The Book of Unwritten Tales (PC)

Release:
02.04.2009
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
k.A.

The Book of Unwritten Tales-Test: Der Adventure-Hit aus Deutschland

09.04.2009 13:03 Uhr
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Neu
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The Book of Unwritten Tales im PC-Games-Test: Herz, Humor und tolle Atmosphäre - mehr braucht es nicht zur Referenz.

Im vierten Kapitel trifft Nate auf eine Bande lässiger Zombies - witzige Figuren. Da auch die Rätsel, die Gags und die Stimmung hier wieder begeistern, gehört dieser Part zu den besten des Spiels. Im vierten Kapitel trifft Nate auf eine Bande lässiger Zombies - witzige Figuren. Da auch die Rätsel, die Gags und die Stimmung hier wieder begeistern, gehört dieser Part zu den besten des Spiels. [Quelle: Siehe Bildergalerie] The Book of Unwritten Tales Test >>> Unbestritten ist, dass fast alle guten Adventures heutzutage aus Deutschland stammen (u.a. Ceville). Bislang unbekannt war jedoch, welche Qualität diese Spiele annehmen können. King Art, ein Studio aus Bremen, liefert den Beweis: The Book of Unwritten Tales ist eine Zierde des Genres.

Klassisch-gut folgt das Spiel dem bekannten Schema traditioneller Point-and-Klick-Adventures. Es beginnt mit dem einfältigen Gnom Wilbur, der durch Zufall in den Besitz eines magischen Ringes gerät. Sein Auftrag lautet, das Schmuckstück einem mächtigen Zauberer zu überbringen. Der kleine Kerl macht sich also auf die Socken - und stolpert während seines Abenteuers über die Waldelfe Ivo, den Schatzjäger Nate und ein lila bezotteltes Wesen, kurz "Das Vieh" genannt.

Nate muss zahllose Kupferkessel schmieden, um seinen Level zu steigern - eine gelungene Anspielung auf die scheinbar künstliche Spielzeitstreckung, wie man sie aus einigen Computerspielen kennt. Nate muss zahllose Kupferkessel schmieden, um seinen Level zu steigern - eine gelungene Anspielung auf die scheinbar künstliche Spielzeitstreckung, wie man sie aus einigen Computerspielen kennt. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Alle vier Helden sind im Laufe der Handlung spielbar, teilweise auch gleichzeitig. Besonders der hinreißend gutherzige Wilbur und der süffisante Nate sind sorgfältig ausgearbeitete, sympathische Charaktere. Ivo wirkt dagegen etwas blass, während das lustig vor sich hin gluckernde Vieh von den Autoren regelrecht mißachtet wird: es ist nur in einem kurzen Abschnitt spielbar und sonst kaum zu sehen. Das fällt besonders deshalb auf, weil praktisch alle Nebencharaktere dafür mit viel Fantasie erschaffen wurden. Man trifft etwa auf heldenhafte Raub-Ratten, auf den leibhaftigen und furchtbar frustrierten Tod oder auf einen drogensüchtigen Tauren-Schamanen. Sie alle sind tolle Figuren, an die man sich noch lächelnd erinnert, wenn der Abspann bereits durchgelaufen ist - ein dickes Lob! Unverständlich allerdings, warum ausgerechnet die Bösewichter in der Geschichte so harmlos und geradezu austauschbar daherkommen. Ein solches Spiel hätte einen kultigen Schurken der Sorte LeChuck verdient!

Wilbur muss viele Hürden meistern, um seinen magischen Ring bis zum Erzmagier zu bringen - und dann geht sein Abenteuer erst richtig los! Wilbur muss viele Hürden meistern, um seinen magischen Ring bis zum Erzmagier zu bringen - und dann geht sein Abenteuer erst richtig los! [Quelle: Siehe Bildergalerie] Auf die Wertung drückt auch der Umstand, dass die Handlung zwar vielversprechend beginnt, dafür aber nach zwei grandiosen Kapiteln etwas schwächelt - das fünfte und letzte Kapitel mündet gar in ein leicht unbefriedigendes, weil zu abruptes Finale. Doch das ist zu verschmerzen, bedenkt man die für ein Adventure enorme Spielzeit von gut 16 Stunden.

Die Gags sind ein Highlight des Spiels: Obwohl The Book of Unwritten Tales einen eigenständigen, durchweg netten Humor besitzt, liefert es auch reichlich parodistische Seitenhiebe auf Spiele und Filme. Ein beliebtes "Opfer" der Gag-Schreiber: World of Warcraft. Es werden Zoten über künstliche Spielzeitstreckung und Rollenspiel-Klischees gerissen, Charakterklassen wie Krieger, Schamanen oder Paladine veräppelt, und natürlich bekommen auch die Spieler selbst ihr Fett weg. Das Ganze hat aber auch einen Nachteil: Solche Insider-Witze sind zwar nie platt oder gar verletzend, könnten sich aber denjenigen verschließen, die Spiele wie World of Warcraft bislang nur aus Erzählungen kennen.

Print-Redakteur
Moderation
09.04.2009 13:03 Uhr
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Dein Kommentar
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Bewertung: 0
14.05.2009 12:47 Uhr
Blödsinn von wegen nichts für alte und seinen Hirnschmalz solltet anstrengen, denn klappt das auch mit der Rollenspielmaschine. Endlich mal wieder etwas was nicht auf dem erstn Blick zu lösen ist.
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
26.04.2009 09:47 Uhr
Ich muss ja sagen das ich das Spiel absolut super finde.
Ich habe WOW zum Beispiel mal für 10 Tage umsonst anngetestet,konnte mit dem Prinzip der Geldmachereri seitens der Hersteller nichts anfangen und verstehe dadruch auch alle Anspielungen.Der Nacktmull-Schutz buff sollte auch bei WOW eingeführt werden…
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
12.04.2009 15:41 Uhr
Wenn man kein Rollenspiel oder Fantasyfreund ist und solche Spiele nicht gespielt hat wie WOW dann hat mans bei dem Humor schwer das ist leider der Haken bei solchen Spielen die ein Genre veralbern!Da ich fast nur solche Spiele (NWN1-2 Gothic WOW und so)spiele ist es für mich natürlich einfach nur super…