Digitaler Vertrieb trotzt der Krise: Steam mit 97% Wachstum
Das Logo von Xbox Live.
Krise, Krise, überall Krise. Und natürlich bleibt auch die Computer- und Videospielebranche davon nicht verschont. Die NPD-Group, seit Jahren regelmäßiger Lieferant der nordamerikanischen Verkaufscharts, ermittelte einen Niedergang im Bereich der klassischen, sogenannten Retail-, Verkäufe um 41% gegenüber dem Vorjahr.
Ein geradezu konträres Bild zeichnen die per digitaler Distribution erzielten Verkaufszahlen:
Branchenprimus Valve konnte den Absatz über den hauseigenen Download-Service Steam nahezu verdoppeln (+ 97 % gegenüber dem Vorjahr). Der, zumindest hierzulande, noch vergleichsweise unbekannte Konkurrent Direct2Drive kann mit, immer noch beeindruckenden, 56% Wachstum aufwarten.Ungebremsten Zulauf hat dieses Segment aber nicht nur auf dem PC, wie die 73% Zuwachs der kostenpflichtigen Downloads über Microsofts Xbox LIVE-Dienst, belegen. Gerade hat sich Battlefield 1943, den Titel des am schnellsten über Xbox Live verkauften Downloadtitels mit 600.000 Stück innerhalb gerade mal einer Woche, gesichert. (Sowohl Sony als auch Nintendo veröffentlichen keinerlei Zahlen bezüglich ihres Geschäftes mit downloadbaren Inhalten.)
Allerdings dürften selbst diese Traumzahlen kaum zu Begeisterungsstürmen innerhalb der Branche führen, da der digitale Vertrieb immer noch nur ein Bruchteil, 5% oder 1-2 Mrd. $ laut Wallstreet-Analyst Michael Pachter, des Gesamtmarktes (28 Mrd. $) ausmacht. Die Verluste auf dem Retail-Markt können demnach in keiner Weise ausgeglichen werden.


Am besten wäre ein Programm wie Steam aber mit dem unterschied das man die spiele dort digital kaufen kann wo man will und sie dann auf seinem account einbettet.
Was soll ich denn mit mehrern dieser Plattformen aber eine alleine geht auch nicht, da diese Plattform sonst den Preis bestimmen würde.
Am besten wäre also Steam gibt händlern gegen kleine Gebür die chance auf Steam ihr Angebot zu machen.
Naja dieser ganze hick hack mit Steam und anderen Plattformen dazu die ätzenden anmeldungen, regestrieungen und dann noch Kopierschutz kein wunder das immer mehr Spieler zur konsole greifen.
PS. Bald kommt Battle.net2 und somit noch eine Plattform jukuhu
"Steam ist doof!"?
kA, hab ich damals nicht verfolgt.
Ich glaube wenn man es heute ordentlich als Alternative vorstellt dann gewinnt man ein paar der jetzigen Nörgler. Nicht alle würden bekehrt werden aber es würden halt wieder weniger werden.
10 Stunden Max Payne, obgleich es mein Lieblingsspiel ist, sind mir dennoch keine 50€ wert. Ich habe lieber 20 Stunden guter Unterhaltung.
Spielt man ja auch kaum in 6 Stunden durch und will es dann weiterverkaufen?
Ich behaupte halt einfach das FEAR 2 ohne Steam etwas besser gelaufen wäre, weil ein dann möglicher Weiterverkauf die Sache interessanter gemacht hätte. So haben dann halt doch einige einfach verzichtet.
Oder 10-20%, oder noch mehr. Wer weiß....
Vielleicht läuft Konsole ja auch darum gut, weil man dort für gebrauchte Spiele immer noch einen anständigen Preis erhält. Ein vom Händler selber organisierter Markt könnte vielleicht dem PC als Plattform insgesamt einen Schub verpassen.
Wer weiß...
1. Wieso kann das nicht sein?
2. Steam kostet nichts?
1.das kann, ganz simpel, deswegen nicht sein, weil ich für weniger (vor allem rechtlich, aber auch materiell) - das gleiche oder gar mehr bezahlen "soll".
was ist daran so schwer zu verstehen?
ich verurteile steam deswegen ja nicht - wem das egal ist, der kann das gerne tun.
2. die steam-infrastruktur kostet natürlich, das stimmt. nur wiegt das alleine wohl kaum die genannten einsparungen auf.
Und versetz dich doch mal in die Lage der Entwickler. Du programmierst ein Spiel, verkaufst es an eine Person und dann wird es noch zehn mal weiter verkauft. Zehn Leute spielen dein Spiel aber du kriegst nur einmal Geld dafür. Du bietest zehn Leuten eine gute Unterhaltung, wirst dafür aber von neun Leuten nicht bezahlt. Was hat das mit Raffgier zu tun?
da das auf andere produkte ebenso zutrifft, wüsste ich nicht, warum für software eine ausnahme gemacht werden sollte.
deine zahlen halte ich für übertrieben. spiele werden sicherlich nicht durchschnittlich zehn mal weiterverkauft.
Zeitlich beschränken wäre doch kein Problem?
Dann sperrt man Weiterverkauf eben 2-3 Monate und erst dann kann der Markt mit etwas günstigeren "gebrauchten" Titeln überschwemmt werden. Dann ist der Neupreis ja eh schon oft niedriger und zusammen mit einer Transaktionsgebühr ist es dann kaum billiger, aber es schmiert immer noch den Geldfluss der Kunden.
Aber an sich wäre es imo sowieso viel sinnvoller wenn Valve selber als Vermieter antreten würde. Spiel kaufen und nach Beendigung weiterverkaufen ist ja sowas wie Miete. Das macht bei physischen Medien ja noch Sinn, bei digitalen aber eig. kaum.
Das könnte Valve doch selber erledigen. Quasi genauso wie die Video on Demand Dienste. Man bezahlt sagen wir 30€ für 1 Woche Freischaltung mit optionalem Komplettkauf zum fehlenden Differenzpreis, falls man es sich dann anders überlegt. Bei längeren Rollenspielen würde man dann wohl min. eine Zeitverlängerung (10€?) nachkaufen müssen, oft hinterher alles, meist von Haus aus eben schon Vollpreis. Dann würden endlich auch die zu kurzen Spiele benachteiligt werden.
Natürlich gefällt das Shooterherstellern auf den ersten Blick nicht, aber die Leute sind ja eher nicht bereit für unter 10 Stunden 40-50€ hinzulegen. Denen würde es imo sogar helfen mehr Leuten für dann einzeln weniger insgesamt mehr Geld ihr Spiel zu vermieten. Ich glaube Fear2 ging es ja nicht so dufte als es auf Steam gebunden wurde und man eben kaufen musste oder verzichten. Und? Der Neupreis krachte auf 20€ runter, weil den Leuten das Spiel nicht Vollpreis wert war. Wären da nicht ein niedriger Mietpreis von 30€ besser gewesen?