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    Street Fighter 5: Großes Comeback der legendären Prügel-Reihe - Update zu Patches und Story-Modus

    Schnürt euer Bandana zurecht und ballt die Fäuste zusammen, denn ein neuer Herausforderer hat den Ring betreten! Mit dem offiziell fünften Teil der wohl einflussreichsten Fighting Game-Serie der Welt betritt Capcom in vielerlei Hinsicht Neuland, setzt auf lange Sicht gesehen aber vor allem auf die etablierten Stärken. Ob Street Fighter 5 überzeugen kann oder es schon nach zwei Runden das Handtuch wirft, lest ihr im Test. Update: Jetzt mit neuer Wertung.

    Update Juli 2016: Street Fighter 5 - Das Nachspiel: Was hat sich bei Capcoms Fighting Game getan?

    Das hatte sich Capcom wahrscheinlich besser vorgestellt: Als im vergangenen Februar Street Fighter 5 exklusiv für PC und PlayStation 4 erschien, sollte nach dem äußerst erfolgreichen Vorgänger das nächste Kapitel der Prügel-Saga eingeläutet werden. Bereits vor dem Release verdichteten sich aber die Anzeichen darauf, dass die fünfte Iteration der Fighting Game-Ikone wohl doch noch nicht soweit sei, um in den Ring geschickt zu werden. Was kurz darauf folgte, glich einem verfrühten Niederschlag. Zu wenige Spielmodi, herbe Server-Probleme, herbe User-Kritiken - auch die Presse zeigte sich weniger begeistert also noch vom vierten Teil, der 2008 enthüllt wurde. Nun aber sind einige Monate ins Land gezogen und Capcom hat fieberhaft an neuen Charakteren und umfangreichen Updates für das Spiel gearbeitet. Höchste Zeit also, um zu überprüfen, ob Street Fighter 5 die zweite Runde für sich entscheiden kann.

    Später veröffentlichte Charaktere wie etwa Balrog machen optisch einiges mehr her als der Original-Cast. Hier wurde ganz klar Zeit investiert. Später veröffentlichte Charaktere wie etwa Balrog machen optisch einiges mehr her als der Original-Cast. Hier wurde ganz klar Zeit investiert. Quelle: PC Games

    Eins für alle!

    Zunächst einmal darf man Capcom ein Lob dafür aussprechen, dass die Entwickler ihre grundsätzliche Idee bislang beibehalten haben: Bis zum Ende der PS4-Ära soll es von Street Fighter 5 nur eine einzige Version geben, welche für alle Spieler gleich sein wird. Abzüglich diverser Patches und kostenloser DLC-Erweiterungen, wohlgemerkt. Zudem wurden im Vorfeld schon bis einschließlich August sechs neue Charaktere vorgestellt, welche pro Monat erscheinen sollten. Ein Plan, der seitens Capcom nicht zu 100 Prozent aufgegangen ist. Was sich mit den ersten beiden Figuren Guile und Alex schon anbahnte - beide erschienen erst gegen Ende des jeweiligen Monats - wurde spätestens bei Ibuki mehr als deutlich. Der Release der agilen Ninja-Schülerin wurde um einige Wochen nach hinten verschoben und Anfang Juli zeitgleich mit Boxer Balrog vollzogen. Im Verlaufe des Sommers sollen dann noch die beiden letzten Charaktere Juri und Urien erscheinen. Entwicklerchef Yoshinori Ono sorgte zwischenzeitlich aber schon für neue Spekulationen. Auf einem von ihn gemachten Foto posiert seine berüchtigte Blanka-Figur vor zwei Bierdosen der Marke Tiger - ein möglicher Verweis auf Sagat. Auch weitere Kämpfer wie Abel oder Sean wurden im Story-Modus bereits gesichtet.
    Immer wieder werden die Zwischensequenzen von Kämpfen unterbroche, die ihr austragen müsst. Wirklich schwer sind die aber nicht. Immer wieder werden die Zwischensequenzen von Kämpfen unterbroche, die ihr austragen müsst. Wirklich schwer sind die aber nicht. Quelle: PC Games

