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Starcraft 2: Wings of Liberty (PC)

Release:
27.07.2010
Genre:
Strategie
Publisher:
Activision Blizzard

Starcraft 2-Vorschau: Die Kampagne - So viel Potenzial steckt im Einzelspieler-Modus

17.08.2009 10:18 Uhr
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Neu
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Erneut hatten wir die Chance, das Strategie-Epos Starcraft 2: Wings of Liberty in Ruhe anzutesten. Diesmal im Blickpunkt: die brandneue Solo-Kampagne.


Dann geschieht das Unvermeidliche: Zerg-Truppen landen auf Mar Sara und beginnen einen neuen Feldzug gegen die ahnungslosen Terraner. Die dritte Mission mit dem Titel "Zero Hour" ist daher ein Verteidungseinsatz: Raynors Soldaten müssen ausharren, bis ein Evakuierungsschiff eintrifft. Wir errichten Bunker an zwei Basiseingängen und besetzen sie wie gewohnt mit je vier Infanteristen. Einen weiteren Trupp schicken wir ins Kampfgebiet hinaus, um versprengte Soldatenverbände zu retten - ein sekundäres Missionsziel, ähnlich den Nebenquests aus Warcraft 3. Am Ende des Einsatzes eilt die Hyperion zur Rettung herbei, ein gewaltiger, terranischer Kreuzer. Das Auftauchen der Hyperion bringt die Handlung dann kräftig in Schwung.
Die ersten Kampagnenmissionen sind zwar abwechslungsreich, aber noch sehr kurz und leicht. Die ersten Kampagnenmissionen sind zwar abwechslungsreich, aber noch sehr kurz und leicht. Es folgt eine dramatische Cutscene, abermals gekonnt in Echtzeit inszeniert: Raynor und Tychus treffen an Bord der Hyperion auf Matt Horner, den Schiffskommandanten. Während ihres Gesprächs sieht man immer wieder Szenen aus der wilden Luftschlacht, die draußen zwischen dem Schiff und einigen fliegenden Mutalisken tobt.

Doch den Helden gelingt die Flucht in den Hyperraum. Horner spielt seinen Mitstreitern danach eine Nachrichtensendung vor. Sie sorgt für den ersten Gänsehautmoment: Zwischen Berichten über die unerwarteten Zerg-Attacken ist erstmals Kerrigan zu sehen. Die stark mutierte Königin der Klingen funkelt kurz in die verwackelte Kamera, dann ist sie schon wieder verschwunden.

Ab hier öffnet sich die Kampagne und das eigentliche Spiel beginnt: Raynor hat nun Zugriff auf die Funktionen der Hyperion. Das bedeutet, er kann seine Truppen mit Upgrades ausstatten, Söldner anheuern, Forschung betreiben und Dialoge führen. Auffällig ist, dass manche der vielversprechenden Features noch etwas unfertig wirken. Söldner sind beispielsweise besonders kräftige Spezialeinheiten, die derzeit aber so teuer ausfallen, dass sie kaum praktischen Nutzen bieten.

Dustin Browder erklärt ausweichend: "Die sind zwar schon cool, aber noch nicht cool genug." Als wir dann unsere nächste Mission auswählen wollen, werden wir stutzig: Von der einst herrlich anzusehenden Sternenkarte, die man noch auf der Blizzcon 2008 präsentierte, ist nichts mehr übrig. Stattdessen landet man in einemrecht schmucklosen Bildschirm, in dem mehrere Planetensymbole auftauchen. Hinter jedem der Icons verbirgt sich eine Mission - in welcher Reihenfolge man sie spielt, ist egal. Jeder Einsatz soll sich, so Blizzard, fast wie ein Minispiel anfühlen, also stets eine Besonderheit und eine eigene Idee aufweisen.

