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Syberia (PC)

Release:
25.02.2010
Genre:
Rollenspiel
Publisher:
Microids (FR)

Klassisches Point&Click-Adventure.

28.08.2002 13:41 Uhr
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Wenn Sie den Cursor über ein interessantes Objekt bewegen, verändert er seine Form. Wenn Sie den Cursor über ein interessantes Objekt bewegen, verändert er seine Form. Eine Rendersequenz zeigt eine verlassene Straße. Es regnet. Träge kommen aus der Ferne schwarz gekleidete Gestalten ohne Gesicht. Behutsame Orchestermusik unterstreicht die Melancholie dieser seltsamen, für Syberia typischen Szene; eine Melancholie, die sich über das ganze Spiel hinweg erstrecken wird. In Syberia erkunden Sie fiktionale Orte, die das Gefühl von Einsamkeit versprühen: verlassene Kirchen mit futuristischen Stahlaufzügen; altmodische Züge, die mittels Schlüssel aufgezogen werden; stillgelegte Fabriken, in denen furchtbar kompliziert aussehende Maschinen Roboter herstellen. Ihre Rolle ist die von Kate Walker, einer Anwältin, jung, hübsch, erfolgreich. Mit der Maus steuern Sie Kate zu Beginn des Spiels durch eine erfundene Kleinstadt in Frankreich. Ihre Aufgabe: Den Kauf einer Firma abschließen. Was einfach klingt, ist es nicht. Die Geschäftsführerin ist überraschend gestorben, ihr alleiniger Erbe irgendwo in Sibirien. Um ihn zu finden, lösen Sie Puzzles und Kombinationsrätsel, reden mit Leuten und laufen ganz lange Wege. Ein Doppelklick lässt die Protagonistin sprinten. Die Gefahr, während des Spielens wichtige Gegenstände zu übersehen, ist groß: Der Mauscursor verändert seine Form nur sporadisch, und die Wortknappheit der Hauptfigur lässt Sie oft im Dunkeln tappen.

   
Bildergalerie: Syberia
Bild 1-3
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PC GAMES-
Spielspaß-Wertung:
67 %
Leserwertung
(0 Votes):
-
   
Thomas Weiß
Unmotivierte Sprecher zerstören ein Spiel.
In den ersten Szenen hing ich erwartungsvoll vor dem Monitor. Und für kurze Zeit dachte ich: Hier hat jemand ein tiefsinniges, klassisches Point&Click-Adventure geschaffen. Als meine Spielfigur den Mund aufmachte, verflog der Zauber. Denn die Sprachausgabe versaut, was Syberia vermitteln hätte können: großartige Atmosphäre. Die Figuren sprechen entweder total emotionslos oder schlagen über die Stränge. Hinzu kommt ein immer präsentes Knistern und Rauschen im Hintergrund. Nur die wundervolle Musik verhindert, dass die Sound-Wertung völlig abstürzt. Genervt hat mich auch die Verschlossenheit meiner Protagonistin: Gegenstände werden wortlos betrachtet, wortlos aufgenommen, wortlos benutzt. Das Fehlen erklärender Kommentare erschwert das Lösen der zahlreichen mechanischen Puzzles im Stile von Myst. Doch Syberia ist nicht völlig ohne Reiz: Die ungewöhnliche Story ist in Tagebüchern, Notizen und Briefen fesselnd erzählt und geht ans Herz.
   
Moderation
28.08.2002 13:41 Uhr
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Dein Kommentar
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
01.09.2002 12:53 Uhr
So, das war’s von meiner Seite aus. Mit dieser Nachricht möchte ich mich aus diesem Thread verabschieden. Das soll kein Rückzug sein, sondern nur ein Stopp. Diskussionen im Internet sind in diesem fürchterlichem Teufelskreis gefangen, dass immer und immer wieder auf Argumente eingegangen wird. Irgendwann muss mal Schluss sein. Ich werde dich von deiner Meinung genauso wenig abbringen können wie du mich von meiner. Also, lassen wir den anderen doch einfach in Frieden.

Ich geh jetzt ins Wochenende, servus.



hehe alle macht den testern 
mir sind die % eh wurst egal, hauptsache der test ist nach meinem empfinden objektive (was bisher eigentlich immer war  )
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
30.08.2002 15:53 Uhr
Die stehen alle hinter dir? Interessant.

Nein, so habe ich das nicht gemeint. Aber die Leser sind nicht blind, und die ständigen Vergleiche mit Monkey Island sind nicht zu übersehen.
Nein, ich habe ein recht gutes Gedächtnis. Monkey Island ist als
Vergleichsspiel nur wunderbar geeignet, da es viele Leute kennen. Leuchtet ein, oder?