    Ein neues Kapitel

    Moment, Story-Modus? Ganz genau, denn auch das für ursprünglich für Juni angedachte Story-Update wurde am 1. Juli endlich veröffentlicht. Vor allem das Fehlen einer zusammenhängenden Hintergrundgeschichte wurde beim ursprünglichen Release von Street Fighter 5 von allen Seiten bemängelt. Hinzu kamen noch kaum vorhandene oder eher mangelhaft ausgestattete Spielmodi, was Street Fighter 5 im Endeffekt auf einen Trainings- und einen Versus-Modus reduzierte. Dem Genre-Enthusiasten mag das vielleicht reichen, doch in Hinsicht auf die Tatsache, dass das Spiel mit leichter zugänglichen Mechaniken auch an Casual-Spieler gerichtet war, gehörte dies wohl zu dein haarsträubendsten Entscheidungen, die Capcom für das Game treffen konnte. Über die für jede Spielfigur zur Auswahl stehenden, enttäuschenden Prolog-Missionen wollen wir im Angesicht des großen Juli-Updates aber nun den Mantel des Schweigens ausbreiten und uns stattdessen auf das Hauptgericht konzentrieren.

    Juri erscheint zwar erst im nächsten Monat, doch bereits jetzt darf man sie im Story-Modus schon einmal selbst anspielen. Juri erscheint zwar erst im nächsten Monat, doch bereits jetzt darf man sie im Story-Modus schon einmal selbst anspielen. Quelle: PC Games Anders als man zunächst erwarten würde, ist Street Fighter 5 als Bindeglied zwischen dem dritten und vierten Teil gedacht. Die Ereignisse der Alpha-Reihe, welche als Prequel zur bekannten Hauptserie gedacht war, sind also noch nicht allzu lange her. Neben Charlie Nash oder Karin Kanzuki spielen also auch Figuren wie Ninja-Göre Ibuki oder Bösewicht M. Bison eine mehr oder weniger tragende Rolle. Die fiese Grinsebacke und Anführer von Shadaloo hat es wieder einmal auf die Weltherrschaft abgesehen und plant nun, mit mehreren Mond-ähnlichen Installationen einen globalen Fallout zu initialisieren. Die überall verstreuten World Warriors haben da natürlich entschieden etwas dagegen und bieten Bison und seinen Anhängern nun die Stirn. Inhaltlich bewegt sich Street Fighter 5 also auf einem recht vorhersehbaren, aber gediegenem Niveau. Dafür macht die Inszenierung definitiv um einiges mehr her also die hastig zusammengekritzelten Artworks im Prolog-Modus. Das Highlight dürfte aber definitiv die Option darstellen, mit Juri und Urien in den Kampf zu ziehen: beide Figuren sind zwar noch nicht erhältlich, dürfen im Story-Modus aber schon mal ausprobiert werden. Die anzügliche Koreanerin dürfte dabei noch in schärferer Erinnerung geblieben sein als Muskelprotz Urien, der in Street Fighter 3 zu den spielerisch interessanten Charakteren gehörte. Viele seiner Moves wurden adäquat in Street Fighter 5 übertragen, wobei sich sein spielerischer Mehrwert in richtigen Matches erst noch beweisen muss.
    Ursprünglich hätte der Story-Modus schon im Februar zur Verfügung stehen sollen - Capcoms Pläne sahen allerdings ein wenig anders aus. Ursprünglich hätte der Story-Modus schon im Februar zur Verfügung stehen sollen - Capcoms Pläne sahen allerdings ein wenig anders aus. Quelle: PC Games
    Gibt es für Einzelspieler also Entwarnung, muss Capcom an anderer Stelle wohl nochmal die Schulbank drücken. So hat der Online-Modus, trotz angeblich weitreichender Verbesserungen, immer noch vermehrt mit Lags zu kämpfen. Selbst wer bei der Spielersuche nur nach bestmöglicher Verbindung sucht, wird oft mit Spielern ins Gefecht geworfen, die einen mageren Balken in der Leiste haben - quälend lange Wartezeiten inklusive. Links neben dem Mond seht ihr einige der Satelliten, welche auf der Welt für Chaos sorgen. Doch wer steckt nur hinter diesen ganzen Anschlägen? Links neben dem Mond seht ihr einige der Satelliten, welche auf der Welt für Chaos sorgen. Doch wer steckt nur hinter diesen ganzen Anschlägen? Quelle: PC Games Völlig unverständlich bleibt dabei, was sich Capcom bei neuen Stages wie dem Tropenstrand gedacht hat, wo Bodenprojektile von anbrausenden Wellen überdeckt werden und nicht mehr zu sehen sind - genau wie die Boxer-Stage, welche konsequente Lags aufweist, dürften diese Levels auf Turnieren schnell auf die Ban-Liste gepackt werden. Und wo wir schon mal von Lag reden: Der von Haus aus vorhandene, aber nie zu Sprache gebrachte Lag von acht Frames ist nach wie vor zu spüren und soll laut Capcom irgendwann im Verlauf des Jahres behoben werden.

