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  • Super Mario Maker im Test: Miyamoto reicht das Zepter weiter - an euch!

    Mario Maker im Test: Die Hand ist im Grunde ein optisches Gimmick, da sie nur auf dem Fernsehbildschirm zu sehen ist. Im Bau-Modus schaut ihr ausschließlich nur auf das Touchpad. Quelle: Nintendo

    Super Mario Maker im Tes: Nintendos Altmeister Miyamoto reicht das Mario-Zepter weiter - und zwar an niemand geringeren als euch! Mit Super Mario Maker tretet ihr in seine Fußstapfen.

    Wir schreiben den 25. Dezember 1992. Es ist Morgen. Der erste von insgesamt drei Weihnachtsfeiertagen ist in der beschaulichen Kleinstadt Grevenbroich ruhig über die Bühne gegangen. Der Autor dieser Zeilen hat es sich, eingehüllt in seine kuschelige Bettdecke mit Mario-Motiven, vor dem Fernseher gemütlich gemacht und mampft dabei zufrieden ein Weißbrot mit Nutella. Während er den Schokoaufstrich schon seit Jahren kennt, ist dieses seltsame, graue Stück Plastik mit den beiden lila Knöpfen völlig neu für ihn.

    "Maus" nennt man diesen neuartigen Controller wohl. Steht zumindest in der Anleitung. Diese Maus lag nicht allein unter dem Weihnachtsbaum. In dem Gesamtpaket enthalten war auch noch ein dazu passendes Mauspad als Unterlage sowie das eigentliche Spiel, mit dem die Maus kompatibel ist: Mario Paint. Kein Jump & Run, wie man zunächst vermuten würde, sondern ein Zeichenprogramm, mit dem neben aufwendigen Kunstwerken sogar Musikstücke und sogar kleine Filme gedreht werden können. Das macht riesig Fun und führt wahrscheinlich so manchen jungen Spieler zum ersten Mal an das Prinzip der Maussteuerung heran, die heutzutage in vielen Berufen zum Alltag gehören. Doch einige Zocker wollen mehr.

    In ihnen keimt der Wunsch auf, mit Mario Paint auch eigene Mario- Levels zu bauen. Ein Wunsch, den Nintendo mit Mario Paint nicht erfüllen kann. Erst jetzt, 23 Jahre später, greift Nintendo mit Super Mario Maker ein weiteres Mal das Editor-Spielprinzip auf. Die Idee hinter dem Titel ist dabei so einfach, dass man sie leicht in einem Satz zusammenfassen kann: Super Mario Maker ist ein Level-Editor, mit dem ihr selbst eigene Stages entwerfen und online mit anderen Spielern teilen könnt.

    Mario Maker im Test: Was ist drin?

          

    Mario Maker im Test: Gegen den Rest der Welt: In verschiedenen Schwierigkeitsgraden dürft ihr euch an zufällig ausgewählten Stages ausprobieren und habt dafür genau 100 Versuche. Mario Maker im Test: Gegen den Rest der Welt: In verschiedenen Schwierigkeitsgraden dürft ihr euch an zufällig ausgewählten Stages ausprobieren und habt dafür genau 100 Versuche. Quelle: Nintendo Mindestens genauso schnell, wie das Prinzip erklärt ist, tun sich aber auch neue Fragen auf. Die wichtigste darunter dürfte sein, was für eine Art Mario- Spiel man denn nun nachbauen darf. Immerhin ist der Klempner mit der blauen Latzhose schon in Dutzenden von Jump & Runs unterwegs gewesen, die sich teilweise doch sehr voneinander unterscheiden. Insgesamt vier Paletten aus ebenso vielen Spielen hat Nintendo in Super Mario Maker gepackt: Super Mario Bros., Super Mario Bros. 3, Super Mario World und New Super Mario Bros. Zur Auswahl stehen also nur Titel, die auf einer Spielmechanik im 2D-Gewand basieren. Die Mischung ist dabei gut gewählt: Ältere Nostalgiker haben ihren Spaß an den drei ersten Mario-Titeln, jüngere Spieler werden dank der Palette von New Super Mario Bros. nicht außen vor gelassen. Die zwei wichtigsten Modi von Super Mario Maker – Bauen und Spielen – sind direkt vom Startmenü aus zu erreichen. Entscheidet ihr euch für die erste Variante, seid ihr binnen eines Augenblicks schon im Editor.

