STALKER: Shadow of Chernobyl
Standardwaffe des Stalker ist ein Sturmgewehr mit Granatwerfer und aufgesetztem Zielfernrohr.
30 Quadratkilometer voller Grauen: So genannte Stalker kämpfen im Gebiet um Tschernobyl gegen Mutanten. Die Sitzreihen im Sportstadion sind leer. Das Riesenrad in der Ferne dreht sich nicht. Graue Wohnblöcke stehen wie Mahnmale nebeneinander. Nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl 1986 ist das evakuierte Pripyat eine Geisterstadt. 16 Jahre später wird das rund 30 Quadratkilometer große Gebiet um das Atomkraftwerk in einem Ego-Shooter realistisch nachgestellt - und dient als fiktiver Schauplatz für Gefechte zwischen mutierten Monstern und Schatzsuchern. Sie sind einer davon: ein Stalker.
Realistische Rollenspielwelt
STALKER ist kein gewöhnlicher Ego-Shooter, sondern möchte sich zusammen mit Spielen wie Deus Ex genannt hören: Man folgt keiner roten Linie, sondern agiert frei in der Spielwelt. Das Verhalten des Spielers soll acht Endsequenzen auslösen. Welche Sie erleben, hängt von Ihrem Verhalten in Schlüsselmissionen ab. Schleichen oder schießen? Teamwork oder Solo-Abenteuer? Solche Entscheidungen beeinflussen die Richtung der Geschichte.
Doch häufig liegt es gar nicht in Ihrer Macht, Dinge zu bewirken, denn in der Welt von STALKER handeln Monster und NPCs selbstständig: Mutanten streunen durchs Land und suchen sich Nahrung. Söldner machen es sich in verlassenen Hütten gemütlich und gehen zu festen Zeiten auf Mutantenjagd. Sogar die Wetterbedingungen variieren - und haben Einfluss auf die KI der computergesteuerten Charaktere. So wird ein Monster bei Nacht und Nebel eher auf Futtersuche gehen als tagsüber, wenn die Sonne ihr Licht ausschüttet. Die Spielwelt gleicht der aus Rollenspielen. Anomalien dienen in den weitläufigen Freiluftlevels als beinahe unsichtbare Grenze: Wenn Sie zu nahe an ein mit Strahlung verseuchtes Gebiet herankommen, piepst Ihr futuristischer Geigerzähler - dann stehen Sie bereits mit einem Fuß im Grab.
Spielerische Freiheit
Wie es sich für einen technisch fortschrittlichen Ego-Shooter gehört, sorgt Bump Mapping an den Texturen für
Tiefenwirkung.
Auch spielerisch orientiert man sich an Gothic & Co. Sie verfügen über ein Inventar, in dem Gegenstände Platz finden: Scharfschützen- und Sturmgewehre, Granatwerfer, Nahrung und Wodka, der dabei hilft, radioaktive Strahlung abzubauen. Je mehr Utensilien Sie mit sich herumschleppen, desto eher geht Ihnen die Puste aus. Dann suchen Sie an einem ruhigen Plätzchen Schlaf und überbrücken so die Nacht, die wegen erhöhter Monsteraktivitäten gefährlicher ist als der Tag. Statuswerte fehlen allerdings - so weit gehen die Rollenspielambitionen von STALKER dann doch nicht.
Herausragend ist, wie unterschiedlich Missionen verlaufen. Ein Auftrag dreht sich darum, ein Artefakt aufzustöbern, das ein Söldner gerade zu klauen versucht. Ihre jederzeit verfügbare Karte zeigt an, wo die Zielperson zuletzt gesichtet wurde. Wenn Sie dort ankommen, kann Folgendes geschehen: Sie sehen gerade noch, wie sich der Söldner mit dem Artefakt unter dem Arm aus dem Staub macht, und nehmen die Verfolgung auf. Oder Sie treffen auf eine halb verstümmelte Leiche und hören ein Knurren aus gar nicht allzu großer Entfernung. Nichts ist geskriptet, Situationen werden dank umfassender KI stets anders verlaufen. Es ist sogar möglich, dass feindliche Figuren eine Mission vor Ihnen lösen.
Physikalisch korrekt geflogen
So sehen radioaktiv verstrahlte Wissenschaftler aus.
Regelmäßig kommt es zu Schusswechseln mit gegnerischen Söldnern oder Mutanten, die ihr Gebiet verteidigen. Hier spielt die verwendete Physik-Engine, die Bestandteil der X-Ray-Engine ist, ihre Stärken aus: Fensterscheiben zerspringen im Kugelhagel, Türen brechen auseinander, Fässer rollen realistisch und die Druckwelle einer Granate schleudert Stühle durch die Luft. Getroffene Lampen schwanken wild und lassen Schatten in der Nähe in Echtzeit tanzen. Technisch ist der Titel auf der Höhe von Half-Life 2 und der Far Cry-Engine. Die spielerische Güte erfahren wir im September.


mfg indy
habt ihr noch nicht bemerkt was in letzter zeit für promotion tricks angewandt werden um ein spiel zu toppen das es noch gar nicht gibt?
wieviele fanseiten von `Söldner´ gab es schon VOR erscheinen,- und…