Uns reizt zunächst ein Evakuierungsauftrag auf einer von den Zerg bedrohten Menschenkolonie. Dort sollen wir einen Konvoi zu einem Shuttle eskortieren, das die wehrlosen Einwohner in Sicherheit bringt. Blizzard inszeniert diesen Planeten ungewohnt idyllisch: Felder und Wiesen bestimmen das Bild, sogar Vogelgezwitscher ist zu hören. Der Spielablauf jedoch gibt sich konservativ. Erstmals können wir Feuerfresser bauen, das sind Soldaten mit Flammenwerfern.
Ob politische Hetze gegen Raynors Widerstandskämpfer, Berichte über Angriffe der Zerg oder kritische Kommentare zu Raynors letzten Einsätzen – all das und mehr kann man sich von Zeit zu Zeit in den Nachrichten ansehen. Ähnlich wie die meisten Gespräche mit NPCs ist auch dieses Feature völlig optional und nur für die Spieler gedacht, die tiefer in Story und Spielwelt abtauchen wollen. Ob politische Hetze gegen Raynors Widerstandskämpfer, Berichte über Angriffe der Zerg oder kritische Kommentare zu Raynors letzten Einsätzen – all das und mehr kann man sich von Zeit zu Zeit in den Nachrichten ansehen. Ähnlich wie die meisten Gespräche mit NPCs ist auch dieses Feature völlig optional und nur für die Spieler gedacht, die tiefer in Story und Spielwelt abtauchen wollen. Diese schicken wir als Eskorte für den Konvoi, der mehrmals von einem Punkt A zu einem Punkt B fährt. Zwischendurch muss man natürlich Angreifer abwehren - und das war's auch schon. Wir starten "Outbreak", einen der nächsten möglichen Einsätze. Sein Konzept: Die Zerg haben terranische Gebäude verseucht, aus denen nun zombieartige Kreaturen schlüpfen. Bei Nacht attackieren die Bestien unsere Basis, während sie am Tag aufgrund der Sonnenstrahlung in Deckung bleiben. Nachts wehren wir also Angriffe ab, während wir tagsüber ausziehen, um die Feindgebäude zu zerstören. Eine kurzweilige Spielidee mit hübschem Tageszeitenwechsel.

Wir widmen uns dem nächsten Einsatz: Diesmal sollen wir ein Artefakt bergen, das von Protoss-Abwehrstellungen geschützt wird. Der Clou: Von einer Seite aus greifen Zerg-Truppen an, die das gleiche Ziel haben wie wir. Also müssen wir schneller sein! In der Praxis sieht's dann so aus: Wir prügeln uns ein paar Minuten an Protoss-Geschützen vorbei und gelangen ohne jede Anstrengung ans Ziel. Eine nette Überraschung gibt's aber noch, als wir das Artefakt bergen wollen: Ohne Vorwarnung erwachen riesige Steinstatuen zum Leben und eröffnen das Feuer - cool! Nun wartet die letzte Mission auf uns, bevor unsere Spielzeit bei Blizzard zu Ende ist.
Der Clou der Kampagne: Für jede geschaffte Mission gibt’s neben neuen Einheiten und Gebäuden auch bares Geld. Diese Credits investiert man in zusätzliche Upgrades, die es ausschließlich (!) im Einzelspielermodus gibt: ein Geschütz für Bunker, kräftigere Waffen für Soldaten, höhere Erträge für Sammler – die Auswahl an Verbesserungen ist groß. Jedes Upgrade wird mit einem kleinen Video plus Text erklärt – ein nachträglicher Verkauf ist nicht möglich. Der Clou der Kampagne: Für jede geschaffte Mission gibt’s neben neuen Einheiten und Gebäuden auch bares Geld. Diese Credits investiert man in zusätzliche Upgrades, die es ausschließlich (!) im Einzelspielermodus gibt: ein Geschütz für Bunker, kräftigere Waffen für Soldaten, höhere Erträge für Sammler – die Auswahl an Verbesserungen ist groß. Jedes Upgrade wird mit einem kleinen Video plus Text erklärt – ein nachträglicher Verkauf ist nicht möglich. Auf einem Planeten, der mit Feuer und Lava bedeckt ist, sollen wir 8.000 Kristalle sammeln. Das wäre simpel, würden die Rohstoffe nicht ausschließlich auf einer tiefer liegenden Ebene vorkommen: Da die Lava dort nämlich alle paar Minuten ansteigt, werden diese Zonen regelmäßig überschwemmt, begleitet von sehenswerten Lichteffekten. Daher müssen wir unsere WBFs immer wieder auf eine höhere Ebene zurückziehen. Abermals: eine schöne Idee, die sich aber recht schnell abnutzt. Ein wenig Würze erhält der Einsatz durch regelmäßige Angriffe der Zerg; zusätzlich gibt's auf der Karte eine Zerg-Spezialeinheit, den Brutalisken, der nur für den Einzelspielermodus erfunden wurde: Das Biest muss man besiegen, um einen Nebenauftrag zu lösen.

