The Crew im Test - PC-Version, Fazit und finale Wertung
Der Online-Racer The Crew glänzt mit einer riesigen Spielwelt, dagegen sorgen jedoch technische Unzulänglichkeiten und eine nur halbgare Fahrphysik für reichlich Frust. Wir haben haben The Crew gut 10 Tage lange intensiv im Test gehabt - mit PS4-Testvideo!
Beinahe alle Story-Missionen dürfen auf Wunsch auch mit Hilfe eurer Crew bewältigt werden. Dabei können sich bis zu vier Spieler zu einem Team zusammenschließen, um das Spiel gemeinsam zu erleben. Das Koop-Feature funktioniert problemlos und ermöglicht es, sogenannte Schnell-Koop-Anfragen an alle Spieler zu schicken, die sich derzeit online befinden. Das Zocken von The Crew ist allerdings ohne Internet-Anschluss und Verbindung zur Serverstruktur des Spiels nicht möglich. Eigentlich schade, denn die Story-Missionen lassen sich auch problemlos alleine und ohne die Hilfe eurer Crew bewältigen. So wirkt das "Crew"-Element ziemlich aufgesetzt.
Oftmals finden sich gar keine Mitspieler ein, die nach einer Schnell-Koop-Anfrage an eurer aktuellen Story-Mission teilnehmen wollen. Im Gegenzug haben auch wir viele Anfragen anderer Spieler abgelehnt, da wir die betreffenden Missionen bereits abgeschlossen hatten. So richtig als Crew gemeinsam das Spiel erleben, funktioniert nur dann, wenn sich alle Mitglieder der Crew ungefähr auf der gleichen Fahrerstufe befinden und sich die einzelnen Story-Fortschritte der Teilnehmer nicht groß voneinander unterscheiden. Nachdem es in den ersten Tagen nach dem Release von The Crew noch zahllose Verbindungsabbrüche zu vermelden gab, lief das Spiel eine Woche nach der Veröffentlichung einigermaßen stabil. Leider änderte sich die Situation schlagartig, denn seit dem 9. Dezember sind die "The Crew"-Dienste auf der PS4 nicht erreichbar. Offenbar kämpfen die Entwickler immer noch mit einigen tiefgreifenden Problemen innerhalb des Netzwerkcodes.
Übrigens haben wir auch mal ausprobiert, wie sich das Spiel verhält, wenn man einfach das LAN-Kabel abzieht. Kurz darauf quittierte eine Fehlermeldung die fehlende Online-Verbindung und wir landeten im Titelscreen von The Crew. Der Start des Spiels wird ohne Online-Anbindung also komplett unterbunden, lediglich das Intro kann angeschaut werden.
The Crew im Video-Review
Auf der Karte verbergen sich auch einige PvP-Lobbys, in denen ihr euch für Rennen gegen menschliche Mitspieler anmelden dürft. Die Multiplayer-Matches funktionieren gut und machen durchaus Spaß. Allerdings gibt es auch bei The Crew ein Problem, mit dem fast alle Online-Rennspiele zu kämpfen haben: Menschliche Gegner verhalten sich in der Regel wesentlich gemeiner wie KI-Fahrer. So wird man innerhalb von PvP-Matches ohne Rücksicht auf Verluste gerammt und von der Strecke geschoben. Ein Bestrafungssystem für rüde Fahrweise gibt es nicht. Neben den Story-Events und den PvP-Lobbys enthält das Spiel eine Menge Nebenbeschäftigung: Diese "Nebenquests" sind auf der Karte anhand von türkisfarbenen Dreiecken markiert. In der Spielwelt ist der Start einer Bonusaufgabe durch eine Art Tor gekennzeichnet, das ihr lediglich durchfahren müsst, um eine Herausforderung zu starten. Unter anderem gibt es Sprungtests, Tempotests, Präzisionstests, Slalomtests, und Beutetests.
In diesem Artikel
Beim letzten Aufgabentyp müsst ihr möglichst flink eine Reihe von Symbolen einsammeln. Schließt ihr Bonusaufgaben mit einem guten Endresultat ab, winken Medaillen und ihr bekommt zusätzliche Tuning-Teile geschenkt. Dank einer komfortablen Einbaufunktion, könnt ihr gewonnene Tuning-Teile direkt nach einer abgeschlossenen Herausforderung am Wagen anbringen, ohne extra eine Werkstatt oder das Hauptquartier aufsuchen zu müssen. Genauso einfach funktioniert das Wechseln eures aktuellen Fahrzeugs, was sogar mitten in der Pampa über eine Art Handy-Menü bewerkstelligt werden kann: Kurz nach der Auswahl eines Autos aus eurem Fuhrpark, sitzt ihr auch schon im gewählten Wagen und dürft weiter die USA erkunden. Hier punktet der Titel, denn wie vorhin bereits erwähnt, gibt es kein vergleichbares Rennspiel auf dem Markt, das mit solch einer gewaltigen Spielwelt aufwartet!
Fazit zur PC-Version
Die PC-Version von The Crew hinterlässt einen besseren Eindruck als die Konsolen-Fassungen. Selbst auf einem mittelmäßigen PC läuft The Crew flüssiger als auf der PS4 oder der Xbox One. Dank Anti-Aliasing wird das unschöne Kantenflimmern der Konsolen-Versionen auf ein Minimum reduziert, PC-Spieler erhalten demnach systemübergreifend das beste "The Crew"-Erlebnis. Auf unseren Testrechnern erreichten wir auf Ultra-Einstellungen eine Bildwiederholrate von 60 Frames pro Sekunde (mehr sind aufgrund eines eingebauten Limits nicht möglich). Den einen oder anderen Ruckler und gelegentliche Pop-Ups müssen jedoch auch PC-Fans hinnehmen. Darüber hinaus fehlen leider bei Cockpit-Perspektive die Reflexionen in den Rück- und Seitenspiegeln - nicht gerade zeitgemäß! Dafür gibt es hübsche Lichteffekte zu bestaunen und der dynamische Tag- und Nachtwechsel hat uns ebenfalls gefallen.
Aktuell bestehen bei der PS4-Version Probleme beim Einloggen auf den "The Crew"-Server. Netzwerkfehler dieser Art gab es auf dem PC nur in der ersten Woche nach dem Release zu vermelden, in den letzten Tagen lief die PC-Serverstruktur aber stabil und ohne Verbindungsabbrüche. Spielerisch unterscheidet sich die PC-Version natürlich nicht von ihren Konsolen-Brüdern, demnach müsst ihr eine schlecht kaschierte Gummiband-KI und teilweise extrem gescriptete Story-Missionen hinnehmen. Wer mehrere Systeme besitzt und unbedingt ein neues Rennspiel zocken will, der sollte auf jeden Fall zur PC-Version von The Crew greifen! Wie sich das Spiel im Einzelnen auf unterschiedlichen Grafikkarten schlägt, könnt ihr in den detaillierten Benchmarks unserer Kollegen der PC Games Hardware nachlesen.

yay, the crew gibt's geschenkt!
Hast du noch weitere Vorhersagen für die Zukunft?
Des Weiteren muss PC Games die Konsolenversionen schlechter bewerten, da die PC Games mit PC Spielen sein Geld verdient.
In einigen Jahren wird der PC keine Rolle mehr spielen bei den Spielen