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  • Spiel der guten Hoffnung

    FEUERWERK Die Lichteffekte stellen teilweise sogar die von Earth in den Schatten. FEUERWERK Die Lichteffekte stellen teilweise sogar die von Earth in den Schatten. Braucht die Welt nach Age of Empires II und Earth 2150 denn noch mehr Echtzeitstrategiespiele? Innonics meint: Ja - und kann mit dem Grafikfeuerwerk Thandor und einigen neuen Ideen dennoch nicht mithalten.
    Ein Krieg beginnt. Niemand weiß so recht, aus welchem Grund, aber innerhalb kürzester Zeit befinden sich die seit Urzeiten verfeindeten Streitkräfte der Ares und Thoraner im offenen Schlagabtausch. Menschenleere Fabrikanlagen sorgen für den Nachschub von immer mehr, immer größeren Kampfrobotern. Panzer, Flugobjekte und weitere Einheiten werden in die Schlacht geschickt, bis die Nachbarplaneten schließlich nicht mehr tatenlos zusehen. Zuerst sind es nur die Devoken, später die Ilurer und die Alborer, die sich in die Auseinandersetzung einmischen.
    Der Spieler übernimmt die Rolle des Befehlshabers der Ares. Wie in allen anderen gängigen Echtzeitstrategiespielen besteht seine dringlichste Aufgabe darin, eine funktionierende Basis aufzubauen, diese zu sichern und dort gleichzeitig eine schlagkräftige Armee aufzubauen. Natürlich ist dies schwieriger, als es sein könnte: Außer einem Hauptquartier, in dem Gebäude erstellt werden und etwas Baumaterial namens Xenit besitzt man meist nichts, was militärisch einsetzbar wäre. Also muss erst einmal ein Xenitvorkommen gesucht und mit einer Mine ausgebeutet werden. Damit macht sich sofort die nächste Versorgungslücke bemerkbar, denn das Bergwerk funktioniert nur, wenn ihm Energie zugeführt wird. Energie wiederum wird aus Tritium erzeugt, das ebenfalls in Minen abgebaut werden muss. Xenit und Tritium sind für eine funktionstüchtige Basis dringend notwendig. Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen des Genres werden die Rohstoffe nicht mit Fahrzeugen abgebaut und in die Basis gebracht, sondern von vergleichsweise teuren Minen direkt den Konten des Spielers gutgeschrieben. Der Verlust einer einzigen Mine kann bereits einen herben Rückschlag bedeuten, daher sollten sie unbedingt durch Militärfahrzeuge oder Geschütztürme gesichert sein. Aus Kostengründen ist es meist unmöglich, mehrere gut ausgebaute Basen zu errichten, an denen sich der Gegner die ZÄhne ausbeißen würde. Eine defensive Strategie ist somit meist zum Scheitern verurteilt. Auch die zur Verfügung stehenden Fahr- und Flugzeuge spiegeln diese Philosophie wider: Die Panzerung ist extrem schwach, die Bewaffnung hingegen sehr stark. Lediglich Gebäude vertragen mehr als fünf Treffer, Fahrzeuge sind deutlich schneller zu vernichten.
    Es gibt nur wenige Standardfahrzeuge in Thandor. Wer schnellere oder schwerere Kampfeinheiten haben möchte, muss diese erst erforschen. Dies geschieht in den Fahrzeugfabriken, die für die Dauer der Forschung nichts mehr produzieren - dafür aber umso mehr Xenit und Tritium konsumieren. Auch neue Waffen können erfunden werden. Dazu dienen kostspielige Denktürme, die auf jeweils eine Waffengattung spezialisiert sind. Für ballistische Waffen (MGs und Kanonen), Strahlengeschütze und Raketen kann jeweils ein eigener "Lehrstuhl" errichtet werden, in denen bis zu acht neue Waffentypen im Tausch gegen Xenit entwickelt werden. Die zahlreichen Kombinationen aus Fahrzeugen und Waffensystemen sorgen schnell dafür, dass das Baumenü unübersichtlich wird: Aus rund 50 Einheitengattungen kann der Spieler wählen, sobald er sämtliche Forschungszweige abgearbeitet hat.
