Reisebericht aus Tschernobyl.
Da die Mutanten auf Kontraste und Bewegungen reagieren, können sie mit guter Tarnung getäuscht werden.
Alexey Sytyanov und seine Kollegen haben sich ganz freiwillig in das Katastrophengebiet rund um den havarierten Atomreaktor begeben, um dort die Atmosphäre und die Architektur der Unglücksstelle kennen zu lernen. In S.T.A.L.K.E.R. ist der Reaktor ein zweites Mal explodiert und der Spieler, in der Rolle eines Spezialtruppführers, muss herausfinden, wie es dazu kommen konnte: Ein offensichtlich durchgedrehter Wissenschaftler nutzt die freigewordene Radioaktivität, um mutierte Tiere und Menscher heranzuzüchten und für seine Zwecke zu nutzen. Verseuchte Gebiete, wertvolle Artefakte, tödliche Fallen und vieles mehr erwarten den mit Spielgeld arg knapp ausgestatteten Söldner, der sein Team selber mit ordentlichen Waffen versorgen muss. Ähnlich einem Rollenspiel trifft er in den Geisterstädten auf starrköpfige Bewohner, die für Bares oder Artefakte wertvolle Informationen und Waffen herausrücken.
S.T.A.L.K.E.R. gehört zu der neuen Generation der Ego-Shooter, die auf der diesjährigen E3 für Furore sorgten. Mit rund 100.000 Polygonen je Bild, Bump-Maps auf Gesichtern und Bodenflächen sowiediffusen Lichtquellen stellt auch die X-Ray-Engine alle derzeit gebräuchlichen Grafik-Engines in den Schatten. 20 Quadratkilometer Landschaften, die Stadt Prypjat mit all ihren verlassenen Häusern und verrostete, aber fahrbereite Autos, Boote und Hubschrauber bilden den Schauplatz von S.T.A.L.K.E.R.. Hier begibt sich der Spieler auf die Suche nach den Mutanten und dem Wissenschaftler, die jeweils mit bis zu 10.000 Polygonen detailverliebt dargestellt werden. Auch die bis zu 15 Teammitglieder, die mit einfachen Maus- und Tastenbefehlen durch die Lande dirigiert werden, sehen ähnlich realistisch aus. Da Gleiches auch für die Landschaften gilt, macht sich schnell eine beklemmende Atmosphäre breit. Umso erschreckender ist es, wenn man tatsächlich einem der relativ wenigen Gegner gegenübersteht. Da sie sehen, hören und per Telepathie Verstärkung anfordern können, ist man stets auf vorsichtiges Voranpirschen bedacht eine Dauerbelastung für die Nerven.