    Update-Fazit: Neue Spielmodi, aber alte Probleme - Street Fighter 5 macht nach wie vor deutlich, dass das Spiel einige Monate zu früh auf den Markt gebracht wurde. Vom stimmigen Gesamtpaket ist der fünfte Teil immer noch ein gutes Stück entfernt. Wirklich interessant ist das Spiel nur für jene Zocker, die es definitiv auf einer professionelleren Ebene spielen möchten.


    Update März 2016: Street Fighter 5 - Abwertung aufgrund von Online-Problemen

    Während unserer knapp einwöchigen Testphase von Capcoms neuen Fighting Game hatten wir natürlich auch die Gelegenheit, online gegen andere Spieler anzutreten, die ebenfalls über eine Testversion verfügten. Zu diesem Zeitpunkt war in der übers Internet spielbaren Variante des Versus-Modus auch noch alles in Ordnung. Lediglich bei einer Handvoll Matches kam es zu einem spür- wie sichtbaren Lag. Beim Tag der offiziellen Erstveröffentlichung brachen die Server von Capcom allerdings sofort in sich zusammen. Eigene Lobbies erstellen war nahezu unmöglich, nur der Ranked-Modus war sporadisch nutzbar. Da die kompetitive Ausrichtung des Spiels hierdurch fundamental beeinträchtigt wird, haben wir uns dazu entschlossen, das Spiel um einige Prozentpunkte abzuwerten. Sollte Capcom das Spiel in den nächsten Wochen wieder einigermaßen lauffähig kriegen, gilt wieder die ursprüngliche Wertung.

    Originaltext: Geschichte wiederholt sich: Als dem noch recht jungen Videospielhersteller Capcom im Jahr 1991 mit Street Fighter 2 ein bahnbrechender Erfolg gelingt, ist dem Unternehmen wie auch den Fans weltweit klar, dass dieses Phänomen kein Einzelfall bleiben wird. Nach der Automaten-Version, die allein schon einen Umsatz von über zwei Milliarden Dollar generieren wird, folgen alsbald auch Umsetzungen für alle wichtigen Heimkonsolen. Da das Internet zu diesem Zeitpunkt noch in den Kinderschuhen steckt und der Begriff DLC noch nicht einmal erfunden ist, kommt Capcom nicht um den Umstand herum, im Laufe der nächsten Jahre erweiterte Versionen des Spiels auf den Markt zu bringen.

    Die Champion Edition macht im März 1993 den Anfang, es folgen Street Fighter 2 Turbo: Hyper Fighting, Super Street Fighter 2 und schlussendlich die bis heute beste Fassung Super Street Fighter 2 Turbo. Während der Hardcore-Fan sich auf diesen Umstand noch einlässt, rutscht die Serie gegen Ende der 90er in die Nische ab und verschwindet aus dem Mainstream. Erst 2008 gelingt es Capcom, dem alten Prügelknaben mit Street Fighter 4 wieder Zunder zu verpassen - und an dieser Stelle fängt die Geschichte an, sich zu wiederholen. Bis ins Jahr 2014 hält der japanische Konzern sein neuestes Bemu-Baby durch regelmäßige Updates und neue Editionen auf den aktuellsten Stand. Bei Street Fighter 5 soll es mit dieser Politik aber nun vorbei sein.