    Wenn ihr das Spiel zum ersten Mal in die Wii U geschoben habt, sind euren kreativen Möglichkeiten jedoch noch Grenzen gesetzt. Bis auf das erste Super Mario Bros. und ein paar dazugehörige Items, Gegner sowie Landschaftsmerkmale gibt es nicht viel, womit ihr euch beschäftigen könnt. Erst im Laufe der Tage stehen neue Inhalte bereit. Das wirkt im ersten Moment wie eine Designsünde und dämpft in der Tat ein wenig den Spielspaß. Sobald man aber damit begonnen hat, mit dem spärlichen Inhalt etwas zu bauen, wird einem bewusst, warum diese Entscheidung gefällt wurde. Nintendo möchte es vor allem vermeiden, den Spieler mit einer unüberschaubaren Fülle an Optionen zu überfordern.

    06:06
    Super Mario Maker im Test-Video: Baue deine eigenen Mario-Level

    Mario Maker im Test: Was muss ich beachten?

          

    Mario Maker im Test: Viele der Gegenstände verändern ihre Eigenschaften, wenn ihr sie mit dem Stylus schüttelt oder mit anderen Objekten in der Spielwelt kombiniert. Mario Maker im Test: Viele der Gegenstände verändern ihre Eigenschaften, wenn ihr sie mit dem Stylus schüttelt oder mit anderen Objekten in der Spielwelt kombiniert. Quelle: Nintendo Der Grund dafür liegt in den kontextsensitiven Optionen, die jedes zur Verfügung stehende Objekt mit sich bringt – und wie diese miteinander kombiniert werden können. Ein simples Beispiel dafür findet sich etwa in der Verknüpfung aus Piranha-Pflanze und grüner Röhre. Platziert dafür einfach die Röhre an einem beliebigen Punkt im Level, wählt anschließend die beißfreudige Blume aus und zieht sie auf's Rohr – schwups, so einfach geht das. Hier wird es aber erst richtig interessant. Habt ihr etwa die besagte Pflanze selektiert und schüttelt sie per Stylus ordentlich durch, verändert sich ihre Gestalt. Ab jetzt kann sie Mario ins Visier nehmen und ihn mit Feuerbällen bespucken. Doch es geht noch weiter: Warum nicht diese Piranha- Pflanze noch auf einen roten Koopa setzen, welchem man vorher noch Flügel verpasst hat? Mit nur wenigen Handgriffen habt ihr so eine Gegnerart geschaffen, die es so noch in keinem Mario zu sehen gab.

    Mario Maker im Test: Das Konzept dieser Stage baut darauf, dass Bowser mit seinem Feueratem Wände zerstören und ihr diese per Wandsprung erklimmen könnt. Mario Maker im Test: Das Konzept dieser Stage baut darauf, dass Bowser mit seinem Feueratem Wände zerstören und ihr diese per Wandsprung erklimmen könnt. Quelle: Nintendo Experimente dieser Art sind mit so gut wie allen Gegenständen in Super Mario Maker möglich, grenzenlos ist das Vergnügen aber nicht. Den genauen Schusswinkel der vorhin erwähnten Piranha-Pflanze etwa könnt ihr nicht verändern. Mit diesem Wissen tritt üblicherweise der Zeitpunkt ein, in dem man als Spieler schnell leichtsinnig wird. Es ist ein verführerischer Gedanke, die Stage mit dermaßen vielen Hindernissen vollzupacken, dass Mario (und die anderen Online-Spieler) so gut wie keine Chance hat, die Ziellinie zu überqueren. Nintendo hat hier aber eine Art Schutzmechanismus eingebaut: Bevor ihr den Level hochladen könnt, müsst ihr ihn selbst an einem Stück meistern. Diese Generalprobe macht Sinn, denn erst, wenn ihr euer Werk unter Realbedingungen austestet, stechen euch hier und da kleine Fehler ins Auge. Hier die Weite des Abgrundes verringern, dort den Hammer-Bruder entfernen, am Ende dieses Abschnittes vielleicht einen Superpilz platzieren – solch verschwin verschwindend geringe Details können aus einem frustrierenden Parcours schnell ein spaßiges Hüpfabenteuer machen.