Sind wir enttäuscht? Nein. Starcraft 2 spielt sich super, wie erwartet. Nur etwas mehr Pep, mehr Tempo hätten wir uns für die ersten sieben Missionen gewünscht. Vielleicht sorgen ja die höheren Schwierigkeitsgrade für Nervenkitzel. Fünf Stück davon sind geplant, und Blizzard verspricht: Nur auf der höchsten Stufe "insane" wird die KI cheaten. Auch die angekündigte Protoss-Mini-Kampagne wird definitiv im Terraner-Feldzug enthalten sein - das verspricht nochmal mehr Abwechslung. Skeptiker werden das Spiel übrigens auch anhand einer Demo testen können, die aber erst nach Release erscheint. Und natürlich wird zuvor noch die Möglichkeit bestehen, an der Mehrspieler-Beta teilzunehmen. Wann die startet? Fragen Sie uns bitte etwas Leichteres. Auf die Frage hin, warum Blizzard eigentlich nicht die ganzen coolen Sondereinheiten und Upgrades in den Mehrspielermodus einbaut, seufzt Dustin Browder: "Wir versuchen, den Multiplayer so sauber und balanced wie möglich hinzukriegen. Und ganz ehrlich: Das ist schon Herausforderung genug."

Weitere Informationen finden Sie in unserem Interview mit Starcraft 2-Produzent Chris Sigaty >>>

   
Felix Schütz
"Vielleicht bin ich zu kritisch ..."
Dass Wings of Liberty fantastisch wird, daran besteht für mich kein Zweifel: Die Story lockt mit Spannung und Dramatik, der Mehrspielermodus wird die Fans sicher über Jahre beschäftigen. Nur: All das stand im Grunde ohnehin schon fest. Überraschender für mich: Beim Antesten der Kampagne stellte sich neben dem erwartungsgemäßen Spielspaß auch ein Hauch von Ernüchterung ein: Die ersten Solo-Einsätze glänzen zwar mit tollen Cutscenes und viel Abwechslung, doch der erhoffte „Wow!“-Effekt blieb weitestgehend aus. Vielleicht hat Blizzard zu hohe Erwartungen an die neue Kampagne geschürt, vielleicht bin ich aber auch nur wieder zu kritisch – immerhin habe ich lediglich die ersten sieben Missionen gespielt, die sind ja für Einsteiger gedacht. Ich baue jedenfalls fest darauf, dass es später im Spiel auch wieder lange und vielschichtige Aufträge geben wird, mit reichlich Basisbau, ordentlich Mikromanagement, überraschenden Ereignissen und knackigen Schlachten – auf so was will ich nämlich trotz all der witzigen neuen Missionstypen nicht verzichten.
   
Print-Redakteur
Moderation
17.08.2009 10:18 Uhr
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Dein Kommentar
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
17.08.2009 21:47 Uhr
Zitat: (Original von DaAustin;8084595)
Definiere Einfachheit! Ok, man muss Einheiten bauen und den Gegner besiegen. Das ist aber circa bei JEDEM RTS so. Ich erachte SC keineswegs als einfach. Ich selbst hab mit WC3 angefangen und muss ganz ehrlich sagen, dass SC alles andere als einfach ist. Die…
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
17.08.2009 20:22 Uhr
Die Erwartungen, die mittlererweile an SC2 gestellt werden dürften eh nur sehr sehr schwer erfüllbar sein.

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