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  • Tales of Monkey Island-Test: Wie gut ist die komplette Adventure-Staffel?

    Die Tales of Monkey Island-Staffel ist endlich komplett - und hinterlässt gemischte Gefühle.

    Sogar Elaine wird von dem Voodoo-Fluch befallen. Dadurch ändert sich ihr Charakter im Verlauf der fünf Episoden deutlich und bleibt bis zum Schluss interessant. Sogar Elaine wird von dem Voodoo-Fluch befallen. Dadurch ändert sich ihr Charakter im Verlauf der fünf Episoden deutlich und bleibt bis zum Schluss interessant. Quelle: Telltale Games / LucasArts Fünf Monate hat's seit der ersten Folge gedauert, bis wir das Ende von Telltales neuem Episoden-Adventure erleben durften. Ein Weg, der zwar mit einiger Begeisterung, aber auch mit Enttäuschung gepflastert ist. Einerseits hat Telltale es vollbracht, die Geschichte des Piraten-Abenteuers über alle fünf Folgen hinweg spannend und frisch zu halten. Und dennoch hinter­lässt das Spiel einen bitteren Nachgeschmack, denn viele der spielerischen und technischen Mängel, die uns bereits seit der ersten Episode gestört haben,
    bleiben bis zum Finale bestehen.

    Was bisher geschah: Zu Beginn von Tales of Monkey Island unterläuft dem Piratenhelden Guybrush Threepwood ein kleines Missgeschick: Bei dem Versuch, seinen Erzfeind LeChuck zu besiegen, entfesselt er versehentlich einen schrecklichen Voodoo-Fluch. Der verheerende Effekt: Vom Fluch infizierte Piraten werden von Wut und Mordlust getrieben, was Guybrushs Suche nach einem Gegenmittel natürlich erschwert. Überraschenderweise verwandelt sich LeChuck derweil in einen liebenswerten, hilfsbereiten Menschen zurück und greift Guybrush bei seinem Abenteuer unter die Arme. Dieser Sinneswandel ist eine tolle Idee von Telltales Autoren, da zwischen Held und Erzfeind eine zaghafte Freundschaft entsteht, die viel Raum für Gags und augenzwinkernde Anspielungen bietet. Auch alte Bekannte wie Elaine, Murray und Stan mischen wieder mit, ihre Auftritte machen vor allem alteingesessene Fans der Monkey Island-Reihe glücklich. Dafür fallen viele der neu hinzugeschriebenen Charaktere etwas blass aus, sie besitzen meist nicht den Charme oder Tiefgang der kultigen Hauptfiguren.

    Zwar besteht das Spiel aus fünf einzelnen Episoden, doch wer die Geschichte kapieren will, muss zwangsläufig alle Folgen nacheinander spielen. Die Spielzeit für die gesamte Staffel liegt bei etwa 12 bis 15 Stunden, das ist ein guter Wert. Die Geschichte wird dabei mit jeder Episode bizarrer. In Folge 3 wird Guybrush etwa von einer riesigen Seekuh verschluckt, während er sich in der vierten Episode unerwartet vor Gericht verantworten muss, was - ja, wir spoilern jetzt! - zu seinem Tod führt. Das wirre Geschehen wird dabei von vielen gelungenen Gags zusammengehalten, die man allerdings nur mit guten Englischkenntnissen kapieren dürfte - eine deutsche Version des Spiels ist derzeit nicht angekündigt. Episode 4 enthält erstmals eine tragische und damit fragwürdige Szene, nämlich den Todesfall einer Nebenfigur. Diese plötzliche Ernsthaftigkeit passt nicht so recht zur sonst heiteren Grundstimmung des Spiels. Die fünfte und letzte Folge beschert der Geschichte dann ein überraschendes, turbulentes Finale: Guybrush arbeitet sich aus der Geisterwelt ins Reich der Lebenden zurück, wo er feststellen muss, die ganze Zeit über nur Teil eines diabolischen Planes gewesen zu sein.

    In der letzten Episode trickst sich der verstorbene Guybrush mühsam durch die Totenwelt. In der letzten Episode trickst sich der verstorbene Guybrush mühsam durch die Totenwelt. Quelle: Telltale Games / LucasArts Tales of Monkey Island macht vieles richtig: Die Witze zünden, die englischen Sprecher sind großartig, Fans freuen sich über viele Insider-Gags und auch der Soundtrack klingt fast so schön wie eh und je. Trotzdem hat uns das Spiel insgesamt ein wenig enttäuscht. Schuld sind die mäßigen Rätsel! In den ersten beiden Episoden sind sie meist zu leicht und erfordern kaum Denkarbeit. Das mag Gelegenheitsspielern zwar entgegenkommen, doch echte Adventure-Fans fühlen sich dabei vernachlässigt. Ab der Mitte der Staffel ändert sich das - nämlich dann, wenn einem die Rätseldesigner immer absurdere Puzzles vorsetzen, die oft nur noch schwer nachzuvollziehen sind. Immerhin: Eine gut ins Spiel eingeflochtene, gänzlich optionale Rätselhilfe bringt den Spieler zumindest manchmal auf den richtigen Weg. Trotzdem wünscht man sich, Telltale hätte sich bei den Aufgaben stärker vom grandiosen Lucas-Arts-Klassiker Curse of Monkey Island inspirieren lassen - der verstand es nämlich, absurden Witz mit schlüssigem Rätseldesign zu kombinieren.