    Mario Maker im Test: Was bringt mir das alles?

          

    Was die Online-Community von euren selbst fabrizierten Mario- Welten hält, kann sie euch auf unterschiedliche Art und Weise direkt mitteilen. Zum einen erhaltet ihr als Urheber des Levels einen genauen Einblick, wer sich an der Stage versucht hat, ob er dabei Erfolg hatte und euch anschließend einen Stern vergab. Letzterer ist wichtig, um in der Riesenauswahl einen Überblick zu behalten, welche Levels den Leuten besonders gut gefallen. Erweisen sich bestimmte Kreationen als zu unbeliebt, werden sie nach einiger Zeit vom Server gelöscht. Genauer ins Detail gehen kann man dank der Miiverse- Anbindung samt dazugehöriger Kommentar-Funktion. Solltet ihr auf einen Spieler treffen, der in euren Augen fabelhafte Stages konstruiert, könnt ihr diesen sogar abonnieren und werdet fortan darüber informiert, wenn er etwas Neues hochgeladen hat. Lediglich die normale Suchfunktion ist sehr unkomfortabel ausgefallen. Baumeister sind nur in einer Sternen-Rangliste sowie euren eigenen Favoriten aufgelistet, die Stages selbst sind nur mit einer 16-stelligen ID auffindbar – nach dem Titel selbst könnt ihr nicht suchen.

    Mario Maker im Test: Das Konzept dieser Stage baut darauf, dass Bowser mit seinem Feueratem Wände zerstören und ihr diese per Wandsprung erklimmen könnt. Mario Maker im Test: Das Konzept dieser Stage baut darauf, dass Bowser mit seinem Feueratem Wände zerstören und ihr diese per Wandsprung erklimmen könnt. Quelle: Nintendo Ebenfalls sehr schade: Online steht das Feature mit eigenen Sounds nicht zur Verfügung. Über das eingebaute Mikrofon des Gamepad könnt ihr einen rund drei Sekunden lang Clip aufnehmen und irgendwo im Level platzieren. Sobald Mario diesen (unsichtbaren) Punkt berührt, wird das Soundfile abgespielt. Offline ein lustiges Feature für Freude, online hört man jedoch nur Vogelgezwitscher – ganz offenbar im Sinne des Jugendschutzes, ein Ärgernis bleibt es aber dennoch. Immerhin stehen auch von Nintendo selbst erstellte Sounds wie Türklingeln, Applaus oder ein dumpfes Schlaggeräusch zur Verfügung. Sogar der Quietschmond aus Mario Paint hat es ins Spiel geschafft. Optionale, visuelle Effekte der Marke Discobeleuchtung oder Konfetti gibt es als Dreingabe noch obendrauf. Kleine Details wie diese werten Super Mario Maker ungemein auf und vermögen es, lieb gewonnene Nostalgie clever mit neuen Spielelementen zu kombinieren. Apropos neu: Auf Mario als alleinige Spielfigur seid ihr nicht beschränkt, denn Super Mario Maker ist vollständig Amiibo-kompatibel. Im Baumodus einfach kurz den entsprechenden Amiibo an das Gamepad halten, schon stehen euch die Skins von anderen Nintendo-Helden wie Peach, Samus oder Pikachu zur Verfügung und können in einen Fragezeichen-Pilz gepackt werden. Sonderfähigkeiten erhält Mario durch diese Kostüme aber nicht: Das Amiibo-Feature ist nur ein optisches Gimmick und steht darüber hinaus lediglich im Spektrum des ersten Super Mario Bros. zur Auswahl. Sobald ihr die Stage-Palette ändert, wird aus dem Fragezeichen-Pilz eine Feder oder ein Ahorn-Blatt.

