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  • The Banner Saga 2 gespielt: Tolle Taktik, super Story - ein Indie-Hit für Rollenspieler!
    Quelle: Stoic

    The Banner Saga 2: Trailer und Vorschau nach fünf Spielstunden - Taktik-Gameplay stark verbessert

    Ein Indie-Geheimtipp für Rollenspieler mit Rundentaktik-Faible: PC Games spielt die Vorschauversion von The Banner Saga 2 und ist begeistert! Dazu gibt's den brandneuen Launch-Trailer, der perfekt auf das Fantasy-Setting einstimmt.

    Ich durfte The Banner Saga 2 spielen - schon vor Release. Was für eine Wohltat! Denn das Taktik-Rollenspiel des kleinen Indie-Entwicklers Stoic Studio setzt nicht nur die phänomenale Fantasy-Story des ersten Kapitels fort und nutzt dabei den gleichen Atmosphären-Mix aus freudloser Hoffnungslosigkeit und nordischer Sagenwelt. Nein, es setzt auch noch in allen Bereichen einen drauf auf den Vorgänger, wetzt Kritikpunkte aus und kommt dadurch insgesamt abwechslungsreicher, interessanter und letzlich auch spaßiger daher. Klasse. Einem weiteren mitreißenden Abenteuer in der von Göttern verlassenen, dem Untergang nahestehenden Welt von The Banner Saga steht also nichts mehr im Wege!

    Jedenfalls solange ihr über gute Englischkenntnisse verfügt. Denn auch The Banner Saga 2 kommt vorerst ohne deutsche Übersetzung aus. Die Veröffentlichung eines Patches nach Release, der wie beim Vorgänger zumindest deutsche Untertitel nachliefert, ist aber wahrscheinlich.
    The Banner Saga 2 PC Screenshot The Banner Saga 2 führt Spieler an bislang unerforschte Orte, wo man neue Völker wie die Horseborn-Zentauren trifft. Quelle: Stoic

    The Banner Saga 2 Vorschau: Nahtloser Übergang

          

    Die Handlung setzt genau da an, wo The Banner Saga vor zwei Jahren endete. Die Heldengruppe aus Menschen und Varl (hünenhafte Krieger) haben einen Achtungserfolg gegen die scheinbar endlosen Flüchtlingsströme der Dredge (vermeintlich emotionslose Steinkrieger) erzielt, gleichzeitig aber einen großen persönlichen Verlust erlitten. Obacht: Wer The Banner Saga 2 ohne Vorkenntnisse spielt, läuft schnurstracks in einen riesigen Spoiler. Das Taktik-Rollenspiel ist der zweite Teil einer zusammenhängenden Trilogie!

    Savegame-Import in The Banner Saga 2

    Wer noch einen Spielstand vom Ende von The Banner Saga auf seiner Festplatte hat, darf diesen zu Beginn des Nachfolgers importieren. Dann werden alle Entscheidungen, Helden und Ausrüstungsgegenstände übernommen. Selbst die Anzahl der ausgeschalteten Gegner pro Charaktere und damit eventuell verbundende Aufstiegsmöglichkeiten dank des höheren Stufenlimits in Teil 2 werden importiert.
    Ähnlich wie im Vorgänger wechselt die Erzählung wieder zwischen zwei Gruppen hin und her. Diese Karawanen bewegen sich erneut auf einer vorgegebenen, streng linearen Route durch die Welt. In einer wunderschönen 2D-Ansicht bereist ihr so die toll gezeichneten Landschaften von rechts nach links. Unterwegs gibt es aber dennoch reichlich Raum für Entscheidungen, denn wie in einem Choose-your-own-Adventure-Buch werdet ihr immer wieder vor (moralisch) knifflige Situationen gestellt und müsst euch per Multiple-Choice-Verfahren für einen Lösungsweg entscheiden.

