Taktik-Shooter mit Kinderkrankheiten.
Die Anzeigen am linken unteren Bildschirmrand sagen Ihnen, wie es um Ihre Fähigkeiten steht.
Der Multiplayer-Shooter Team Factor ist ein ähnliches Schwergewicht wie Tribes 2. In oft sehr großen Außenarealen werden drei Teams aufeinander losgelassen, deren Mitglieder sich aus verschiedenen Charakterklassen zusammensetzen. Scouts versorgen Soldaten mit blinkenden Pünktchen auf dem Radar, Scharfschützen kauern im Schlamm und so genannte Spezialisten fahren schwere Geschütze auf. Das Zusammenspiel der Berufe entscheidet über den Erfolg. Ungeübte schießen höchstens Löcher in die Luft. Eine Besonderheit von Team Factor kennen Sie aus Rollenspielen: Im Modus "realistisch" steigen die Fähigkeiten der Spielfiguren. Wer ständig von einer Deckung zur nächsten hechtet, kriegt hohe Ausdauerwerte. Andere schleichen regelmäßig und dämpfen so Laufgeräusche. Selbst Atemübungen spielen in Team Factor eine Rolle: Ist Ihr Charakter außer Puste, verzieht das Gewehr. Auf Knopfdruck halten Schützen die Luft an und zielen für wenige Sekunden präziser. Alles neu, alles vielversprechend. Woran es hapert, ist die visuelle Umsetzung. Grafisch ist Team Factor schön - würde man es am technischen Stand von vor drei Jahren messen. Bäume erscheinen wie Pappaufsteller, Texturen sind ein lieblos zusammengeschütteter Farbenbrei. Und die Animationen wirken, als hingen Arme und Beine der Soldaten an den Fäden eines untalentierten Puppenspielers.

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