    Mario Maker im Test: Möglich ist das nur mithilfe des Spieldesigns von New Super Mario Bros. Wechselt ihr rüber zur Palette des ersten Super Mario Bros., funktioniert die Idee nicht mehr. Mario Maker im Test: Möglich ist das nur mithilfe des Spieldesigns von New Super Mario Bros. Wechselt ihr rüber zur Palette des ersten Super Mario Bros., funktioniert die Idee nicht mehr. Quelle: Nintendo Dieser Wechsel bringt übrigens viel Komplexität ins Spiel, mit der man als Konstrukteur zu Beginn gar nicht rechnet. Das fängt schon mit der Tatsache an, dass die vier Mario-Titel alle demselben Spielprinzip folgen, sich im Detail aber sehr voneinander unterscheiden. Es ist ein Leichtes, den Level vor euch mit wenigen Eingaben vom 8-Bit- Look eines Super Mario Bros. 3 in das HD-Antlitz von New Super Mario Bros. zu wandeln. Da Mario in der modernen Fassung aber in der Lage ist, Wandsprünge auszuführen, spielt sich euer selbst gebauter Level in dieser Form komplett anders und lässt sich womöglich sogar ganz aushebeln. Gleiches gilt für Cape- Mario aus der SNES-Variante. Einmal kurz Anlauf genommen, schon fliegt Mario über euren eigentlich so wohldurchdachten Level einfach drüber. Überlegt euch also genau, ob euer Konzept in allen Varianten oder nur mit einem bestimmten Skin funktioniert. Ein Großteil des Spielspaßes hängt nämlich davon ab, was ihr selbst aus Super Mario Maker herausholt – und wie viel ihr davon an die Community weitergebt. Im weitesten Sinne liegt es in der Hand der Spieler, wie viel Spaß Super Mario Maker am Ende macht. Das nötige Werkzeug dafür ist aber auf alle Fälle vorhanden.

    Mario Maker im Test: Meinung und Wertung

          


    Super Mario Maker (WiiU)

    Spielspaß
    85 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Klassisches Super Mario-Feeling
    Vier verschiedene Mario-Paletten
    Kinderleicht zu bedienen
    Kreative Kombinationsmöglichkeiten
    Audiovisuell eine Reise in die Vergangenheit
    Inhalte erst nach und nach erhältlich
    Nicht alle Items der Original-Spiele sind vorhanden
    Online-Struktur etwas konfus gestaltet

    02:37
    Starfox Zero & Super Mario Maker: Der E3-Stand von Nintendo im Video
  • Super Mario Maker
    Super Mario Maker
    Publisher
    Nintendo
    Developer
    Nintendo
    Release
    11.09.2015

    Aktuelle Sonstiges-Spiele Releases

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1170042
Super Mario Maker
im Test: Miyamoto reicht das Zepter weiter - an euch!
Super Mario Maker im Tes: Nintendos Altmeister Miyamoto reicht das Mario-Zepter weiter - und zwar an niemand geringeren als euch! Mit Super Mario Maker tretet ihr in seine Fußstapfen.
http://www.pcgames.de/Super-Mario-Maker-Spiel-55731/Tests/im-Test-Miyamoto-reicht-das-Zepter-weiter-an-euch-1170042/
02.09.2015
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2015/04/WiiU_MarioMaker_07-pc-games_b2teaser_169.jpg
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