    Und das geht leider schneller, als man denkt. Die meisten Missionen gewinnt man, indem man sämtliche Einheiten und Gebäude des Gegners vernichtet. Lässt man ein harmloses Bauwerk wie beispielsweise ein Tritium-Silo übrig, kann man in aller Ruhe forschen und Xenit sammeln. Da viele Missionen auf der gleichen Karte spielen und man seine Basis und seine Einheiten aus der Vorgängermission übernehmen kann, sollte man am Ende einer Mission auch noch seine Armee mit topmodernen Panzern aufbauen. Im Lauf der Kampagne kommen einige wenige Forschungszweige hinzu, den Löwenanteil der Arbeit hat man allerdings bereits nach der vierten Mission hinter sich gebracht.
    Nach einigen weiteren Missionen kommt man auch mit der Tatsache zurecht, dass man nicht nur eine Basis zu verwalten, sondern auch etliche Minen zu verteidigen hat. Erstaunlich schnell lernt man, an mehreren Fronten zu kämpfen und sich mit dem Verlust eines Standorts abzufinden. Der Computer hat mit den gleichen Problemen zu kämpfen und gibt sich ebenfalls nach derartigen Rückschritten nicht geschlagen.
    Sobald die Eingewöhnungsphase beendet ist, präsentiert sich Thandor als ausgesprochen gewöhnliches Echtzeitstrategiespiel. Die Bedienung entspricht ohnehin (und lobenswerterweise) den Standards, der Rest des Spiels allerdings auch. Es gibt keine Einzelkämpfermissionen, keine Einsätze ohne Basis und keine Aufträge mit besonderem strategischen Anspruch. Jedes Mal gilt es, alle gegnerischen Fahrzeuge und Bauten zu zerstören, die einzige Abwechslung dabei ist der Zeitrahmen, der in einigen wenigen Missionen vorgegeben wird.
    Um Missverständnissen vorzubeugen: Das Spiel hat durchaus Stärken. Tatsächlich ist Thandor - Die Invasion eines der technisch ausgereiftesten Programme im Genre der Echtzeitstrategien. Die Einheiten reagieren auch ohne Anweisungen vom Spieler angemessen auf Angriffe oder plötzlich auftauchende Gegner, sie zerstören gegnerische Gebäude in der richtigen Reihenfolge und machen auch sonst einen sehr vernünftigen Eindruck. Für den Computergegner gilt natürlich das Gleiche. Abhängig vom gewählten "Intelligenzgrad" kann die Software sogar einen Widersacher darstellen, der einem menschlichen Spieler in nichts nachsteht. Auch die Wege, welche die Einheiten zu einem zugewiesenen Ziel nehmen, sind - im Gegensatz zu Spielen wie C&C oder Earth 2150 - nahezu optimal.
    Diese Perfektion kostet natürlich Rechenzeit. Das Spiel macht bereits zu Beginn einer Mission einen etwas zähen Eindruck, wenn aber erst einmal einige Fahrzeuge gebaut wurden und diese sich gleichzeitig bewegen, wird der Bildschirminhalt nur noch zwei- bis drei Mal pro Sekunde aktualisiert. Daraus ergibt sich, dass der Einsatz großer Armeen auf derzeit erhältlichen Rechnern kaum möglich ist. Eine Gruppe von zirka zehn fahrenden Einheiten kann gerade noch gemeinsam dirigiert werden, größere Verbände machen Thandor leider unspielbar.

    Thandor - Die Invasion (PC)

    Spielspaß
    76 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Thandor - Die Invasion
    Thandor - Die Invasion
    Publisher
    Innonics GmbH
    Developer
    Planet 4
    Release
    13.01.2000
    • Es gibt 0 Kommentare zum Artikel

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Thandor - Die Invasion
Spiel der guten Hoffnung
http://www.pcgames.de/Thandor-Die-Invasion-Spiel-37075/Tests/Spiel-der-guten-Hoffnung-4820/
07.03.2001
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