Nein, tut es nicht. Du tust ja so, als ob die Leute nur Monkey Island gespielt haben. Ausserdem würde es manch anderen Spielen zugute kommen, wenn sie bei einem Vergleich positiv erwähnt würden. Ein Spiel wie MI zu erwähnen, welches die meisten sowieso kennen, ist einfach sinnlos, und im Fall von Schizm überhaupt nicht aussagekräftig.
Es sind immer noch Adventures mit der gleichen Grundidee. Die Kluft zwischen Actionspielen und Adventures ist ungleich größer.

Damit hast du schon Recht, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die beiden Spiele extrem unterschiedlich sind.
Nein. Das ist erstens Verallgemeinerung, zweitens aufgrund fehlender Beispiele an den Haaren herbeigezogen und drittens sind Tests immer affektiv.

Böh, wie polemisch. Erst alles verneinen, und letztendlich doch zustimmen...
Sprichst du hier jetzt von dir? Auf mich trifft das nicht zu. Ich versuche, an jedes Spiel neutral heranzugehen. Syberia hat mich im ersten Moment sogar extrem positiv überrascht. Nix Vorurteile oder so.

Oooohhhh, der Herr ist ja kein Mensch, sondern ein perfektes Überwesen. Über besonders viel Selbstkritik scheinst du ja nicht zu verfügen. Wenn da nur dieses Wörtchen "versuchen" nicht wär, und dieses "extrem positiv überrascht". Zweites spiegelt sich übrigens überhaupt nicht im Review wider, ausserdem deutet dies doch wieder auf Voruteile hin.
Doch, klar: Daniel Kreiss liebt Adventures, leider ist er in China, statt für uns zu schreiben. Hast du seine Tests gelesen? Die dürften dir ebenso gegen den Strich gehen? Lies mal sein Review zu Nautilus.

Jup, die Prozentwertung an sich ist grad noch ok, aber der Test an sich ist katastrophal. Genau so hätte auch jemand schreiben können, der das Spiel 10 Minuten angespielt hat.
Stimmt ? hätte ich das gewusst, hätte ich es mit Sicherheit erwähnt. Da gebe ich dir Recht. Übrigens hatten wir in der nächsten Ausgabe dann eine News-Meldung, in der das Schizm-Problem angesprochen wurde.

Und warum hast du es nicht gewusst? Hättest ja wenigstens schreiben können, dass eine DVD- und CD-Version EXISTIEREN.
Sehe ich anders. Für Syberia stand mir eine Seite zur Verfügung. Soll ich auf diesem knappen Platz schreiben, dass es sich um die Story und Grafik von Sokal handelt, der auch im Zusammenhang mit Amerzone steht? Für den Leser ist diese Information zwar eine nette Dreingabe, aber sie sagt rein gar nichts über das Spiel aus. Ich beschränke mich da lieber auf Infos, die auch wirklich Sinn machen.

Wenn ein neues Adventure von Lucas Arts rauskommt, dann erwähnst du ja auch dass es von ihnen stammt, und du würdest auch die vorherigen Spiele referenzieren. Und warum nur eine Seite? Es gibt ja schon wenig Adventures, dafür kann man die wenigen doch etwas ausführlicher behandeln, oder? Zwei Seiten hätten drin sein müssen... oder ändert das Layout ein bissl, so dass mehr auf eine Seite passt. Im Moment sieht die PC-Games so aus, als ob sie den Inhalt künstlich strecken müsste.
Aus wirtschaftlichen Gründen können wir auf Adventures meistens nur so stark eingehen wie ein Leserinteresse vorherrscht.

Was nicht da ist, kann einen auch nicht interessieren, richtig? das Leserinteresse richtet sich auch zum grossen Teil nach der Zeitschrift. Wenn man z.B. vorab viel positives über Mafia schreibt, dann ist das gesteigerte Leserinteresse verständlich, wenn auf dem nächsten Cover ein Bild davon ist. Sowas funktioniert aber auch mit fast jedem anderen Spiel.
Es gibt immer ein katzenartiges Gejammer

Ist ja richtig liebreizend, wie du die Kritik deiner Leser nennst.
Anders als bei (gesponsorten <g> Filmzeitschriften, die beispielsweise ein Armageddon in den Himmel loben, sind die populären Computerspiele ja meist wirklich hervorragend. Insofern seh ich da keine großartigen Probleme.