    05:16
    Street Fighter 5: Testvideo zum Prügel-Comeback

    Street Fighter 5 im Test: Einmaliges Vergnügen

          

    Die Drachenfaust erhebt sich: Das klassische Duell zwischen Ryu und Ken, welches seit 1991 ausgetragen wird, zündet auch noch im neuesten Teil, 25 Jahre später. Die Drachenfaust erhebt sich: Das klassische Duell zwischen Ryu und Ken, welches seit 1991 ausgetragen wird, zündet auch noch im neuesten Teil, 25 Jahre später. Quelle: play4 Bereits im Vorfeld, als Street Fighter-Produzent Yoshinori Ono auf der ganzen Welt noch fleißig die Werbetrommel rührte, sorgte Capcom mit einer Aussage nämlich für Raunen im Saal. Künftig soll es von Street Fighter 5 nur eine Basisversion geben, mit der alle Spieler gleichermaßen ins Turnier starten. Neue Inhalte, Features und auch Kämpfer werden danach ausschließlich per DLC-Verfahren hinzukommen. Ein zunächst durchaus abwegiger Gedanke, wenn man sich vor Augen hält, was für einen Stand der Begriff des Downloadable Content bei den Hardcore-Zockern innehat. Echtes Geld wird für die Zusatzinhalte aber nicht wirklich nötig sein, denn Street Fighter 5 weist mit dem sogenannten Fight Money eine eigene, spielinterne Währung auf. Um euch diese zu verdienen, müsst ihr nichts weiter tun als eure Gegner vertrimmen - egal ob nun online, im lokalen Versus oder gegen die KI-Kontrahenten. Für das kommende Jahr hat Capcom ebenfalls schon seine Pläne veröffentlicht und eine Reihe von DLC-Charakteren vorgestellt. Für unseren Test musste allerdings die Standardversion unter Beweis stellen, was sie auf dem Kasten hat. Wer das Beat 'em Up zum ersten Mal in seine Playstation 4 einlegt, darf sich unter 16 verschiedenen Kampfsportlern seinen Favoriten aussuchen. Life's a party: Ohne Übung wird euch in Street Fighter 5 schnell die Puste ausgehen. Einige Standardcombos solltet ihr euch also schnell antrainieren. Life's a party: Ohne Übung wird euch in Street Fighter 5 schnell die Puste ausgehen. Einige Standardcombos solltet ihr euch also schnell antrainieren. Quelle: play4

    Street Fighter 5 im Test: Die Besten der Besten

          

