Set-Items droppen hier. Bessere Beute: Aus jedem Untergrund-Einsatz kommen wir garantiert mit einem Highend-Gegenstand zurück. Auch Set-Items droppen hier. Quelle: PC Games Worauf bei Operationen im Untergrund Verlass ist: Am Ende wartet eine Beutetruhe, die einen garantierten Highend-Gegenstand ausspuckt. The Division geizt spätestens seit Update 1.3 nicht mehr mit Loot und wer den Untergrund-DLC fleißig spielt, häuft schnell viele Sammlerstücke an. Bei unseren Probepartien haben wir etwa Ausrüstungs-Sets erbeutet, die es zuvor ausschließlich im Übergriff "Falcon verloren" zu holen gab. Obendrein hat Ubisoft Massive neue Waffen in The Division eingeführt, etwa das G36-Sturmgewehr, das nicht nur für unseren Geschmack etwas zu stark ist. Dass es für Inhaber der Erweiterung gleich vier neue Gear-Sets gibt, motiviert zusätzlich zum Weiterspielen.

    Wer indes mit Grind-Mechaniken überhaupt nichts anfangen kann, den werden wohl auch die oben angeführten Neuerungen wenig begeistern. Auch reine Solo-Spieler dürften mit Untergrund auf Dauer nicht viel Freude haben, dafür werden die Missionen in Ermangelung einer packenden Story irgendwann zu einnötig. Außerdem sind die Gefechte allein schwieriger. Obwohl das Feindaufkommen mit der Anzahl der Spieler mitskaliert, werden Solisten benachteilgt. Denn wer allein während eines Einsatzes stirbt, erwacht in der Operationszentrale zum Leben und verliert damit praktisch den kompletten Missionsfortschritt. In der Gruppe kann man hingegen noch auf eine Wiederbelebung durch einen anderen Teamkameraden hoffen.

    Der Drache erwacht

          

    Apocalypse now! Der Kampf gegen die vier 'apokalyptischen Reiter' ist einer der Höhepunkt im neuen Drachenhort-Übergriff. Apocalypse now! Der Kampf gegen die vier "apokalyptischen Reiter" ist einer der Höhepunkt im neuen Drachenhort-Übergriff. Quelle: PC Games Neben den neuen Einsätzen im Untergrund bietet der neue DLC mit "Drachenhort" einen brandneuen Übergriff. Wie schon Falcon verloren und Klarer Himmel richtet sich besagte Mission an erfahrene Gruppen. Angesiedelt in einem Transit-Terminal am Hafen von Hell's Kitchen, gilt es die Region von Cleanern zu säubern. Drachenhort bietet weit mehr Abwechslung als etwa das vielerorts kritisierte Übergriff Falcon verloren. Schon die Anfangsszene könnte für unerfahrene Spieler happig sein: Wir sprengen ein Tor auf, infolgedessen strömen Elite-Cleaner mit Flammenwerfern heraus. Mangels Deckungsmöglichkeit muss die Gruppe zwingend das Feuer bündeln, um nicht in die Sackgasse gedrängt zu werden. Zusätzlich stören Techniker, die zielsuchende Miniaturwagen losschicken, die bei Kontakt in Flammen aufgehen.

    Haben wir den Kampf überstanden, folgt auf einem Dach eine Auseinandersetzung mit gleich vier Bossen, die nach den apokalyptischen Reitern benannt wurden. Im großen Finale stehen wir schließlich einem Feuerwehrwagen mit Mörser-Aufsatz gegenüber, den wir nur zerstören können, wenn wir ein schweres Gewicht langsam mit einem Kran bewegen. Da die Arena zeitweise komplett in Flammen steht, ist die Aufgabe fordernd. Vom Umfang und der Komplexität der Raids in Destiny ist Drachenhort zwar noch entfernt, allerdings nähert sich Ubisoft Massive dem augenscheinlichen Vorbild so langsam an - prima! Schade nur, dass es abseits des Übergriffs sonst nichts Spannendes in Manhattan zu entdecken gibt. Die mit Liebe zum Detail nachgebaute Metropole New York bleibt auch nach Release des Untergrund-DLC weitgehend eine leere Kulisse. Hieran knüpfen dann hoffentlich die nächsten beiden Erweiterungen an.

    Meinung

          
    02:43
    The Division: Erster Trailer zum zweiten DLC "Überleben"
    Spielecover zu The Division
    The Division
    • Es gibt 7 Kommentare zum Artikel

      • Von HowdyM Erfahrener Benutzer
        Welche schönen Waffen hast du ausserhalb der Boxen auf "schwer" denn bekommen? Da droppt nur 182er Gear, dass man schon hat oder angesichts der Kisten nicht braucht. Und die Kiste.....sorry....11 Kisten....einmal Knieschoner 268 (schön), einmal 223er Sniper....ok...und sage und schreibe 9!!! G36.....
      • Von Cicero Erfahrener Benutzer
        Naja, außer "Levelareale werden zufallsgeneriert" sehe ich in diesem DLC keine Neuerung, die es wert wäre, mal wieder TD zu spielen. Grinden, grinde, grinden, keine Story und immer die gleiche Ballerei gegen immer die gleichen Gegner. Und warum sollte ich eine Option aktivieren, bei der mein Charakter dauerhaft Lebenspunkte verliert?!?!?

        Schade eigentlich, denn das Spiel hätte vom Setting Potential gehabt.
        55
      • Von USA911 Erfahrener Benutzer
        Also wieder ein Beispiel, wo ein eigentliches Spiel erst komplett wird, wenn man sich die DLC kauft und dann auch nur für Multiplayer.

        Traurig, das diese Teilspielepolitik sich immer mehr durchsetzt. Aber zum Glück gibt es janoch Spiele die für den Spieler und nicht ausschließlich fürs Geld generieren gemacht werden wie "The Whitcher"

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The Division
The Division: Untergrund-DLC gespielt - der Zufallsfaktor macht's
Mit Untergrund ist der erste kostenpflichtige DLC für The Division für PC und Xbox One erschienen. Wir sind für einige Stunden in das verzweigte U-Bahn-System Manhattans hinabgestiegen - und hatten unseren Spaß. Zufallsgenerierte Levelareale, neue Fallen und besserer Loot machen das Grinding angenehmer. Und der neue Übergriff Drachenhort fordert Gruppen auf hohem Niveau. Doch wer als Solospieler nach einer packenden Story sucht, wird mit Untergrund nicht fündig.
http://www.pcgames.de/The-Division-Spiel-37399/Specials/Untergrund-DLC-Gameplay-Eindruecke-1200132/
30.06.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2016/06/divison-pc-games_b2teaser_169.jpg
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