    Die Konsequenzen sind nicht immer sofort ersichtlich und teils ganz schön happig, etwa wenn wir Vorräte verlieren, Menschen und Varl unsere Karawane verlassen oder sogar einer der wertvollen Helden-Charaktere mir nichts, dir nichts den Löffel abgibt. Ganz so abrupt wie bei der Schatzwagen-Szene im ersten The Banner Saga (Stichwort: Gunnulf) passiert Letzteres allerdings nicht mehr, etwaiger Frust wird so leicht entschärft. Der Wiederspielwert ist aber immens hoch, man will andere Entscheidungen ausprobieren und zum Beispiel mal richtig fies sein. Ein derart böses Vorgehen funktioniert diesmal tatsächlich, denn ihr übernehmt immer wieder auch die Rolle eines ruchlosen Söldneranführers, der schon mal eine härtere Gangart anschlägt als gewohnt.

    Neuer The Banner Saga 2-Launch-Trailer

          
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    The Banner Saga 2: Launch-Trailer zur Wikinger-Strategie

    The Banner Saga 2: Das habe ich gespielt

    Die Preview-Version war technisch nahezu final, lief komplett fehlerfrei und enthielt laut Publisher Versus Evil rund ein Drittel des fertigen Kampagnenumfangs. Bis zum vorzeitigen Ende brauchte ich viereinhalb Stunden, was auf eine ähnliche Gesamtspielzeit von rund 12 Stunden wie beim Vorgänger schließen lässt.

    Die Charaktere von The Banner Saga 2 sind wieder einmal grandios gezeichnet; Stoics Story-Autoren hauchen ihnen mit wenigen englischen Zeilen Leben ein. Es gibt zahlreiche neue Figuren, alle mit interessanter Vergangenheit und teils höchst faszinierendem Verhalten. Aber auch die alten Helden werden nicht vergessen, beim Rasten im Lager darf jeder Mal in einem Gespräch unter vier Augen glänzen. Schade nur, dass das Auftauchen dieser Dialogoptionen und deren Reihenfolge wieder vom Spiel vorgegeben wird und man nicht einfach mit einem beliebigen NPC quatschen kann.

    The Banner Saga 2 PC Screenshot Dialoge sind klasse geschrieben. Deutsche Untertitel fehlen aber bei Release. Quelle: Stoic Die eigentliche Geschichte gehört - soweit sich das nach bislang knapp fünf Spielstunden sagen lässt - erneut mit zum Besten, was das Rollenspiel-Genre am PC zu bieten hat. Stoic gibt im zweiten Teil der Trilogie Vollgas und führt neue Völker wie die Horseborn ein - kriegerische Zentauren. Gleichzeitig werden aber auch die Motive bekannter Figuren geschickt hinterfragt und die Ereignisse des Vorgängers auf brillante Weise aufgearbeitet. Das Ganze erinnert an den zweiten Akt eines Fantasy-Schmökers à la Der Herr der Ringe, in dem der Buchautor seine Welt weiter ausbaut und das Tempo der Geschichte stetig anzieht. Großartig!
    The Banner Saga 2 PC Screenshot Die farbigen Symbole auf der Brücke stehen für kurzzeitige Attribut-Boni, die der Spieler zuvor mit einem seiner Charaktere per Zauberfähigkeit verteilt hat. Quelle: Stoic

    Kein Kampf gleicht dem anderen

          

    Wer 2014 den Geheimtipp The Banner Saga gespielt und geliebt hat, der weiß natürlich um die dramaturgischen Qualitäten des Taktik-Rollenspiels. Die angenehme Überraschung beim Nachfolger ist jedoch, dass Stoic auch in Sachen Gameplay mächtig rangeklotzt hat. Die rundenbasierten Taktik-Schlachten, die mit ihren in Quadrate aufgeteilten Schlachtfeldern stark an Schach erinnern, zeigen sich rundum verbessert. Besonders die Abwechslung ist in den wenigen Spielstunden bereits weit größer als im gesamten Vorgänger. Das fängt bei optischen Unterschieden an und hört bei einer stark gestiegenen Anzahl an unterschiedlichen Gegnertypen auf. Diese verhalten sich alle unterschiedlich und erfordern so gänzlich neue Taktiken.