    Die beiden letzten Episoden sind überraschender und wendungsreicher als die drei davor. Die beiden letzten Episoden sind überraschender und wendungsreicher als die drei davor. Quelle: Telltale Games / LucasArts Die 3D-Technik sorgt für Probleme. Am auffälligsten ist die detail­arme Grafik, was sich vor allem bei den Nebencharakteren bemerkbar macht - da treffen polygonarme Figuren auf verwaschene Texturen. Doch nicht alles sieht hässlich aus: Guybrush beispielsweise zeigt eine liebenswerte Mimik und die Beleuchtung der Kulissen ist durchgängig stimmig. Störender als die Grafik finden wir aber ohnehin die ungenaue Steuerung: Wer das Spiel nur mit der Maus bedienen will, dürfte wenig Freude daran haben. Daher lenkt man Guybrush besser per Tastatur und Maus durch die Levels - das fühlt sich zwar genauer an, kann aufgrund manch unvorteilhafter Kameraperspektive aber trotzdem nerven. Ärgerlich auch das Inventar, in dem selbst das Kombinieren von zwei Items umständlich ist. Wer also eine ordentliche, klassische Maussteue­rung erwartet, muss bei Tales of Monkey Island die Zähne zusammenbeißen.

    Grafik:
    Guybrush ist witzig gestaltet und animiert, viele der übrigen Charaktere wirken jedoch arg detailarm. Die Umgebungsgrafik ist zwar meist stimmungsvoll ausgeleuchtet, doch auch hier hätten wir uns deutlich mehr Details gewünscht.

    Sound:
    Durchweg sehr gute englische Sprecher und ein gewohnt stimmungsvoller Soundtrack von Michael Land. Deutsche Sprecher oder Untertitel sind nicht wählbar.

    Steuerung:
    Per Maus eine Qual! Die Kombination aus Maus und Tastatur ist beherrschbar, aber trotzdem unkomfortabel. Das Inventar ist umständlich, eine Hotspot-Anzeige fehlt.

    Kopierschutz-Info:
    Das Download-Spiel verwendet keinen Kopierschutz.

    Tales of Monkey Island: Die komplette Staffel (PC)

    Spielspaß
    76 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Überraschende, rasante Story
    Viele gelungene Gags – solide Englischkenntnisse vorausgesetzt
    Großartige englische Sprecher
    Sympathische Rückkehr einiger lieb gewonnener Charaktere
    Stimmungsvoller Soundtrack
    Furchtbare Maussteuerung und durchwachsene Maus-Tastatur-Kombination
    Einige recycelte Umgebungen
    Rätselqualität schwankt zwischen „zu leicht“ und „zu abgedreht“
    Detailarme 3D-Grafik, besonders bei der Darstellung von Figuren
  • Tales of Monkey Island: Die komplette Staffel
    Tales of Monkey Island: Die komplette Staffel
    Publisher
    Telltale Games
    Developer
    Telltale Games
    Release
    08.12.2009
    Es gibt 2 Kommentare zum Artikel
    Von Shadow_Man
    Irgendwie haben mich diese Telltale Adventure noch nie angesprochen. Man denkt sich immer: Naja ganz nett, aber sonst…
    Von x-AndyMan-x
    Ich hatte mir mal das 1. Chapter geladen und gespielt und fand es sehr schlecht. Der alte Charme ist nicht mehr da wie…

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    • Es gibt 2 Kommentare zum Artikel

      • Von Shadow_Man Erfahrener Benutzer
        Irgendwie haben mich diese Telltale Adventure noch nie angesprochen. Man denkt sich immer: Naja ganz nett, aber sonst und gähnt dann erst mal eine Runde.
        Wie man Adventure besser macht, das zeigen solche Spiele wie The Book of Unwritten Tales oder The Whispered World. In solch einem Stil hätte ich mir auch diese Monkey Island Episoden gewünscht.

        Achja, wie siehts eigentlich mit einer Ladenversion aus? Kommt da noch was?
      • Von x-AndyMan-x Erfahrener Benutzer
        Ich hatte mir mal das 1. Chapter geladen und gespielt und fand es sehr schlecht. Der alte Charme ist nicht mehr da wie früher und wie es auch im Test steht ist die Steuerung total mies. Da spiel ich doch die klassischen Teile.
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704755
Tales of Monkey Island: Die komplette Staffel
Tales of Monkey Island - Test - Review
Die Tales of Monkey Island-Staffel ist endlich komplett - und hinterlässt gemischte Gefühle.
http://www.pcgames.de/Tales-of-Monkey-Island-Die-komplette-Staffel-Spiel-36492/Tests/Tales-of-Monkey-Island-Test-Review-704755/
11.02.2010
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2010/02/tales_2.jpg
Tales of Monkey Island, Test, Review, PC, Technik
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