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  • Star Citizen: Spielgrafik näher am Film dank CryEngine 3 - Chris Roberts im Crytek-Interview

    Chris Roberts, Schöpfer der Weltraumsimulation Wing Commander, entwickelt derzeit mit seinem Entwickler-Studio Cloud Imperium Games, das über Kickstarter finanzierte Star Citizen. In einem Interview mit Crytek spricht Roberts über seine Entscheidung für die CryEngine 3. Demnach könne er mit der Grafik-Technologie am ehesten seine Vorstellungen realisieren - nämlich eine Film-ähnliche Präsentation.

    Chris Roberts zählt unbestritten zu den einflussreichsten Namen der Videospielbranche. Der Schöpfer von Wing Commander, Strike Commander und Freelancer ist bereits seit mehr als zwanzig Jahren in der Branche aktiv und holt nun das Genre der Weltraumsimulationen auf die Bildschirme zurück: Star Citizen ist mit über sechs Millionen Dollar das bis dato erfolgreichste Kickstarter-Projekt in der Videospiel-Sparte der Crowdfunding-Plattform. In einem Interview, das auf der Webseite von Crytek veröffentlicht wurde, erklärt Roberts unter anderem, warum seine Wahl auf den Grafik-Motor CryEngine 3 gefallen ist.

    "Ich habe die Entscheidung getroffen, die CryEngine zu verwenden, weil ich das Gefühl habe, ihre DNS wäre für den PC bestimmt, worauf ich mich fokussiere. Sie ist sehr leistungsfähig und erweiterbar - so können wir die Engine verwenden und zusätzliche Funktionen für die Raumschiffe entwickeln, denn diese stellen offensichtlich den Hauptaspekt des Spiels dar." Nach Meinung von Roberts sei das "Look und Feel der CryEngine" im Vergleich zu Konkurrenzprodukten einfach mehr fotorealistisch. Der Game Designer wollte eine Film-ähnliche Präsentation erreichen und nichts Stilisiertes auf den Bildschirm bringen wie es andere Engines machen.

    Roberts steht der Enwicklung der Spiele-Engines positiv gegenüber. Dabei vergleicht er die Branche von heute mit den Anfängen seiner Karriere, als er die Spiele-Engines für seine Spiele noch selbst entwickeln musste, was mit einem hohen Maße an Aufwand verbunden gewesen sei: "Wenn ich in der Vergangenheit Spiele entwickelte, musste ich meine eigenen Engine erschaffen, was eine Menge Investitionen verlangte, denn jedes einzelne meiner Spiele wurde mit einer eigenen Technologie von Grund auf neu entwickelt." In der heutigen Zeit seien die zur Verfügung stehenden Engines deutlich ausgereifter, was den Entwicklern erlaube, sie lediglich für ihre eigenen Spiele anzupassen.

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    Weltraum-Überflieger Star Citizen: Der aktuelle Stand der Entwicklung

    Von der außergewöhnlich positiven Resonanz auf Star Citizen zeigt sich Roberts übrigens sehr überrascht. Er hätte mit einem derartigen Erfolg nicht gerechnet. "Ich denke Spieler lieben Spiele wie dieses, aber sie waren eine Weile lang abwesend und wurden wirklich vermisst. Also stiegen eine Menge Leute hinter die Kampage", so Roberts. "Ich dachte, wir hätten eine Chance, uns gut zu schlagen, aber ich glaubte nicht, dass wir uns derartig gut schlagen würden, wie wir es getan haben. Ich fühlte, dass irgendwann jemand eine Menge Geld mit Crowdfunding machen könnte, aber ich dachte, wir würden zwischen zwei und vier Millionen Dollar einnehmen, was einige Leute bereits zuvor getan haben." Insgesamt nahm Roberts via Kickstarter rund 2,2 Millionen Dollar ein. Auf der offiziellen Website können jedoch weiterhin Spenden getätigt werden, die sich inzwischen auf eine Summe von knapp 10 Millionen Dollar angehäuft haben.

    Auch versprach Roberts, dass man die Spieler und Unterstützer der Kampagne nicht enttäuschen werde und den Erwartungen, gemessen am zur Verfügung stehenden Budget und im Vergleich zu anderen AAA-Titeln, möglichst gerecht werden wolle. Auch die Entscheidung, eine eigenständige Marke zu entwickeln, statt ein direktes Sequel zu entwickeln, solle dabei eine wichtige Rolle spielen: "Es ist ein wenig einfacher mit Star Citizen, weil ich kein Sequel mache - es ist kein Wing Commander 7 oder Ähnliches. Es ist also ein neues Universum und daher haben wir immer ein wenig Spielraum," erklärt Roberts. "Wir versuchen Dinge zu machen, die wir in Wing Commander, Privateer oder Freelancer nicht getan haben. Star Citizen wird ein eigenes Spiel sein."

    Vor allem im Multiplayer-Aspekt von Star Citizen wolle man eine Reihe neuer Dinge ausprobieren, die in dieser Form bislang in anderen Spielen nicht existieren sollen. So etwa den Charakteren im Spiel einen Sinn für Sterblichkeit zu verleihen: "Zeit vergeht, Leute sterben, eure Nachkommen übernehmen die Führung. Und so wird das Universum, wenn es gut funktioniert, einen Sinn für Geschichte haben, indem du auf deine Familiengeschichte und das, was sie erreicht hat, zurückblicken kannst." Aber auch das Dialogsystem und die Interaktion mit anderen Charakteren, etwa das Pflegen von Beziehungen, sollen dabei eine wichtige Rolle spielen und über die üblichen Dialogoptionen hinausgehen. "Für mich geht es nicht hauptsächlich darum, etwas besser machen zu wollen, als andere. Es geht mehr darum, wie ich mir das Spiel vorstelle, das ich spielen will."

