Star Wars: Battlefront 2
Star Wars: Battlefront 2 setzt auf spielbare Helden und Raumschlachten. Ob das einen Kauf rechtfertigt?
Einige der Auseinandersetzungen spielen sich im Inneren von großen Raumschiffen ab. Hier ist Tantive IV zu sehen.
Obwohl dem Vorgänger vor eineinhalb Jahren der PC-Games -Award versagt blieb, avancierte der Mehrspieler-Shooter zum bestverkauften Star Wars-Computerspiel. Fans sahen dabei großzügig über die ein oder andere Schwäche hinweg, bot der Titel doch zum ersten Mal die Möglichkeit, zusammen mit Kumpanen auf den Pfaden der vielleicht schon seit der Kindheit bekannten Helden zu wandeln. Daran hat sich auch im zweiten Teil nichts geändert.
Star, was?
Der Weltraum, unendliche Weiten. Dies sind nicht die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise. Vielmehr befinden wir uns inmitten der Sternenkriege, die bereits seit 1977 auf der Leinwand toben. Wenn Sie zu den Menschen gehören, die die Fantasie-Universen nicht auseinander halten können: Bestes Erkennungsmerkmal bei Star Trek sind für gewöhnlich hautenge Stoffstrampelanzüge der Besatzungsmitglieder (Uniformen genannt). Star Wars hingegen wartet mit einer gelben, am Horizont verschwindenden Laufschrift und bunten Leuchtsäbeln auf. Und tatsächlich ist einer der großen Meister dieser Kampfgeräte ein kleines, grünes Männchen mit verworrenem Satzbau: Yoda dürfen Sie nun selbst spielen.
Wie im Kino
Wir haben zum Glück einen Anführer auf unserer Seite. General Grievous macht mit den einfachen Soldaten kurzen Prozess.
Die Faszination kommt eindeutig von den nach der Filmvorlage gestalteten Massenschlachten, die mit menschlichen Spielern den meisten Spaß bereiten. Die Entwickler haben Schauplätze, Charaktere, Waffen und die Klangkulisse übernommen. Wie bei Spielen aus dieser Sphäre üblich, bereichern der schmetternde Orchester-Soundtrack und die brillianten Klangeffekte das Spielerlebnis ungemein. 24 Schlachtfelder aus allen Episoden mit hohem Wiedererkennungswert stehen zur Verfügung.
Hier haben die Designer einige nette Details eingebaut: In Jabbas Palast hängt Han Solo als Dekoration an der Wand, eingefroren in einem Carbonitblock. Vor dem dicken Herrscher selbst führt eine Falltür zu seinem blutdürstenden Haustier, einem Rancor. Auf Endor tummeln sich die kleinwüchsigen Ewoks und auf Mos Eisley treffen Sie Jawas. Dazu kommen über 30 aus dem Kino bekannte Fahrzeuge, die Sie steuern dürfen.
Da fühlt man sich wie mitten im Film. Lediglich Todesstern und Sternzerstörer lenken Sie nicht selbst. Weniger erfreulich ist die angegraute Grafik, die moderne Karten nicht ausreizt und gegen Battlefield 2 im wahrsten Sinne des Wortes alt aussieht. Das freut Besitzer schwächerer Systeme, auf denen trotzdem die Post abgeht. Alle anderen sehnen sich Stirn runzelnd nach einem würdigen Nachfolger zum seinerzeit herausragend aussehenden Jedi Knight: Jedi Outcast. Immerhin sind die maximal möglichen Bilder pro Sekunde nicht mehr auf 30 beschränkt.
Jedis und andere Helden
Bei den Gefechten im Todesstern machen Sie um Darth Sidious und seine Macht-Blitze besser einen weiten Bogen.
Wie schon im ersten Teil liegt der Schwerpunkt auf dem Mehrspielerteil. Bis zu 64 Teilnehmer, ergänzt durch Bots, fetzen sich auf 24 Karten. Vier Spielmodi verheißen hier lange Kurzweil. Zu dem bekannten Eroberungs-modus um strategische Punkte kommen Capture the Flag und Jagd dazu. Bei Jagd treten Truppen auf einem Planeten gegen dort angesiedelte Monster an. Generell stehen jeder Fraktion vier gewöhnliche Soldaten für den Kampf zur Auswahl.


meinst du den test? schau doch nach, der ist auf 28.11.05 datiert...