    Einige Gesichter sind bereits aus den Vorgängern bekannt, darunter natürlich auch Ikonen wie Ryu und Chun-Li, aber auch eher weniger bekannte Streiter wie Birdie oder R. Mika. Lediglich vier völlig neue Figuren haben es in die fünfte Iteration des berühmten Prügelspiels geschafft. Der animalische Dschungelkämpfer Necalli, Wüstenprinz Rashid, die rassige Brasilianerin Laura und der geheimnisvolle F.A.N.G. Die Auswahl mag im Angesicht der riesigen Teilnehmerliste vom direkten Vorgänger mager erscheinen, aber Street Fighter 5 ist nun mal eben kein simples Update, sondern eine komplette Neuentwicklung. Gemeinsamkeiten mit früheren Titeln der Reihe sind aber natürlich trotzdem nicht von der Hand zu weisen. Nach wie vor setzt sich das Repertoire jedes Kämpfers aus sechs verschiedenen Schlag- und Trittvarianten zusammen, die in Kombination untereinander oder mit dem Analogstick/D-Pad weitere Spezialangriffe ermöglichen. So weit, so gut. Interessanter wird es da schon bei den neu hinzugekommenen V-Skills, welche bei jeder Figur einzigartig sind.
    Gott segne Mountain Dew: Rüpel-Rocker Birdie wirft mithilfe seines V-Skills mit Bananenscheiben und leeren Dosen. Sehr erniedrigen für den Gegner. Gott segne Mountain Dew: Rüpel-Rocker Birdie wirft mithilfe seines V-Skills mit Bananenscheiben und leeren Dosen. Sehr erniedrigen für den Gegner. Quelle: play4
    Goldlöckchen Ken Masters etwa setzt zum kurzen Spurt an, Birdie verteilt Bananenschalen und ausgetrunkene Energy-Drink-Dosen in der Arena und Mastermind Bison absorbiert gegnerische Projektile. Das sorgt nicht nur für jede Menge Abwechslung - der Cast alleine ist schon sehr gut gemischt - sondern animiert einen dazu, sich noch tiefgreifender mit der Materie zu beschäftigen. Wer nicht genau weiß, welche potenziellen Möglichkeiten alle Figuren besitzen, wird schnell das Handtuch schmeißen müssen. Der Sinn und Nutzen einzelner V-Skills wird sich nicht bei jedem Spieler sofort erschließen, zumal es in Street Fighter 5 (noch) keine charakterspezifischen Tutorials gibt. So wie einst bei Street Fighter 3, das lange Zeit nur bei Turnierspielern und Fighting-Game-Fans bekannt war, richtet sich die neue Episode vorrangig an erfahrene Prügelspieler. Anders als in Street Fighter 4 werden Einsteiger enorme Schwierigkeiten haben, sich auf die neue Meta-Ebene des Spiels festzulegen - ohne solide Defensive, Footsie-Game und Variationen bei den Blockstrings küsst ihr online regelmäßig die Fußmatte. Veteranen allerdings, denen das große Serien-Comeback von 2008 zu simpel war, dürften mit Street Fighter 5 deutlich schneller warm werden und Spaß haben.

    Street Fighter 5 im Test: Time Up!

          

    Ganz schön arschig: So manche Kameraperspektive hat Capcom vor Release leicht geändert, um damit Sexismus-Vorwürfen frühzeitig aus dem Weg zu gehen. Ganz schön arschig: So manche Kameraperspektive hat Capcom vor Release leicht geändert, um damit Sexismus-Vorwürfen frühzeitig aus dem Weg zu gehen. Quelle: play4 Kann der fünfte Teil also mit seiner spielerischen Materie schon frühzeitig überzeugen, merkt man dem Spiel an so ziemlich jeder anderen Stelle leider klar an, dass Capcom gegen Ende die Entwicklungszeit davongelaufen ist. So zum Beispiel war der Zuschauer-Modus erst zum Release des Spiels verfügbar, was sich fast mit unserem Redaktionsschluss überschnitt. Noch gar nicht anspielbar waren spezielle Challenges wie etwa bei Mortal Kombat X oder gar ein umfangreicher Story-Modus, welcher erst im Juni erscheint. Sicher, für ein erzählerisch dünnes Brett à la Street Fighter ist das eher von zweitrangiger Relevanz. Konkurrenztitel wie Guilty Gear Xrd oder eben das zehnte Mortal Kombat sind an dieser Stelle aber einfach hochwertiger und umfangreicher aufgestellt. Die einzelnen Story-Prologe der verschiedenen Kämpfer mögen ihren Zweck vielleicht erfüllen, eine sonderlich ansprechende Präsentation sieht im Jahr 2016 aber anders aus. Gleiches kann in gewisser Hinsicht über die optischen Qualitäten des Spiels gesagt werden. Das generelle Artdesign der Figuren wurde wieder einmal adäquat umgesetzt - selbst die zarten Kämpfer weiblicher Natur sind von den Designern mit großen Händen und definierten Muskelpartien versehen worden. Auch die Animatoren haben erneut gute Arbeit abgeliefert, wie sich das für ein Fighting Game gehört. Einen ähnlichen Quantensprung wie bei Street Fighter 4 vollzieht Capcom mit seinem neuesten Werk jedoch nicht. Dafür ist vor allem die Texturqualität vieler Stages zu gering und die Clipping-Fehler zu offensichtlich. Und was man sich bei der Gestaltung mancher Haarfrisuren gedacht hat, weiß wohl nur Onos kleiner Plastik-Blanka. Eine deutliche Spur weiter ist Street Fighter 5 aber beim Online-Aufgebot, dem Capcom sehr viel Augenmerk widmete.

