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  • SPORE

    Spore - Test

    1. Die ersten Minuten in der bunt schillernden Ursuppe locken mehrere Schaulustige an den Monitor des testenden Redakteurs: Was für eine niedliche Grafik, was für ein intelligenter Einstieg! Spore weckt binnen Sekunden ungeheure Erwartungen. 1. Die ersten Minuten in der bunt schillernden Ursuppe locken mehrere Schaulustige an den Monitor des testenden Redakteurs: Was für eine niedliche Grafik, was für ein intelligenter Einstieg! Spore weckt binnen Sekunden ungeheure Erwartungen. Dass Spore irgendwie genial sein soll, war hinreichend bekannt. Nur: Ob es auch wirklich Spaß machen würde, das blieb zu beweisen - bis heute. Wir testeten Will Wrights (Die Sims) neues "Werk" und vermeiden hier bewusst den Zusatz "Meister-".

    Der Grundgedanke ist brillant: Der Spieler züchtet eine Kreatur, begleitet sie auf ihrem Weg von der Amöbe zum Wirbeltier und erlebt den Aufstieg zur Industriemacht bis hin zum Vorstoß ins Weltall. Fünf Ebenen stecken in Spore, die erste ist verblüffend charmant: Man zuckelt als lustig quietschender Einzeller durch ein herrliches Farbenmeer. Auch anderes Getier treibt sich herum, es gilt das Gesetz des Stärkeren: fressen und gefressen werden. Nach einer halben Stunde ist der putzige Spaß vorbei.

    2. Mit seiner ersten Kreatur erforscht man stolz das Land - und schläft dabei beinahe ein. Ob durch simple Sozialfunktionen oder sture  Angriffe, man tut nicht mehr als andere Spezies in der Umgebung zu beeindrucken. Sehr süß, aber auch etwas öde. 2. Mit seiner ersten Kreatur erforscht man stolz das Land - und schläft dabei beinahe ein. Ob durch simple Sozialfunktionen oder sture Angriffe, man tut nicht mehr als andere Spezies in der Umgebung zu beeindrucken. Sehr süß, aber auch etwas öde. Phase 2 bricht an: Gut gefüttert und zum Vierbeiner gereift, verlässt man den Ozean. Hier zeigt sich die ganze Pracht des Kreaturen-Editors, in dem man sein Tierchen bis ins letzte Detail definiert: Blitzschnell biegt man seinem Schützling die Beine zurecht, flanscht Arme an den biegsamen Körper, lässt Hörner wachsen und Saugnäpfe sprießen. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt, das beweisen die vielen Schöpfungen, die kreative Spieler bereits mit Spore Labor erstellten. (Zur Erinnerung: Das ist eine bereits erhältliche Mini-Ausgabe des Spiels, die nur den Kreaturen- Editor enthält.) Beim Erforschen der kunterbunten Landmasse entpuppt sich der Spielablauf als ernüchternd monoton. Die erste Entzückung, wenn das eigene Tier niedlich durch die Landschaft trottet, weicht, sobald man auf andere Spezies trifft. Singen, tanzen, kämpfen - das geschieht automatisch und irre simpel auf Knopfdruck, es lockt nicht die geringste Herausforderung.

    3. Ein kleines Dorf mit Hütten ausbauen, Nahrung sammeln und - schon wieder! - andere Völker mit simplen Sozialfunktionen oder taktisch anspruchslosen Kämpfen überzeugen: Witzig ist das zwar allemal, aber eben ohne jeden Tiefgang. 3. Ein kleines Dorf mit Hütten ausbauen, Nahrung sammeln und - schon wieder! - andere Völker mit simplen Sozialfunktionen oder taktisch anspruchslosen Kämpfen überzeugen: Witzig ist das zwar allemal, aber eben ohne jeden Tiefgang. Auch die dritte Phase geizt mit Tiefgang: In der stark vereinfachten Mischung aus Die Siedler und Populous 3 hat man hier wenig mehr zu tun, als seine - nun in Kleidung gehüllte - Geschöpfe auf Nahrungssuche zu schicken, ein paar Hütten zu errichten und die gegnerischen Stämme entweder zu überzeugen oder auszurotten. Ulkig sieht's zwar jederzeit aus, wenn sich diese absurden Biester gegenüberstehen, doch echter Spielspaß kommt deshalb noch lange nicht auf. sich zum seichten Echtzeitstrategiespiel wandelt: Auf einer kleinen Karte errichtet man Gebäude innerhalb seiner Stadtmauern, sammelt Rohstoffe, nimmt mit anderen Völkern diplomatische Beziehungen auf.

