Starcraft 2-Fakten: Das Wichtigste zum Strategie-Highlight 2010 von Blizzard
Das Zitat aus dem Einleitungs-Text stammt von der Terraner-Einheit Viking, einem neuen Kampf-Flugzeug in Starcraft 2. Einer Einheit von vielen, wohlgemerkt. Dass Blizzard bei der Entwicklung des Starcraft-Nachfolgers (Release: 1998) mehr als nur neue Truppen aus dem Hut zaubert, wollen wir in unserem Fakten-Artikel dokumentieren: Hintergrundgeschichte, Solo-Kampagne, Grafik, Achievements, Battle.net, Multiplayer-Gameplay und mehr - "Have Guns? Will travel."
Die Starcraft 2-Geschichte wird unter anderem durch Zwischensequenzen erzählt.
Die Geschichte von Starcraft 2
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, denkt sich Blizzard, und macht nur wenig Trara für die Starcraft 2-Geschichte. "Episch" soll sie werden, das erkläre die Aufteilung in ein Hauptspiel und zwei Addons: Starcraft 2: Wings of Liberty, gefolgt von Heart of the Swarm (Zerg-Geschichte) und Legacy of the Void (Protoss-Geschichte). Zu Wings of Liberty: Jim Raynor, Rebellenführer mit Alkohol-Problem, zieht mit seinen Truppen in den Kampf gegen die absolutistische Herrschafts-Riege, die sich um Arcturus Mengsk gebildet hat. Die Handlung beginnt vier Jahre nach den Geschehnissen des Starcraft-Addons Broodwar und strickt sich um neue Figuren und alte Bekannte, darunter Kerrigan und die mystischen Xel'Naga (Evolutionsmanipulierer der Protoss- und Zerg-Rasse).Die Geschichte wird sowohl durch InGame-Dialoge und -Ereignisse getragen als auch durch Zwischensequenzen. Diverse Male treffen Sie Entscheidungen über den Verlauf der Story, auf das Ende jedoch üben Sie dadurch keinen Einfluss aus.
Starcraft 2: Wings of Liberty (8)
Die Solokampagne
30 Missionen gibt's in Starcraft 2: Wings of Liberty, 19 davon sind kritisch. Kritisch meint den Zwang, sie absolvieren zu müssen, um das Finale zu sehen. Die anderen: sekundär. Im Gegensatz zu Starcraft verläuft die Kampagne non-linear, via Hyperion-Raumschiff bereisen Sie mit Jim Raynor und seiner Crew die jeweiligen Missions-Gebiete. Die Idee dahinter: Jede Mission soll sich anfühlen wie ein Spiel im Spiel, eine unverkennbare Eigenheit haben, die sie zu etwas besonderem macht. Sie greifen an, Sie verteidigen, Sie kämpfen gegen Zerg, Protoss, Terraner und Zeit. PC Games-Redakteur Felix Schütz spielte bereits die ersten sieben Missionen. "Beim Antesten der Kampagne stellte sich neben dem erwartungsgemäßen Spielspaß auch ein Hauch von Ernüchterung ein: Die ersten Solo-Einsätze glänzen zwar mit tollen Cutscenes und viel Abwechslung, doch der erhoffte "Wow!"-Effekt blieb weitestgehend aus", resümiert Felix in seiner Starcraft 2-Vorschau über den Einzelspieler-Modus. Die Abwechslung ergibt sich unter anderem aus sekundären Missions-Zielen. So retten Sie beispielsweise im Zuge einer Verteidigungs-Mission einen Soldatenverband aus seiner misslichen Lage - mitten im Kriegsgebiet. Am Ende einer jeden Aufgabe erhalten Sie Credits, mit denen Sie Einzelspieler-Modus-exklusive Upgrades kaufen oder Ihr Einheiten-Portfolio aufstocken - Möglichkeiten, um die Kampagne zu individualisieren. Letzte-Zeile-Info: Es gibt fünf Schwierigkeitsgrade, die KI cheatet nur auf dem höchsten. Sagt Blizzard.
Tag-Nacht-Zyklen sorgen für eine lebendige Spielwelt.
Starcraft 2: Die Grafik
Starcraft 2 wird schön. Keine Optik-Bombe der Superlative, aber schön. Dafür sorgen scharfe Bodentexturen, detaillierte Einheiten und Gebäude sowie die lebendige Spielwelt: Nichtspieler-Charaktere stapfen durch die Gegend, gehen ihrer Arbeit nach oder bedienen voll animierte Baugeräte. Mit anderen Worten: Das Gesamtbild stimmt. Als wir Starcraft 2 das letzte Mal in Aktion gesehen haben (Mitte 2009), bestand noch Nachholbedarf bei den Reflexionen. Die sahen umwerfend aus - und warfen die Frame-Rate um - spürbar. Damals bereits sehr gut umgesetzt: Die Tag-Nacht-Zyklen und -Effekte sowie die Darstellung von Wetter-Effekten, wie zum Beispiel Regen.
Fehlender LAN-Modus und Steuerung
Wer ist eigentlich dieser LAN? Und warum spielt auf seinen Partys niemand Starcraft 2? Die Antwort ist simpel, aber ärgerlich: Blizzard hat den LAN-Modus aus Starcraft 2 gestrichen. Die Begründung: "Das neue Battle.net ist eine ins Spiel integrierte Online-Erfahrung", sagt Chris Sigaty im Starcraft 2-Interview mit PC Games. "Wir wollen auf LAN-Partys mit 200+ Spielern das bestmögliche Mehrspielererlebnis bieten. Und dafür muss man online sein." Darüber hinaus biete das Battle.net den besten Schutz gegen Piraterie, weil der Service an Original-Spiel und Benutzername gebunden ist. Ein nachvollziehbarer Schritt, wenn man die hohen Raubkopie-Zahlen von Starcraft bedenkt. Und das war 1998.
Die Entscheidung erzürnt natürlich Spieler weltweit, die von Blizzard eine LAN-Integration fordern. Zu diesem Zwecke existiert eine Online-Petition, die aktuell rund 245.000 Stimmen zählt (Stand: Freitag, 15. Januar 2010). Wer sich dazu berufen fühlt, kann die Starcraft 2-Petition für einen LAN-Modus über diesen Link unterschreiben.
Die Steuerung von Starcraft 2 lässt sich voraussichtlich nicht frei belegen, auch nicht via Textdatei (wie es in Warcraft 3 möglich ist). Als Grund dafür nennt Blizzard das vertrackte Interface, bei dem keine Taste mehrere Funktionen haben darf.
Bildergalerie zu Starcraft 2
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