    The Banner Saga 2 PC Screenshot Immer wieder kommt es zu Gänsehaut-Momenten, in denen die großartige Musik episch anschwillt. Quelle: Stoic Der Stalker etwa macht sich unsichtbar und lauert darauf, dass meine Charaktere bei ihrem Zug unvorsichtigerweise seinen Pfad kreuzen. Dann ruft er seine Stalker-Kollegen zu sich und greift an. Die Monster schlüpfen teils aus Eiern, die von anderen Dredge-Kreaturen geschleudert werden. Wer die Geburt verhindern will, muss die Eier möglichst schnell zerstören - das erinnert an die Chryssaliden aus XCOM 2. Dann gibt es noch Feinde, die Bereiche des Spielfelds mit einer ätzenden Säure bedecken, andere rufen getötete Widersacher ins Leben zurück. Und die Pferdemenschen treten Opponenten mit ihren Hufen, wodurch diese beim nächsten Zug betäubt aussetzen müssen.

    01:10
    The Banner Saga 2: Erster Trailer zum RPG-Sequel

    Aber auch die eigenen Spielfiguren haben aufgerüstet. So gibt es etwa die neue Klasse des Barden. Wird in seiner Nähe ein Gegner besiegt, stärkt der Barde die Willenskraft aller umstehenden Verbündeten mit einem Liedchen. Oder er beleidigt Feinde und setzt sie damit in der Zugreihenfolge ganz nach hinten. Der Axtwerfer reiht mehrere Beilwürfe hintereinander und der Berserker führt immer zwei Angriffe aus - wenn kein zweiter Gegner in der Nähe ist, gibt er in seiner Wut eben einem Freund etwas auf den Dez. Die Positionierung der eigenen Truppen wird so noch viel wichtiger als im ersten The Banner Saga, die taktischen Schlachten nutzen sich beileibe nicht so schnell ab. Toll!

    The Banner Saga 2 Kämpfe Das Kampfsystem, bei dem ihr gezielt Rüstungs- oder Lebenspunkte anvisiert, erlaubt viele taktische Winkelzüge. Quelle: Stoic Darüber hinaus gibt es jetzt auch öfter unterschiedliche Situationen im Kampf. Manchmal muss ein bestimmter Feind ausgeschaltet werden, dann wieder gilt es, mehrere Runden lang unendlich nachkommende Gegnerscharen von den Zauberwirkern fernzuhalten. Stellenweise lassen sich vor Schlachtbeginn Barrikaden errichten, manchmal verschanzen sich auch Feinde hinter solchen Deckungsmöglichkeiten, was Nahkämpfer beeinträchtigt. Stoic nimmt auch Feintuning an den großen Schlachten im Spielverlauf vor, bei dem die nur abstrakt im Spiel vorkommenden gewöhnlichen Krieger der Karawane abseits der Helden-Taktik-Gefechte kämpfen. Bei solchen Einsätzen müsst ihr anfangs knifflige Entscheidungen treffen und Ziele festlegen. Im Vorgänger wählte man hier nur formelhafte Taktiken aus, letztlich entschied ich mich dann eh immer für den "Charge!"-Befehl und schlug die Gefechte mit der eigenen Heldengruppe. In dieser Hinsicht wirkt The Banner Saga 2 einfach viel ausgereifter.

    The Banner Saga 2: Klasse Ersteindruck des rundenbasierten Taktikers - E3-Videofazit 1:35 The Banner Saga 2: Klasse Ersteindruck des rundenbasierten Taktikers - E3-Videofazit The Banner Saga: Warbands - Kickstarter-Trailer zum Brettspiel 5:11 The Banner Saga: Warbands - Kickstarter-Trailer zum Brettspiel

    Von allem mehr

          

    Ein Grund für die Verbesserungen dürfte sicher auch das höhere Budget sein, denn der Vorgänger musste noch von den Einnahmen einer Kickstarter-Kampagne finanziert werden. Beim zweiten Teil kann sich Stoic auf die Finanzreserven aus zwei Jahren profitabler Spieleverkäufe verlassen und das sieht man auch. Es gibt mehr Zwischensequenzen im Spielverlauf und mehr vertonte Passagen mit Monologen an wichtigen Stellen. Bei den Dialogen heißt es allerdings weiterhin: Lesen, lesen, lesen!

