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Technik

Bochumer Informatiker knacken Verschlüsselung von Satellitentelefonen

08.02.2012 15:41 Uhr
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Informatikern aus Bochum ist es gelungen, mit einfachen Mitteln Satellitentelefonate zu entschlüsseln und mitzuschneiden. Die Forscher warnen, dass die Sicherheitsstandards unzureichend sind. Satellitentelefonie-Anbieter weisen die Vorwürfe derweil zurück.

Satelliten-Telefonate können ohne großen technischen Aufwand abgehört werden - zumindest teilweise. Zu diesem Schluss kamen Sicherheitsforscher aus Bochum. Satelliten-Telefonate können ohne großen technischen Aufwand abgehört werden - zumindest teilweise. Zu diesem Schluss kamen Sicherheitsforscher aus Bochum. Satellitentelefonie ist nicht abhörsicher. Zu diesem Schluss kommen Informatiker des Horst-Goertz-Institut für IT-Sicherheit der Ruhr-Universität Bochum. So ist es den Forschern gelungen, innerhalb von nur einer halben Stunde und mit geringem technischen Aufwand Satellitentelefonate teilweise mitzuschneiden. Die Informatiker warnen daher, dass die Sicherheitsstandards bei den Anbietern nicht hoch genug seien.

Satellitentelefonie-Anbieter Inmarsat hat die Vorwürfe gegenüber Spiegel Online zurückgewiesen. So sei es lediglich möglich, die eine Seite des Gesprächs abzuhören, nämlich das zum Mobilgerät gesendete Signal. Um das vom Mobilgerät stammende Signal abzuhören sei ein ungleich höherer Aufwand sowie unmittelbare Nähe zum Sender nötig.

Ferner sei immerhin eine halbe Stunde nötig gewesen, um die Entschlüsselung einzurichten. Da Telefongespräche durchschnittlich etwa 2-3 Minuten andauern, seien Abhörungen in der Praxis keine Gefahr. Das wiederum konterten die Informatiker aus Bochum. So sei es auch möglich, ein Gespräch nachträglich zu entschlüsseln - unabhängig von der Dauer des Telefonats. Durch die Veröffentlichung des Quellcodes zum Satellitentelefonie-Hack erhoffen sie sich mehr Aufmerksamkeit für die Problematik.

Daniel Herbig
Erfahrener Benutzer
08.02.2012 15:41 Uhr

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