Der beste Star-Wars-Shooter
Der dunkle Jedi tritt
unsere TwiLek-Schwertschwingerin
fast von der Hochgeschwindigkeitsbahn. Nur mit Mühe bleibt Sie auf dem Zug.
Seit vor vier Jahren Matrix in den Kinos lief, haben Action-Helden einen neuen Verbündeten: die Schwerkraft. Wer cool sein will, läuft nicht am Boden, sondern an Wand und Decke, am besten noch in Zeitlupe. Die Jedis aus Jedi Academy liegen deshalb voll im Trend: Sie rennen schneller als der Wind, springen höher als Trampolinkünstler und schwingen ihre Lichtschwerter mit einer Geschwindigkeit,
die jenseits der menschlichen Wahrnehmungsfähigkeit liegt. Damit Sie trotzdem alles mitkriegen, schaltet das Spiel in ausgewählten Szenen auf den visuell beeindruckenden Slow-Motion-Modus - und verdrängt damit den direkten Konkurrenten Enter the Matrix in die Bedeutungslosigkeit. Jedi Academy ist hübscher, spannender und besser.
Vom Azubi zum Meister
Wir schaffen es nur mit größter Mühe, den Schlägen des Gegners auszuweichen.
Auch Jedis werden alt. Kyle Katarn, Hauptdarsteller aus dem Vorgänger, hat sich auf Yavin 4 zurückgezogen, wo er sich seitdem um den Jedi-Nachwuchs kümmert. An der Seite von Luke Skywalker unterrichtet er die Padawane im Lichtschwertkampf. Sie sind einer davon. Ihr Name: Jaden. Ihr Aussehen: variabel. Ähnlich wie in einem Rollenspiel legen Sie vor Spielbeginn fest, in welcher Form Sie das Böse bekämpfen wollen. Sie bestimmen Geschlecht, Gesicht, Kleidungsstil und Rasse. Neben Menschen stehen auch ungewöhnliche Rassen zur Auswahl, zum Beispiel die Rodianer oder die Twi'Lek. Auch die Farbe Ihrer Klamotten sowie des Lichtschwerts lässt sich verändern. Im Grunde aber ist das nur Spielerei. Denn ob Sie nun als Alien mit rosa Waffe in den Kampf ziehen oder doch lieber den Bilderbuch-Helden verkörpern, das ist dem Spielablauf völlig egal - der bleibt gleich. Und zwar so lange, bis Sie einige Stufen Ihres Trainings mit Erfolg abschließen. Später dürfen Sie sich ein funkelnigelnagelneues Lichtschwert zimmern lassen - oder auch zwei, mit denen Sie anschließend gleichzeitig herumfuchteln. Ebenfalls erhältlich: die Doppelklinge, mit der schon Darth Maul in Episode 1 fürchterlich aufräumte. Ihre Entscheidung bestimmt, wie der Schwertkampf verläuft. Mit zwei Waffen halten Sie sich locker mehrere Angreifer vom Hals. In Notsituationen schwirren die Schwerter wie von Geisterhand um Ihre geduckte Gestalt herum - die perfekte Verteidigungslage. Einen offensiven Spielstil erzwingt die doppelläufige Klinge: Kurze Stöße und Kreiselattacken lassen den Gegner kaum verschnaufen.
Welcher Level darf's denn sein?
Der dunkle Jedi holt gerade zum finalen Schlag aus doch wir sind schneller.
Jedi Academy stellt Sie laufend vor Entscheidungen: Sind Sie Mensch oder Rodianer, gut oder böse, ist Ihr Lichtschwert blau oder rot? Aber auch: Welcher Level darf's denn als Nächstes sein? Der Spielablauf ist diesmal nicht streng linear, stattdessen wählen Sie drei Mal aus einem Pool von fünf Aufträgen jeweils einen aus. Die Missionen finden teilweise losgelöst von der eigentlichen Story statt. Vier davon müssen Sie erledigen, die letzte ist schließlich optional. Wer mag, darf sich dann wieder zurück in die Akademie verziehen, wo Luke und Kyle den nächsten Hauptauftrag vorstellen. In der Theorie ist diese Entscheidungsfreiheit ja ganz schön, aber auf den zweiten Blick entpuppt sie sich doch als überflüssig. Denn wer will schon freiwillig auf Spielinhalt verzichten, zumal wenn er in einer solch genialen Form wie hier präsentiert wird? Und viel wichtiger: Jedi Academy orientiert sich in Sachen Umfang am kleinen Bruder Elite Force 2. Selbst wenn Sie alle Missionen spielen, kommt das Ende für erfahrene Spieler bereits nach rund 14 Stunden. Also bloß nichts auslassen!


Der Test ist dir echt gut gelungen!!
Er hat mich dazu gebracht das Spiel zu kaufen und es ist genau so geil wie du es beschrieben hast!!
Cool!
Rooof12
Aber das Teil sieht ziemlich gut aus und läuft…