Starcraft 2: Heart of the Swarm (PC)

Release:
12.03.2013
Genre:
Strategie
Publisher:
Activision Blizzard

Starcraft 2: Heart of the Swarm im Einzelspieler-Test - Starke Fortsetzung mit abwechslungsreichen Missionen

18.03.2013 16:53 Uhr
|
Neu
|
PC Games testet Starcraft 2: Heart of the Swarm. Fast drei lange Jahre hat Blizzard gebraucht, um die erste von zwei geplanten Erweiterungen zu Starcraft 2 fertigzustellen. In diesem Test beschäftigen wir uns mit der Einzelspielerkampagne von Heart of the Swarm, die vollständig auf die Zerg zugeschnitten ist.

Starcraft 2: Heart of the Swarm im Einzelspieler-Test. Starcraft 2: Heart of the Swarm im Einzelspieler-Test. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Heart of the Swarm bildet das zweite Kapitel der Starcraft 2-Trilogie und handelt diesmal ausschließlich von den Zerg. Im Kern der Geschichte steht die einstige Klingenkönigin Kerrigan, die über 20 Missionen lang versucht, die Kontrolle über den Zerg-Schwarm zurückzugewinnen und sich an ihrem Erzfeind zu rächen. Inhaltlich gibt's das gleiche, bewährte Gameplay wie im Vorgänger Wings of Liberty, allerdings ändern sich einige Spielsysteme zwischen den Einsätzen. Außerdem hat sich Blizzard wieder viele gute Missionsideen einfallen lassen.

Mit Heart of the Swarm wird die übergreifende Geschichte, die in Wings of Liberty begonnen wurde, allerdings nicht abgeschlossen – erst der dritte Teil Legacy of the Void, der derzeit bei Blizzard entwickelt wird, bildet das Finale der Starcraft 2-Reihe. Bleibt zu hoffen, dass die Kalifornier für die zweite Erweiterung einen Zahn zulegen und nicht wieder drei Jahre für die Entwicklung brauchen.

Info: Wo bleibt der Mehrspieler-Test?

Für eine Multiplayerbeurteilung braucht es Zeit. Da Heart of the Swarm aber ohnehin "nur" ein Add-on darstellt, das mehr Verfeinerungen als grundlegende Änderungen im Mehrspielerkonzept vornimmt, gilt bis auf Weiteres die gleiche Kaufempfehlung wie für Wings of Liberty. Durch mehrere Neuerungen wie Trainingseinsätze und ein aufgeräumteres Interface ist der Multiplayermodus etwas einsteigerfreundlicher geworden – wer sich also bislang noch nicht an die Online-Gefechte rangetraut hat, sollte dem Mehrspielerpart ruhig eine Chance geben.

Das hat uns gefallen

Starcraft 2: Heart of the Swarm im Einzelspieler-Test. Starcraft 2: Heart of the Swarm im Einzelspieler-Test. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Solide Geschichte, gut präsentiert

Heart of the Swarm knüpft gelungen an die Handlung von Wings of Liberty an: Wir erleben, wie sich Ex-Klingenkönigin Kerrigan auf einen Rachefeldzug begibt und dabei zunehmend ihre zurückgewonnene Menschlichkeit aufs Spiel setzt. Der Aufstieg der Zerg umfasst 20 Story-Missionen, die Blizzard-typisch von reichlich Cutscenes und Dialogen eingerahmt werden.

Blizzard inszeniert seine Sci-Fi-Seifenoper in gewohnt hoher Qualität: Aufwendige Videos spinnen die Handlung zügig weiter, dazwischen gibt's Dialoge, die so klischeebeladen sind, dass Starcraft-Fans jubeln und alle anderen vermutlich den Kopf schütteln werden. Zuweilen muss man sich auch über Kerrigans Motivation wundern – mal wird die Dame von Gewissensbissen geplagt, dann plötzlich lässt sie zahllose Menschen und Protoss über die Klinge springen. Die Story von Heart of the Swarm wird also sicher keinen Starcraft-Hasser bekehren, doch wer Kerrigan, Raynor und all die anderen Stereotypen zuvor schon mochte und sich nicht an ein paar kitschigen Sprüchen stört, der kommt wieder auf seine Kosten – zumal die Handlung trotz allem Kitsch der Genre-Konkurrenz immer noch um Lichtjahre voraus ist.

Abwechslungsreiche Missionen

Wie im Hauptspiel gilt: Die meisten Einsätze sind zwar kurz, aber auch sehr abwechslungsreich. Da müssen wir etwa ein Protoss-Raumschiff mit einer Alien-Larve infiltrieren. Oder uns einen Wettlauf gegen eine Zerg-Brutmutter liefern, die uns kostbare Eier wegschnappen will. Einmal absolvieren wir mit Raynors Hyperion-Raumschiff einen Einsatz im Weltall, da macht Starcraft seinem Namen alle Ehre. Jeder Level bietet zudem Nebenmissionsziele, die Kerrigan wichtige Upgrade-Punkte bescheren, durch die sie im Rang aufsteigt. Daher liegt die Schwierigkeit einer Mission oft nicht darin, sie zu schaffen, sondern vielmehr auch alle Bonusziele zu erreichen.

Cool: Blizzard hat seiner Engine ein paar neue Tricks beigebracht, wodurch die Designer auch ungewöhnlichere Ideen umsetzen können. Ein Levelabschnitt spielt beispielsweise auf einer fahrenden Schwebebahn; in einer anderen Mission, die auf einer Raumstation spielt, brechen riesige Tentakel durch Wände und graben sich durch den Level. Solche Skript-Elemente sehen nicht nur gut aus, sondern geben der Kampagne auch während der Missionen einen cineastischeren Anstrich.

06:29
Starcraft 2: Heart of the Swarm - Video-Test der Singleplayer-Kampagne
Für die Verwendung in unseren Foren:
Print-Redakteur
Moderation
18.03.2013 16:53 Uhr
Jetzt ist eure Meinung gefragt: Hier könnt ihr euren Kommentar zum Artikel veröffentlichen und mit anderen Lesern darüber diskutieren.
Dein Kommentar
Neuer Benutzer
Bewertung: 1
21.03.2013 10:04 Uhr
Den meisten Negativpunkten kann ich persönlich nicht zustimmen, die Charaktere sind schächer, aber wie "kornhill" schon ausgeführt hat, liegt das bei den Zerg in der Natur der Sache und war auch im alten SC schon so und es wäre sogar ein Storyfail, wenn andere Zerg außer Kerrigan komplexe Charaktere wären,…
Gesperrt
Bewertung: 2
20.03.2013 00:56 Uhr
Zitat: (Original von kornhill;9568804)
Ich habe das Spiel als sehr gut empfunden. Wenn man Entscheidungen selber hätte treffen müssen, hätte das dem Zwiespalt von Kerrigan unter Umständen unglaubwürdig erscheinen lassen. (Oder es wären belanglose Entscheidungen gewesen) Zumindest habe ich das so…
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 1
20.03.2013 00:22 Uhr
Ich habe das Spiel als sehr gut empfunden. Wenn man Entscheidungen selber hätte treffen müssen, hätte das dem Zwiespalt von Kerrigan unter Umständen unglaubwürdig erscheinen lassen. (Oder es wären belanglose Entscheidungen gewesen) Zumindest habe ich das so empfunden.

Ich hatte mich schon vorher gefragt…