Star Wolves (PC)

Release:
19.05.2005
Genre:
Strategie
Publisher:
Pointsoft Deutschland GmbH

Star Wolves

09.06.2005 15:00 Uhr
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Neu
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Auch wenn Star Wolves optisch nicht viel hermacht, die Explosionen sind gelungen. Auch wenn Star Wolves optisch nicht viel hermacht, die Explosionen sind gelungen. [Quelle: Siehe Bildergalerie] In Star Wolves ist zwar schon das 23. Jahrhundert angebrochen, trotzdem herrschen Sitten wie im Mittelalter: Es schwirren mehr Piraten durch den Weltraum, als Sterne am Firmament leuchten. Die Behörden sind hoffnungslos überfordert und setzen Kopfgelder auf die Störenfriede aus. Das kommt dem Söldner-Team der Star Wolves zugute.
Als deren Anführer besteht Ihre Aufgabe darin, gegen Honorar die Guten zu beschützen und die Bösen unter Feuer zu nehmen. Dazu steuern Sie Ihren Trupp von Sektor zu Sektor, lösen Haupt- und Nebenmissionen und bilden von den gesammelten Erfahrungspunkten die Piloten fort.

Zu Spielbeginn unterstehen Ihnen gerade mal das große Mutterschiff und zwei Abfangjäger, mehr nicht. Später wächst Ihre Truppe auf maximal sechs Piloten an, die aber gesichtslos bleiben: Persönlichkeitsentwicklung gibt es in Star Wolves ebenso wenig wie eine spannend erzählte Story.

Was in der Galaxis alles los ist, erfahren Sie im Hauptmenü anhand von geschriebenen Nachrichten. Dort suchen Sie übrigens auch Ihre Missionen aus. Mal müssen Sie Geleitschutz geben, mal verlorene Personen aufspüren oder den Anführer einer Piratengang gefangen nehmen.
Haben Sie sich für eine Aufgabe entschieden, geht's los: Mit der Tab-Taste rufen Sie eine zweidimensionale Sternenkarte auf und klicken auf eingezeichnete Stationen, schon sind Sie auf Kurs: Behäbig brummt Ihr Schiff dem Ziel entgegen, der Zeitraffer entschärft die Wartezeiten dramatisch. Ab und an öffnet sich plötzlich ein Textfenster und jemand will etwas von Ihnen.

Je nachdem, welche der vorgegebenen Antworten Sie geben, nimmt die Situation einen anderen Ausgang. Entweder es gelingt Ihnen, einen gefährlichen Clan zu täuschen, oder aber die Jungs greifen Sie an. Auch können Sie auf diese Weise Zugang zum Schwarzmarkt erhalten, indem Sie beispielsweise einen einflussreichen Unterweltboss nicht an die Polizei ausliefern.

Alarmstufe Rot

In der höchsten Zoom-Stufe verlieren Sie am schnellsten den Überblick über die Situation. In der höchsten Zoom-Stufe verlieren Sie am schnellsten den Überblick über die Situation. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Im Kampf ist Ihr bester Freund die Pausenfunktion. Denn zum einen fällt die Orientierung in der 3D-Ansicht sehr schwer und zum anderen ist es fast unmöglich, in Echtzeit eines der winzigen Feindschiffe mit der Maus als Ziel zu markieren. Das ist aber auch schon fast alles, was es an den spannenden Duellen zu bemängeln gibt. Haben Sie Ihre Kommandos erteilt, schießen die Star Wolves automatisch auf den Gegner.

Spezialfähigkeiten wie Raketen aktivieren Sie persönlich per Knopfdruck. Nach einem Gefecht lassen Sie die Soldaten am Basisschiff andocken, munitionieren neu auf und reparieren Schäden am Rumpf. Wie gut Ihre Männer kämpfen, hängt maßgeblich von ihren Werten ab.
Erledigte Aufträge bringen Erfahrungspunkte, die Sie in einem clever aufgebauten Fähigkeiten-Baum loswerden. Dabei bringen Sie den Piloten bei, wie man Geschossen ausweicht, zielsicher mit dem Laser schießt oder Wendemanöver vollzieht.

Hier entsteht der typische Rollenspiel-Anreiz, so lange weiterzuspielen, bis auch der letzte Söldner ein Profi auf seinem Gebiet ist. Neben dem fliegerischen Können entscheidet natürlich auch die Ausrüstung, ob Sie von einem Einsatz lebend zurückkehren oder als Weltraumschrott durchs All treiben.
Damit Letzteres nicht passiert, leisten Sie sich vom Verdienten stärkere Waffen, bessere Schiffe und modernste Elektronik, etwa Störsender oder Sensoren mit höherer Reichweite. Ist nicht genügend Kohle auf dem Konto, können Sie auch alte Module oder Fracht, die Sie von zerstörten Fliegern per Traktorstrahl eingesammelt haben, verkaufen.

Nicht mehr zeitgemäß

Per Traktorstrahl holt das Mutterschiff die verlorene Fracht zerstörter Piratenflieger an Bord. Per Traktorstrahl holt das Mutterschiff die verlorene Fracht zerstörter Piratenflieger an Bord. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Die Präsentation von Star Wolves wirkt in etwa so veraltet wie die erste Generation der Enterprise gegenüber dem Schiff von Captain Jean-Luc Picard. Klötzchen, das sind die fliegenden Untertassen, bewegen sich auf buntem Hintergrund, das ist der Weltraum.
Kommt es zum Kampf, zucken grelle Linien quer durchs Bild. Nicht sonderlich ansehnlich, aber zweckmäßig. Richtig gut gelungen ist - im Gegensatz zu den billig wirkenden Soundeffekten und der Hintergrundmusik - die deutsche Sprachausgabe.

Star Wolves (PC)
Spielspaß-Wertung

79 %
Leserwertung
(0 Votes):
-
Motivierende Rollenspiel-Komponente
Mangelhafte Übersicht, komplizierte Steuerung
Taktisch anspruchsvolle Kämpfe
Altbackene Grafik, mieser Soundtrack
Viele Schiffstypen und Upgrades
Moderation
09.06.2005 15:00 Uhr
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