Stefan Weiß Bescheid: Abenteuer in Hyboria - ein erster Rückblick
Mein Leben als "Barbar"
Knapp zwei Wochen lang treibt es mich nun durch die Rollenspielwelt Hyboria. Dank Early-Access-Zugang (nein ich lasse mich an dieser Stelle nicht ausschweifend über das Thema Marketing aus - nur so viel, dass hier auf jeden Fall eine kleine Wiedergutmachung seitens des Herstellers stattfinden sollte), levelte ich meinen ersten Charakter, einen Aquillonier-Schurken-Waldläufer namens Shant auf dem PvE-Server Mitra schnell und ohne Probleme auf Level 21 hoch. Das Startgebiet Tortage kannte ich seit der Betaphase schon sehr gut, daher waren die Quests schnell gelöst.
Der erste Eindruck
Gegenüber der Beta-Version fielen mir vor allem eine verbesserte Performance und das überarbeitete Interface auf. Schön ist wahrlich etwas anderes - das Inventar lädt nicht gerade dazu ein, sich die Ausrüstung seines Charakters anzuschauen, zu groß, zu klotzig und zu detailarm wirken die dortigen Icons. Überhaupt sorgt die graubraune Farbgebung der Schaltflächen für rechte Tristesse. Auch der Fertigkeiten-Baum ist nicht der Gipfel der Designkunst und wirkt recht "hingeschlampert", wie wir hier in Franken zu sagen pflegen.
Verbesserungsfähig
Gruppenmanagement- und Chat sind in dieser Phase des Spiels noch sehr gewöhnungsbedürftig (das bleibt auch noch so die ersten Tage nach Release) und wirken irgendwie unausgereift. Die Freundesliste mit ihren dunkelorange-farbenen Schriftzügen auf dunklem Hintergrund erfreut vielleicht Augenoptiker, nicht aber den Spieler, der gern im schummrigen Ambiente vor der Kiste hockt. Das gehört auf jeden Fall schleunigst nachgebessert.
Ich bin ein Pirat!
Zurück zum Gameplay der ersten Tage - auf normalem Schwierigkeitsgrad lassen sich die meisten Quests alleine gut lösen, sogar einen Tick zu leicht. Da kommt das Spielweltsystem mit den vielen Zonen im Prinzip gerade recht - wem die Gegner zu pipi-leicht sind, wählt eben "Episch" beim Betreten einer Zone aus. Anspruchsvollere Kämpfe und mehr Erfahrungspunkte sind die Folge. Die durch die Zonen bedingten Ladezeiten stören mich nicht, im Gegenteil, mir ist ein kurzer Ladebalken lieber, als ein auf Dauer nerviges Rumgefliege auf irgendwelchen Tierrücken.
Der storylastige und gut erzählte Einzelspieler-Nachtmodus gefällt mir sehr, im Tagesmodus von Tortage hingegen prügelt man sich mit anderen Spielern oft um die Quest-Mobs. Das führt mitunter zu langen Wartezeiten an den Spawnpunkten. Ich sage nur: "Bringt 40 Lederhäute von Salzwasserkrokodilen." - eine frühe Multiplayer-Quest auf Hellsand, die für Warteschlangen sorgt. Etwas seltsam mutet es an, dass man sich für solche Quests nicht zusammentut, oft lehnen es Spieler ab, eine Gruppe zu bilden!
Ob das am kahlköpfigen Aussehen meines Charakters liegt? Schließlich klappt es doch, nette Mitspieler zu finden, mit denen sich auch andere Aufgaben schnell erledigen lassen. Auch wenn ich Tortage bis dahin schon zum dritten Mal komplett erkunde (in der Betaversion tummelten sich dort schon ein Nekromant und ein Herold von Xotli), gefällt mir die stimmige Pirateninsel sehr gut.


30 Tage sind im Kaufpreis dabei.
Ich persönlich bin ja mal auf einen Bericht nach 3-4 Monaten Spielzeit gespannt, wenn der Reiz des Neuen verflogen ist, und sich die wahren Stärken und Schwächen eines MMORPGs zeigen (oder eben auch nicht).
aber wenn der "Reiz des Neuen" 3-4 monate anhält, dann ist das doch schon mal eine ordentliche basis!
ich habe noch nie ein MMORPG gespielt und würde mich gerne mit age of conan jetzt das erste mal in die materie hineinbegeben. ich habe auch schon viele beiträge in verschiedenen foren gelesen aber noch nicht alles verstanden. da wird von "craften", "grinden" und "instanzierung" gesprochen und ich verstehe nur bahnhof.
da scheint sich ja seit "the bard's tale" einiges getan zu haben!
ich werde also mal in das kalte wasser steigen. wie lange kann man nach kauf und aktivierung des spiels eigentlich online spielen bis man monatlich zahlen muß? mit ca. 14 euro pro monat scheint mir das ja kein schnäppchen zu sein!
Zu früh released ? Unfertiges Spiel ? Nach einer Woche schon fehlender Content ? Und dann auch noch eine verquerte Übersetzung ? Potenzial(TM) ?
Viele Baustellen die ja sicher noch behoben werden ?
Wenn man mal die Faszination des Neuen bei der Beschreibung des Autors rausfiltert, bleibt unterm Strich nicht mehr viel. Von Potenzial (was für mich soviel bedeutet wie: Ja man hätte was draus machen können, hat's aber nicht getan.) hab ich persönlich nicht viel. Mal ganz davon abgesehen dass man diesen Begriff schon so oft im Zusammenhang mit MMORPGs gehört hat, dass er schon ziemlich negativ behaftet ist.
Also ich möchte ja niemandem die Hoffnung nehmen, aber so ziemlich jedes MMORPG welches mit einer solchen Negativliste an den Start ging, ist zu einem Nischenspiel geworden. Ich jedenfalls habe es noch nicht erlebt dass solche Schnitzer mal eben so nach nem Monat weggepatcht wurden. Klingt für mich nach einem zweiten [Fügen sie den Namen einer der vielen gescheiterten MMORPGs hier ein].
Anfangs sind viele noch bereit die Zähne zusammenzubeissen, aber wenn dann die ersten gelangweilten Spieler verschwinden, wirds schnell leer. Was das dann bedeutet weiss wohl jeder der schon ein paar MMORPGs gespielt hat. Weniger Spieler= Weniger Gruppenpartner = noch weniger Spieler = weniger Patches und kein neuer Content = noch viel weniger Spieler = na ja den Rest kann man sich ja denken...
Vielleicht wirds ja noch, aber die Erfahrung zeigt eher, dass das nicht der Fall sein wird. Schade um das frische Konzept.
Ich persönlich bin ja mal auf einen Bericht nach 3-4 Monaten Spielzeit gespannt, wenn der Reiz des Neuen verflogen ist, und sich die wahren Stärken und Schwächen eines MMORPGs zeigen (oder eben auch nicht).
Und trotz 10 min wartezeiten und diversern rucklern usw. (woran NUR mein PC schuld drann ist) hat mir das spiel spaß gemacht und so bald ich einen neuen PC wird das sofort nach den treiber Raufgespielt!