    Überall merkt man dem Spiel an, dass Stoic das Fan-Feedback zu The Banner Saga genau studiert hat. So hat es jetzt etwa endlich auch einen spielerischen Vorteil, die unbewaffnete Masse der Karawanen-Teilnehmer zu beschützen. Denn je mehr Zivilisten den Trek begleiten, umso mehr Vorräte sammeln diese auf eigene Faust und umso weniger durch Kämpfe verdienten Ruhm müsst ihr für den Kauf von Nahrungsmitteln ausgeben, die mit jedem gewanderten Tag verbraucht werden. Allerdings lassen sich die Zivilisten auch zu Kämpfern umtrainieren. Die brauchen zwar mehr Vorräte und sammeln selbst nichts, allerdings benötigt man sie in den erwähnten Großschlachten.

    The Banner Saga 2 PC Screenshot Die Schlachtfelder unterscheiden sich nicht nur optisch deutlich voneinander, auch spielerisch gibt es mehr Abwechslung als in Teil 1. Quelle: Stoic Apropos Training: Das Trainingszelt im unterwegs aufgeschlagenen Lager habe ich in The Banner Saga 2 viel häufiger aufgesucht als im Vorgänger, denn hier gibt es jetzt handgemachte Herausforderungen. Die bringen mir peu à peu die taktischen Besonderheiten aller Klassen bei und lehren mich nützliche Manöver. Wer alle Ziele in diesem Trainingsmodus erfüllt, erhält zudem Bonusruhm. Damit lassen sich die Helden dank gestiegener Maximalstufe jetzt bis auf Level 10 verbessern.

    The Banner Saga 2 PC Screenshot Beim Händler kauft ihr neue Items oder Vorräte. Aber Vorsicht: Die Ruhm-Währung wird auch für Levelaufstiege benötigt! Quelle: Stoic Das Charaktersystem ist immer noch rudimentär, so darf jede Figur etwa weiterhin nur einen Gegenstand gleichzeitig tragen. Allerdings gibt es neue aktive Spezialfähigkeiten sowie passive Talente, die etwa die Chance auf einen mächtigen kritischen Treffer erhöhen. Insgesamt ist das System motivierend, aber seinen Spaß zieht The Banner Saga 2 eindeutig aus der fantastischen Story und den anspruchsvollen Taktik-Gefechten. Wenn das fertige Spiel auf den Qualitäten der Preview-Fassung aufbaut, dann übertrumpft das Endergebnis Stoics Erstlingswerk in allen Belangen. Ich kann den Release kaum erwarten!

    The Banner Saga 2 erscheint am 19. April für PC und Mac. Konsolenversionen sollen folgen, zu einem genauen Release-Termin für Playstation 4 und Xbox One hat Stoic aber noch keine Angaben gemacht. Eine Linux-Version ist vorerst nicht geplant. Eine Umsetzung auf mobile Geräte mit iOS- oder Android-Betriebssystemen ist höchst wahrscheinlich.

    The Banner Saga 2: Vorschau-Fazit und Meinung

          
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The Banner Saga 2
The Banner Saga 2: Trailer und Vorschau nach fünf Spielstunden - Taktik-Gameplay stark verbessert
Ein Indie-Geheimtipp für Rollenspieler mit Rundentaktik-Faible: PC Games spielt die Vorschauversion von The Banner Saga 2 und ist begeistert! Dazu gibt's den brandneuen Launch-Trailer, der perfekt auf das Fantasy-Setting einstimmt.
http://www.pcgames.de/The-Banner-Saga-2-Spiel-55093/Specials/Vorschau-Angespielt-Gameplay-Verbesserungen-im-Detail-1191454/
06.04.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2016/03/Banner-Saga-2-_13_-pc-games_b2teaser_169.jpg
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