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Splinter Cell: Double Agent (PC)

Release:
09.11.2006
Genre:
Action
Publisher:
Ubisoft

Splinter Cell: Double Agent

04.12.2006 15:00 Uhr
|
Neu
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Man konnte meinen, in Teil 4 würden die Karten neu gemischt. Nun stellt sich heraus, dass Fisher bloß eine andere Frisur hat.

Gegner zu überwältigen ist leicht. Einfach anschleichen und die Leertaste drücken, fertig. Gegner zu überwältigen ist leicht. Einfach anschleichen und die Leertaste drücken, fertig. Anders sollte es werden. Nichtlinear mit alternativen Enden. Darin ein Sam Fisher, wie man ihn nicht kennt. Gebeutelt vom Tod seiner Tochter. Und selbstmörderisch im Umgang mit sich selbst, weil er nichts mehr zu verlieren hat.

Aus dieser spannenden Vorlage haben die Entwickler gemacht: wenig. Double Agent ist ein gutes Spiel geworden, aber eines, dessen Potenzial brachliegt. Ja, es gibt alternative Spielweisen, nur wirken sie sich kaum auf den Ablauf aus. Ja, Fisher erscheint wie ein Verbitterter, bloß nicht länger als für fünf Sekunden. Ja, er begibt sich in Lebensgefahr, aber das hat er vorher auch getan. Der mutmaßlich neue Anstrich: nicht mehr als ein Farbklecks. Die auffälligste Änderung ist, was der Hauptdarsteller auf dem Kopf trägt: einen neuen Kurzhaarschnitt.

Ethisches Dilemma

Splinter Cell: Double Agent Double Agent wäre prädestiniert für einen Sam Fisher, der nach dem Verlust seiner Tochter an sich zweifelt und verzweifelt. Kurz beschwört eine Zwischensequenz die Ahnung eines Autos, das viel zu schnell herankommt, und die eines Mädchens, das viel zu langsam reagiert. Doch statt diesen Storyzweig weiterzuführen, lässt ihn das Spiel gleich wieder fallen und geht gewohnte Bahnen: Es erwarten Sie zehn Schleichmissionen nach altem Muster.

Manchmal, selten, erlebt man aber Szenen von unerhörter Spannung. Eine davon beginnt nach etwa einer Stunde Spielzeit. Emile ist der Anführer der John-Brown-Armee (JBA), einer kriminellen Vereinigung, die Großes plant. Er fordert einen Vertrauensbeweis von Fisher, drückt ihm eine Pistole in die Hand und verlangt, dass er einen Gefangenen tötet. Der kniet am Boden, Klebeband über dem Mund, weit aufgerissene Augen, panische Laute ausstoßend. Dann rutscht die Perspektive hinein in Fisher, und jede Distanz zwischen ihm und dem Spieler verschwindet. Das Fadenkreuz erscheint auf dem Anvisierten als Zeichen, dass man nun die Kontrolle hat über Leben und Tod. Man selbst muss schlucken: Double Agent macht einem die Tragweite eines betätigten Abzugs bewusst.

Erinnern Sie sich übrigens an Pandora Tomorrow, den zweiten und nach Meinung des Verfassers dieser Zeilen besten Splinter Cell-Teils? Auch darin kommt Fisher in ethische Zwickmühlen, bei denen die Missionsziele der Auftraggeber der NSA (National Security Agency) mit der zu wahrenden Tarnung kollidieren. So neu ist die Idee also nicht.

Es werde Licht

Splinter Cell: Double Agent Ernst nehmen konnte man Sam Fisher nie: Drei leuchtende Punkte auf der Stirn und keiner sieht's, alles klar. Chaos Theory trieb die Sache mit der Dunkelheit aber ins komplett Lächerliche. Da waren selbst hochtechnisierte Bürogebäude dunkel wie Maulwurfhöhlen. Wie sollen Gauner Weltherrschaftspläne schmieden, wenn sie die eigene Hand vor Augen nicht sehen? Double Agent nimmt Abstand von derlei Albernheiten, sobald man den Schock der ersten Mission überwunden hat: Da schleicht man durch eine computerisierte Raketenbasis, bei der offenbar die Lichtschalter vergessen wurden. Das Terror-Hauptquartier in New York, das Gefängnis, der Luxusdampfer auf dem Meer, der Kongo - all das ist meist angenehm hell, das Nachtsichtgerät mit dem ekelhaften Grünstich brauchen Sie selten.

Moderation
04.12.2006 15:00 Uhr
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Dein Kommentar
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
25.05.2008 11:15 Uhr
Absolut mies,
früher wars lächerlich dunkel in Bürogebäuden?
richtig, jetzt ist es hell erleuchtet und die gegner sehen einen trotzdem nicht, finde ich noch absurder.

Der Steuerung merkt man, besonders im Menü und beim hacken, an dass sie von der Xbox kommt. Zumindest der Numblock zum eingeben von zahlencodes sollte vernüftig funktionieren.

und das lineare leveldesign der ersten 3 teile fand ich auch angenehmer
Benutzer
Bewertung: 0
12.12.2006 13:42 Uhr
Auf manchen Rechnern lief die Testversion zeitweise in Zeitlupe - auch mit Patch.


vielleicht hättet ihr in der Redaktion einfach mal die Treiber eurer Dualcore CPUs updaten sollen. Hab nen X2 4400+ und bei mir (sowie allen anderen in dem offiziellen Splinter Cell Forum hat´s geholfen). IMO…
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
07.12.2006 00:40 Uhr
Ernst nehmen konnte man Sam Fisher nie: Drei leuchtende Punkte auf der Stirn und keiner sieht's, alles klar.
  Sehr trefflich ausgedrückt!  Als begeisterter Sneak-Shooter war ich immer ein Fan der Serie. Aber nach Armed Assault ist das innerhalb kurzer Zeit schon die zweite eher…