    Street Fighter 5 im Test: Nie mehr alleine spielen

          

    Vom zentralen Menüpunkt aus habt ihr Zugriff auf das Capcom Fighting Network, in dem sämtliche Spieler samt detailliertem Profil aufgelistet werden. Auf Wunsch könnt ihr euch eine Favoriten-Liste eurer persönlichen Rivalen oder Idole anlegen, wodurch ihr nie ein Spiel verpasst. Sobald Topspieler wie Infiltration, Justin Wong oder Momochi ein Match hochladen, bekommt ihr es sofort mit. Herausforderungen werden entweder bei Freundschaftsmatches oder Rang-Matches ausgesprochen. Durch einen Sieg in letzterer Disziplin steigt ihr in einer internationalen Rangliste auf, bei einer Niederlage logischerweise ab. Nur die Harten kommen in den Garten - und nur jene Spieler ganz nach oben, die langfristig am Ball bleiben. Und genau für diese Zielgruppe ist Street Fighter 5 auch gedacht. Es geht nicht um die erneute Wiederveröffentlichung oder das Lizenz-Verwursten eines legendären Klassikers. Hier zählt nur der Kampf. Ein Kampf, den die Fighting-Game-Community austragen wird. Schließt euch an!

    Street Fighter: Fazit und Wertung

          

    Street Fighter 5 (PS4)

    Spielspaß
    79 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung

    Street Fighter 5 (PC)

    Spielspaß
    79 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Neue Features und spielerische Tiefe
    Gelungene wie abwechslungsreiche Charakterauswahl
    Kurzweilige Matches
    Alte PS3- und PC Sticks nach Update nutzbar
    Neue Figuren mit Fight Money erspielbar
    Einige optische Schwächen
    Umfang für Einzelspieler sehr dünn
    Story noch nahezu nicht vorhanden
    Fazit
    Für den Königsthron reicht es noch nicht, aber das Potential ist definitiv vorhanden!

    • Es gibt 23 Kommentare zum Artikel

      • Von aloha84 Neuer Benutzer
        Zitat von zMike
        Habe am Wochenende versucht nen paar Casual und Ranked Matches zu machen. War soweit ok. Bisher nicht die von dir beschriebenen Fehler gehabt. Waren ca. 3h.
        Der fehler besteht bei mir weiterhin. Alle 5-15 Minuten fliege ich raus.
        Bin auch nicht der einzige, es hat sich bei…
      • Von zMike Benutzer
        Habe am Wochenende versucht nen paar Casual und Ranked Matches zu machen. War soweit ok. Bisher nicht die von dir beschriebenen Fehler gehabt. Waren ca. 3h.
      • Von aloha84 Neuer Benutzer
        Zitat von zMike
        tja ich hab das Game vor mir und nicht nur ein Video. Teilweise ist es wirklich schön und eine deutliche Verbesserung aber an anderen Stellen auch einfach hässlich und unfertig.

        Btw ich konnte seit Release noch nicht ein Onlinematch machen. Keine Verbindung, Keine…
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Street Fighter 5
Street Fighter 5: Großes Comeback der legendären Prügel-Reihe - Update zu Patches und Story-Modus
Schnürt euer Bandana zurecht und ballt die Fäuste zusammen, denn ein neuer Herausforderer hat den Ring betreten! Mit dem offiziell fünften Teil der wohl einflussreichsten Fighting Game-Serie der Welt betritt Capcom in vielerlei Hinsicht Neuland, setzt auf lange Sicht gesehen aber vor allem auf die etablierten Stärken. Ob Street Fighter 5 überzeugen kann oder es schon nach zwei Runden das Handtuch wirft, lest ihr im Test. Update: Jetzt mit neuer Wertung.
http://www.pcgames.de/Street-Fighter-5-Spiel-55091/Tests/Test-zum-Comeback-der-Pruegel-Reihe-Update-1186233/
04.07.2016
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2016/02/streetfighter01-pc-games_b2teaser_169.png
street fighter 5,beat 'em up,capcom
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