    4. In der vierten Spielphase will dem Tester kein Schaulustiger mehr über die Schulter schauen: Spore, der einst putzige Kreaturensimulator, wandelt sich zum oberflächlichen  Echtzeitstrategiespiel. Kämpfe,  tädtebau, Handel, Diplomatie - alles Wichtige ist drin, nichts davon fordert selbst einen ungeübten Spieler. 4. In der vierten Spielphase will dem Tester kein Schaulustiger mehr über die Schulter schauen: Spore, der einst putzige Kreaturensimulator, wandelt sich zum oberflächlichen Echtzeitstrategiespiel. Kämpfe, tädtebau, Handel, Diplomatie - alles Wichtige ist drin, nichts davon fordert selbst einen ungeübten Spieler. Wer daran trotz der vorbildlichen Steuerung scheitert oder sich eher aufs Kämpfen versteht, baut Panzer, Flugzeuge und Kriegsschiffe, mit denen er die feindliche Festung in Schutt und Asche ballert. Das unterfordert selbst Spieler, die mit Strategie sonst nichts anfangen können. In der letzten Phase dann der große Tapetenwechsel: Man lenkt ein Raumschiff hinaus in die Weiten des Alls. Hier erschlägt Spore den Spieler mit Unmengen an erkundbaren Sonnensystemen und Planeten, die Übersicht zu behalten fällt zunehmend schwer. Um andere Völker als Bündnispartner zu gewinnen, erfüllt man für sie Missionen - meist handelt es sich um Botengänge, die das Absuchen einer Planetenoberfläche erfordern.

    5. Mit dem kleinen Raumschiff geht‘s von einem Sonnensystem zum nächsten, man rast über Planetenoberflächen, scannt Pflanzen, entführt Bewohner, sucht Artefakte, handelt, kolonisiert, betreibt Terraforming - endlich bietet Spore etwas Spieltiefe!

Wir schafften etwa die Hälfte der letzten Spielphase und erledigten in diesen Stunden immerzu das Gleiche. 5. Mit dem kleinen Raumschiff geht‘s von einem Sonnensystem zum nächsten, man rast über Planetenoberflächen, scannt Pflanzen, entführt Bewohner, sucht Artefakte, handelt, kolonisiert, betreibt Terraforming - endlich bietet Spore etwas Spieltiefe! Wir schafften etwa die Hälfte der letzten Spielphase und erledigten in diesen Stunden immerzu das Gleiche. Es wird auch gekämpft; per Mausklick lässt man Laserstrahlen und Raketen auf feindliche Schiffe los - eher fummelig als unterhaltsam. Handelsbeziehungen und neu besiedelte Welten erweitern die Grenzen des eigenen Reiches, erwirtschaftete Ressourcen werden natürlich gewinnbringend weiterverkauft. In dieser Phase bietet Spore endlich etwas Herausforderung, will man alle Spielelemente - Kampf, Diplomatie, Wirtschaft, Ausbau - meistern. Bald wünscht man sich aber auch hier mehr Abwechslung; die einzig echte Motivation ist der stetig wachsende Fortschrittsbalken, der den Aufstieg des eigenen Volkes symbolisiert.

    Obwohl als Solo-Titel konzipiert, sind Community-Features ein zentrales Element von Spore. Wer sich zu Spielbeginn online anmeldet, darf seine Schöpfungen mit der Spore-Spielerschaft teilen. Ein integrierter Browser lädt automatisch neue Kreaturen und Objekte herunter, stets versehen mit dem Namen des Urhebers. Die neuen Inhalte können jederzeit im eigenen Spiel auftauchen - ziemlich cool! Da diese aber von der KI gesteuert werden, bleibt die Abwechslung eine rein optische. Wir spielen weiter: In der nächsten Ausgabe prüfen wir, ob Spore auf lange Sicht vielleicht doch mit Tiefgang, mit Unerwartetem, mit Langzeitmotivation überrascht. Die ersten 15 Spielstunden jedenfalls fi elen enttäuschend aus - bis auf den Kreaturen-Editor fand sich viel Schönes, aber wenig Geniales in Spore.
    Im Test: Spore - Geniestreich oder Evolutionsbremse?
    Weiter zu: Die fünf Phasen vor Spore in der Einzelbetrachtung: Was ist gut, was nicht?

    Bildergalerie: Spore
    Bild 1-3
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    Spore (PC)

    Spielspaß-Wertung
    73 %
    Leserwertung
    (0 Stimmen):
    -
    Pro & Contra
    Genial: der Kreatureneditor
    Hinreißend animierte Tierchen
    Endloser Nachschub an Kreaturen und Objekten per Download
    Umfassende Community-Features
    Kaum Spieltiefe bis Phase 5
    Geringer Wiederspielbarkeitswert
    Unausgewogener Spielmix aus Simulation und Strategie
    Kriege einfacher als Diplomatie
  • Spore

    Spore

    Plattform
    PC
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Maxis
    Release
    21.04.2011

    Es gibt 158 Kommentare zum Artikel

    Von Gamaxy
    Kurze Zusammenfassung: der eine mag es, der andere nicht ;-) Und: Wertungen in der PC-Games sind subjektiv. Ach nee *LOL* Und: der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Mit anderen Worten: [url="http://de.wikipedia.org/wiki/Hornberger_Schie%C3%9Fen"]Hornberger Schießen[/url] :-D
    Von tetaro
    [/quote] Naja. Eine Wertung ist mehr als eine beliebige Meinung und muss im Sinne der Zielgruppe des Spiels sprechen. Darum sollten Testzeitschriften Tester haben, die auf unterschiedliche Genres spezialisiert sind, k.A. wie das hier ist.. Wenn ich keine klassische Musik mag, sondern Punk, kann ich eben…
    Von Lisi87
    Gar nichts will ich beweisen, das geht hier auch gar nicht. Für mich ist die Luft hier raus - meine Ansicht zu PCG Wertungen kennt ihr ja. tschö

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