S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Chernobyl
Schatten hängen über der Entwicklung des Ego-Shooter-Rollenspiel-Hybrids S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Chernobyl. Wir klären auf, was wirklich los ist.
Was diese schwer bewaffneten Männer einer Spezialeinheit in der Zone wollen, wissen Sie zunächst nicht.
Ende Januar entsetzte eine Horrormeldung die bangenden Fans. Laut Informationen eines russischen Spielemagazins hätten wichtige Mitarbeiter Entwickler GSC verlassen und Teile ihrer Arbeit mitgenommen. Gleichzeitig würde Herausgeber THQ nach einem neuen Entwicklerstudio suchen, das das Spiel beendet. Das klingt alles andere als gut.
Schon in der Vergangenheit schien das Verhältnis von THQ und GSC nie ganz reibungslos. Wir erinnern uns an von GSC genannte, nicht haltbare Erscheinungstermine, die THQ im Nachhinein wieder dementieren musste. Hat sich GSC an dem komplexen Konzept des Spiels (fast frei begehbare Umgebung und eine sich je nach Spieler in unterschiedliche Richtungen entwickelnde Story) nun einen Bruch gehoben?
Bereits nach wenigen Stunden folgte von GSC ein Statement auf ihrer Internetseite: "1. Das Projekt ist in der Phase der Beta-Freigabe und wird aktiv in enger Kooperation mit THQ entwickelt. 2. Das Team, speziell die Kunstabteilung, wurde gewissen Reduktionen unterzogen, weil alle grafikbezogenen Arbeiten so gut wie fertig sind (von 40 Personen wurden fünf entlassen).
Weder Führungskräfte, Programmierer oder Tester sollen zu irgendeinem Zeitpunkt reduziert werden. 3. Bezüglich des Technik-Lecks besitzt keiner der ehemaligen Designer die Rechte an der Spiel-Engine [&.]. Selbst falls die aktuelle oder Next-Generation-Engine im Internet auftaucht, darf sie keinesfalls legal verwendet werden. Entgegen den Gerüchten beabsichtigt GSC weder die Technik in nächster Zeit zu verkaufen, noch die Veröffentlichung von S.T.A.L.K.E.R.: Shadow of Chernobyl zu verzögern."
So sieht es aus
Wo Hygiene fehlt, erobern Ratten die leerstehenden Gebäude. Und die Tierchen sind erstaunlich groß und aggressiv.
Alles nur heiße Luft? Doch wann erscheint nun S.T.A.L.K.E.R.? Seit wir vor vier Jahren das Spiel zum ersten Mal in Augenschein nahmen, hat zumindest die Grafik doch etwas Staub angesetzt. Ein weiteres Zögern könnte das Spiel also in eine Abwärtsspirale des Spielerinteresses führen. Im offiziellen Quartalsbericht vom 3. Februar erklärt THQ-Geschäftsführer Brian Farrell: "THQ ist sehr gut aufgestellt, um im nächsten Geschäftsjahr, das am 1. April 2006 beginnt und am 31. März 2007 endet, signifikant zu wachsen.
In diesem Geschäftsjahr planen wir die Veröffentlichung einer Reihe großer PC-Titel." Eine etwas vage Äußerung, dennoch zählt S.T.A.L.K.E.R. ohne Frage zu den zitierten großen PC-Spielen. Eine frühere Aussage Farrells war zudem, dass das Spiel "nicht vor Oktober 2006" erscheine. Wir vermuten daher, dass es bis zum Weihnachtsgeschäft 2006 in den Läden stehen soll. Wie wir aus gewöhnlich gut unterrichteten Quellen erfahren haben, sei der aktuelle Status des Spiel "mehr als viel versprechend", und die Arbeiten gingen ihren gewohnten Gang. THQ ist sich im Übrigen durchaus bewusst, dass Spieler ungekürzte Originalspiele verlangen. Ob das allerdings geschieht, steht noch offen. Es bleibt spannend.

