Star Wars: Republic Commando
Weiche Schatten erzeugen eine realistische Atmosphäre.
Es ist stockfinster, als die vier schwer bewaffneten und gepanzerten Klon-Kommandosoldaten lautlos durch die Gänge des Raumschiffs huschen. Plötzlich hält einer der Soldaten inne, kauert nieder und gibt den anderen ein unmissverständliches Handzeichen: eine Mine, wenige Meter voraus! Nach einer kurzen taktischen Analyse nickt der Anführer des Squads dem Sprengstoff-Experten zu, während die übrigen beiden Teammitglieder zu den Seiten ausschwärmen und die Gegend absichern. Der Befehl ist klar: "Entschärfen!" Doch noch bevor der Sprengstoff-Experte die Mine erreicht, füllt schlagartig gleißendes Licht den Raum - ein Hinterhalt. Laserblitze zucken durch die Luft und Explosionen erschüttern den Gang, als der Squadleader den Befehl zum Angriff gibt ...
Was sich hier wie eine Mischung aus Halo und Rainbow Six anhört, ist in Wahrheit Lucas Arts' neuer Taktik-Shooter Republic Commando. Sie übernehmen die Rolle eines namenlosen Klonkriegers, der ein vierköpfiges Team aus Elite-Soldaten durch drei linear aufgebaute Kampagnen mit insgesamt 15 Missionen führt. Anders als in der Jedi Knight-Serie oder Knights of the Old Republic besitzen Sie keinerlei Macht-Fähigkeiten, sondern müssen sich in den actiongeladenen Missionen ganz auf Ihr hartes Training, effiziente Teamarbeit und die Feuerkraft Ihres Sturmgewehrs verlassen. Es gibt also weder strahlende Helden, noch retten Sie mit einem gekonnten Laserschwerthieb den Rest der Galaxie vor einem irgendeinem Oberbösewicht.
Natürlich verzichten die Entwickler nicht völlig auf stimmungsvolle Star Wars-Atmosphäre: Republic Commando spielt zeitlich zwischen Episode II und dem 2005 in die Kinos kommenden Episode III und lässt Sie unter anderem auch an der großen Schlacht auf Geonosis teilnehmen, die das Ende von Episode II markiert. Allerdings stehen Sie dort nicht wie die anderen Klons Seite an Seite mit Obi-Wan Kenobi oder Yoda. Als Anführer einer Kommando-Einheit ist es stattdessen Ihre Aufgabe, unbemerkt in die feindliche Basis auf Geonosis zu gelangen und dort Verteidigungsanlagen und andere, strategisch wichtige Einrichtungen zu sabotieren. Im weiteren Spielverlauf führt Ihr Weg durch die düsteren Gänge und Räume eines heruntergekommenen Raumkreuzers und in die dichten Wälder des Planeten Kashyyk, wo Sie zusammen mit besonders wilden Wookiee-Kriegern kämpfen. Diese letzte Kampagne soll thematisch eine Brücke zu Episode III schlagen; angeblich treffen Sie dort auf General Grievous, der auch im kommenden Kinofilm eine wichtige Rolle spielt.
Realitätsnähe statt Hollywood
Die sparsame Beleuchtung und der Einsatz von Bump Mapping (siehe Boden) erzeugen den düsteren Look von Republic Commando.
Als Klonkrieger haben Sie jahrelangen Drill hinter sich und nur eines im Sinn: Ihren Auftrag schnell, professionell und erfolgreich abzuschließen. So wird in Republic Commando auch weniger Wert auf theatralische Zwischensequenzen mit feinsinnigen Dialogen gelegt, sondern auf kurze, knappe Briefings zu Beginn einer jeden Mission. In unserer Vorschau-Version sieht das trotzdem spektakulär aus: Während wir mit dem Rest unseres Teams in der Kabine eines Truppentransporters hocken und in Begleitung anderer Schiffe über die Planetenoberfläche rasen, schaltet sich plötzlich unser Vorgesetzter per Hologramm zu uns und erklärt die taktische Lage. Durch die offene Seitentür des Transporters kann man dabei beobachten, wie die anderen Schiffe gegnerischem Laserfeuer ausweichen und teilweise unter lautem Getöse explodieren, was die Klonkrieger unseres Teams allerdings keineswegs aus der Fassung bringt. Lässig lehnen die Burschen an der Bordwand und lauschen den Anweisungen des Captains - Respekt! Durch diese Art der Präsentation verströmt Republic Commando ein ähnliches packendes, militärisch angehauchtes Flair wie Call of Duty oder Medal of Honor: Allied Assault. Mit dem einzigen Unterschied, dass ein Klon offensichtlich weder Tod noch Teufel fürchtet.


RC rulez !
ich hoffe ja das die die team KI ordentlich hinkriegen :/