    Star Citizen entsteht mithilfe der CryEngine 3. Laut Angaben des Game Designers Chris Roberts sei die Grafik-Technologie leistungsfähig und optimal auf den PC zugeschnitten. Star Citizen entsteht mithilfe der CryEngine 3. Laut Angaben des Game Designers Chris Roberts sei die Grafik-Technologie leistungsfähig und optimal auf den PC zugeschnitten. Quelle: Cloud Imperium Eines der Kern-Elemente von Star Citizen soll demnach auch die Möglichkeit sein, tief in das Spielgeschehen eintauchen zu können. Ein Beispiel dafür sei etwa die Individualisierung der verschiedenen Raumschiffe. So könne man sich ein Schiff ganz nach seinen Vorstellungen ausbauen oder einfach auf komplett vorgefertigtes Schiff zurückgreifen. Dies vergleicht Roberts mit der Zusammenstellung eines Spiele-PCs oder aber dem Kauf eines Komplettsystems. Das Spielerlebnis soll somit auf der einen Seite möglichst tiefgehend, aber simpel genug für die Spieler sein, die sich mit solchen Elementen nicht beschäftigen möchten. "Hoffentlich wird es vordergründig spaßig und simpel, aber es wird sehr komplex, wenn du dich wirklich damit befassen willst."

    Der Crowdfunding-Plattform Kickstarter sagt Roberts eine blühende Zukunft voraus, da im Vergleich zur Entwicklung eines Spiels über einen Publisher, dort die Spieler entschieden, welche Spiele umgesetzt würden. "Da ist ein ganzes Gebiet von Spielen, die verschwunden sind, die vielleicht eine oder zwei Millionen Kopien verkaufen würden. Was ein paar Jahre zuvor ein gutes Geschäft gewesen wäre und nun sind die Publisher nicht interessiert, wenn sie nicht fünf Millionen Kopien oder mehr verkaufen können. Und wahrscheinlich wollen sie eher zehn Millionen verkaufte Kopien, sonst macht es in ihrer großen Infrastruktur finanziell keinen Sinn", lautet seine Aussage. Kickstarter hingegen gebe den Spielern eine Stimme.

    Zuletzt beschreibt Roberts das Betriebsklima bei der Entwicklung von Star Citizen, das im Vergleich zu früheren Arbeitsumgebungen des Spieleentwicklers, deutlich angenehmer sein soll. "Jeder in der Firma fokussiert sich darauf, die Art von Spiel zu machen, die sie lieben und die sie seit einer Weile nicht gesehen haben - und sie versuchen, dabei Spaß zu haben. Wir sind eine engverbundene Gemeinschaft, die sich nicht zu groß oder unternehmerisch anfühlt, wo jeder zusammen Mittagessen gehen und Spaß haben kann", schwärmt Roberts. Das komplette Interview mit Chris Roberts lest ihr im Original auf Crytek.com. Weitere Informationen zum kommenden Star Citizen findet ihr auf unserer Themenseite zum Spiel.

  • Star Citizen
    Star Citizen
    Publisher
    Cloud Imperium Games
    Developer
    Cloud Imperium Games
    Es gibt 3 Kommentare zum Artikel
    Von Batze
    Ich hoffe das Spiel wird Inhaltlich genauso wie dieser ganze Grafik blabla.Nicht falsch verstehen, ich mag gute Grafik…
    Von LordCrash
    Falsche Infos im Text (mal wieder):Star Citizen hat über Kickstarter "nur" knapp über 2 Mio. Dollar eingenommen, der…
    Von DrProof
    Kreativität und Entwicklung sind bereiche der Kunst und dementsprechend ist klar dass Roberts das neue Betriebsklima…
    • Es gibt 3 Kommentare zum Artikel

      • Von Batze Erfahrener Benutzer
        Ich hoffe das Spiel wird Inhaltlich genauso wie dieser ganze Grafik blabla.

        Nicht falsch verstehen, ich mag gute Grafik. Aber Blender Spiele, die von Anfang an nichts anderes gemacht haben als auf ihre ach so Geniale Grafik zu verweisen haben wir schon genug und bekommen ja dank der neuen Next Konsolen…
      • Von LordCrash Gesperrt
        Falsche Infos im Text (mal wieder):
        Star Citizen hat über Kickstarter "nur" knapp über 2 Mio. Dollar eingenommen, der ganze Rest, also fast 8 Mio. Dollar, wurde über die eigene Website eingesammelt.
        http://www.kickstarter.co...

        Ansonsten schönes Interview. 
      • Von DrProof Erfahrener Benutzer
        Kreativität und Entwicklung sind bereiche der Kunst und dementsprechend ist klar dass Roberts das neue Betriebsklima liebt... Und mich macht es glücklich von dieser liebe zu hören. Denn sie ist der erste Indikator dafür ein Titel mit Herz und tollen Ideen am Ende zu erhalten.
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Star Citizen: Spielgrafik näher am Film dank CryEngine 3 - Chris Roberts im Crytek-Interview
Chris Roberts, Schöpfer der Weltraumsimulation Wing Commander, entwickelt derzeit mit seinem Entwickler-Studio Cloud Imperium Games, das über Kickstarter finanzierte Star Citizen. In einem Interview mit Crytek spricht Roberts über seine Entscheidung für die CryEngine 3. Demnach könne er mit der Grafik-Technologie am ehesten seine Vorstellungen realisieren - nämlich eine Film-ähnliche Präsentation.
http://www.pcgames.de/Star-Citizen-Spiel-3481/News/Star-Citizen-Spielgrafik-naeher-am-Film-dank-CryEngine-3-Chris-Roberts-im-Crytek-Interview-1071287/
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