Oh, die Gewichtung der Tests folgt also gänzlich unkommerziellen Gründen? Nein, diese Scheinheiligkeit ist unangebracht, zumal du vorhin etwas anderes gesagt hast.

Wie gesagt, Leute, die nur auf die Prozentwertung gucken, kann man sowieso nicht ernst nehmen, aber wir wollen ja lediglich, wie Aquarius schon gesagt hat, dass gescheit recherchiert wird und die Tests ausführlicher werden. Denn nur bei einem ausführlichen Test können die Argumente plausibel erscheinen... alles andere ist Meinungsmacherei, weil Prozentzahlen keine eigene Meinung zulassen. Aber bei vielen Adventure-Reviews bleiben nur noch diese Zahlen, weil der Text fast überhaupt nicht auf das Spiel eingeht.

Wenns nach mir ginge, würde ich die Prozentzahlen ganz streichen, und sie durch kurze Pro & Contra - Listen ersetzen. Denn ist ein Spiel mit 65% wirklich besser als eines mit 64%?
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
30.08.2002 14:23 Uhr

Ok, da haben wirs *g*:
Alles was nicht Mainstream ist, wird Stiefmütterlich behandelt. Aber das war ja schon vorher klar ...


Werd Comicsammler. Maximal 30 Minuten Lesespass kosten dich fast 4 €.

Benutzer
Bewertung: 0
30.08.2002 13:50 Uhr

Solche Alternativen wird es nie geben.

Daß sowas durchaus funktionieren und zudem noch gut verkäuflich sein kann, sieht man doch z.B. im Musiksegment an der deutschen Ausgabe des Rolling Stone. Warum sollte im Spielebereich keine Alternative möglich sein? Übrigens gerade auch aus kommerziellen Überlegungen. Denn daß sich auf Dauer 4 "große" Mainstream-Magazine am Markt halten, ist doch sehr unwahrscheinlich.


Leute, die sich für Nischenprodukte interessieren, geben auf einen Test in der PCG eh wenig; und holen sich ihre Infos vermutlich aus Insiderquellen. Der Nachteil (für die Redakteure): Es gibt immer ein katzenartiges Gejammer, wenn Spiele wie Syberia oder Warlords Battlecry 2 keine Wertung im 80er-Bereich einheimsen. 


Ich bezweifle, daß Adventures wirklich nur Nischenprodukte sind. Es stimmt schon: Der Kenner weiß, wo er schauen muß. Andererseits wird sicherlich mancher potentielle Käufer durch eine solche Rezension abgeschreckt. Überraschend eigentlich, wie gut sich z.B. Syberia trotz der mäßigen bis miserablen Rezensionen der deutschen Printmagazine verkauft. Und erinnert sich niemand mehr an den überragenden kommerziellen Erfolg der Myst-Serie? Ich glaube, daß es durchaus eine breite Käuferschicht gibt, die Adventure-Spielen aufgeschlossen gegenüber steht. Und die darauf wartet, daß diese endlich einmal fair und ausführlich in der Presse präsentiert werden. Dabei geht es überhaupt nicht primär um Bewertungen. Aber z.B. um solide Recherche im Vorfeld eines Tests, wie sie bei fast jedem Shooter selbstverständlich ist. Das "katzenartige Gejammer", wie Du die Kritik bezeichnest, spricht im Übrigen doch auch für ein nicht gerade geringes Interesse. Diese Kritik kommt doch nicht nur von einigen wenigen beinharten Fans.
Benutzer
Bewertung: 0
30.08.2002 12:26 Uhr
Wie gesagt... akzeptabel ist der Test schon, und es ist zu schätzen, daß auf konstruktive Kritik eingegangen wird.

Daß auf effektiv einer halben Seite nicht viel gebracht werden kann, ist natürlich auch klar. Insofern ist dem Rezensenten hier kein Vorwurf zu machen.

Und die Frage, warum diesem Spiel im Heft so wenig Raum zugestanden wurde, ist ja nun auch beantwortet. Wirtschaftliche Gründe und angebliches Käuferinteresse. Damit ist eigentlich alles gesagt... besonders über die primäre redaktionelle Ausrichtung der PCGames auf einen Massenmarkt hin. Immerhin ein ehrliches Eingeständnis, in erster Linie ein Heft machen zu wollen, das sich gut verkauft. Dagegen gibt es eigentlich nichts zu sagen. Niemand würde dies Bravo und Popcorn im Musikbereich vorwerfen. Nur zu schade, daß es im Spielebereich keine Alternativen gibt. Momentan ist die PCGames leider nur das kleinere Übel.