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  • Splinter Cell: Blacklist - Vorschau von der E3 2012 - Völlig übertriebene Gewalt und harte Action - Wo ist der alte Sam Fisher?

    Splinter Cell: Blacklist hat mit den Vorgängern so wenig gemein wie Peter Molyneux mit der Umsetzung versprochener Features. Nämlich fast gar nix. Dafür bekommt der Spieler völlig überzogene Gewalt und schnelle Action präsentiert. Wo der alte Sam Fisher hin ist? PC Games hat sich auf die Suche begeben, ihn aber auf der E3 2012 nicht gefunden.

    Splinter Cell: Blacklist befindet sich aktuell in Entwicklung bei Ubisoft Toronto. Der Hintergrund? Eine geheimnisvolle Terrororganisation - besser: ein Zusammenschluss aller Terrororganisationen der Welt - hat genug von der amerikanischen Besetzung ihrer Länder und droht den USA: Die Truppen sollen abrücken oder die Terroristen tragen den Krieg in die Staaten. Die Namensgebende Blacklist ist die Liste der Terrorziele in den USA. Und auf die wird Sam Fisher vom Präsidenten persönlich angesetzt. Dazu wird er Boss von Fourth Echelon, bekommt massig Geld und Unterstützung und baut sich eine fliegende Basis in einem ausrangierten Tarnbomber. Sam ist befugt, außerhalb jeder Grenzen und jedes Gesetzes zu operieren. Wenn die USA an Informationen kommen wollen, dann ist eben jedes Mittel recht.

    Sam Fisher ist in Splinter Cell: Blacklist übertrieben brutal. Das gefällt mit Sicherheit nicht jedem Spieler. Uns zumindest war es teilweise zu viel der Gewalt. Sam Fisher ist in Splinter Cell: Blacklist übertrieben brutal. Das gefällt mit Sicherheit nicht jedem Spieler. Uns zumindest war es teilweise zu viel der Gewalt. Quelle: Ubisoft Und so erleben wir Sam an der iranisch-irakischen Grenze, wo er einen Terroristenanführer jagt. Getarnt als Terrorist bringt er einen verwundeten Kameraden ins Camp und gelangt so direkt zum Boss. Mit der aus dem Vorgänger bekannten Execute-Funktion markiert er die zwei Kollegen des Oberschergen und erschießt sie danach in einer einzigen, fließenden Bewegung. Danach geht es dem Terroristenanführer an den Kragen. Bevor auch nur eine Frage gestellt wird, bricht Fisher ihm brutal den Arm und prügelt ihn quer durch den Raum. Diese "Befragungen" kennen Spieler schon aus dem Vorgänger Splinter Cell: Conviction. In Blacklist sind sie ungleich brutaler. Sam rammt seinem Opfer ein Kampfmesser in die Schulter. Der Spieler muss jetzt mit den Analogsticks das Messer in der Wunde drehen – der Gefangene schreit wie am Spieß. Das ist so heftig, dass wir an dieser Stelle abschalten würden, wenn da nicht der Präsentator wäre und wir selber spielen könnten. Die Szene endet in einem schwarzen Bild, während weiter die Schmerzensschreie des Opfers aus den Boxen dröhnen. Fragwürdig? In unseren Augen schon.

    Der nächste Abschnitt zeigt mehr Gameplay als die Folterszene vorher. Aber auch sie birgt allerlei Überraschungen. Die erste ist angenehm: Fisher infiltriert ein Armeelager. Er ist auf der Suche nach einem gewissen Jadid, der Informationen über die Blacklist haben soll. Dazu schleicht Fisher in gewohnt geduckter Haltung an ein Zelt und benutzt sein Messer, um sich lautlos einen Zugang zu "erschneiden". Die aufgeschnittenen Zeltbahnen flattern lose im Wind. Schön!

    In Splinter Cell: Blacklist ist Sam Fisher agiler denn je. Das sorgt für mehr Action, lässt Stealth-Fans aber im Regen stehen. In Splinter Cell: Blacklist ist Sam Fisher agiler denn je. Das sorgt für mehr Action, lässt Stealth-Fans aber im Regen stehen. Quelle: Ubisoft Danach setzt Fisher es wieder zu blutigeren Zwecken ein: Von hinten überrascht er eine Wache und schaltet sie blitzschnell aus. Das geschieht mit einer solchen kaltblütigen und groben Schnelligkeit, dass wir uns verwundert fragen: Seit wann ist der Fisher so brutal? Die Frage beantwortet Sam mit einer Aktion, die die Entwickler Killing in Motion getauft haben: Der Spezialagent kann seine Execute-Markierungen nun auch im Laufen auslösen und so dynamische, stylisch inszenierte Tötungsreihen auslösen. In der Praxis rennt Sam los, wirft sich über ein paar Sandsäcke und erschießt dabei mehrere Wachen, rammt einer weiteren im Vorbeirennen ein Messer in lebenswichtige Organe und erledigt danach noch zwei weitere Bösewichte. Das sieht hart aus, irgendwie stylisch und cool aber es passt überhaupt nicht zu Sam Fisher, dem schleichenden Helden, der lautlos und vorsichtig tötet! Wir sehen einen Sam, der wie eine Tarantel durch das feindliche Lager spurtet und dabei am Fließband Gegner niedermacht. Wir wundern uns.

    Einige Fisher-typische Bewegungen hat der Held aber dennoch drauf. So klettert er zum Beispiel eine Felswand empor oder zupft eine Wache von einer Brüstung, während er selber am Geländer darunter hängt. Danach benutzt er eine Art Elektrobolzen, um eine Pfütze unter Strom zu setzen, in der einige Widersacher stehen. In diesen Momenten wirkt Fisher wie der Fisher den wir kennen. Kurz danach werden diese Szenen wieder weggewischt, denn es trifft Verstärkung ein. Etwa 20 Bösewichter verteilen sich im Ort. Und was tut Herr Fisher? Er fordert einen Luft-Boden-Schlag an. Richtig gelesen. Fisher darf jetzt Luftunterstützung ordern. Er ist Chef von Fourth Echelon heißt es, und die dürfen ja alles.

    Was folgt ist wieder ein So-mögen-wir-ihn-Einsatz. Fisher entdeckt den Raum mit dem Gesuchten und spitzt unter der Tür hindurch. Dann markiert er die im Raum befindlichen Wachen und schwingt sich aufs Dach, seilt sich ab und bricht durch die geschlossenen Fensterläden. Im Bruchteil einer Sekunde liegen alle Bösen am Boden, bis auf den Gesuchten. Der muss ja befragt werden. Mit Gewalt. Als wäre es Absicht, folgt danach wieder ein Abschnitt, den wir nicht ins Fisher-Universum einordnen können: Sam ballert sich einen Fluchtweg frei, indem er auf eine Überwachungsdrohne zugreift, die mit Geschützen ausgestattet ist. Es folgt eine Sequenz, die wir eigentlich in Call of Duty erwartet hätten, nicht in Splinter Cell. Mit der Drohne radiert Sam unzählige Wachen aus und bombariert gleich noch ein paar Luftabwehrstellungen. Warum? Weil er's kann.

    Die Entwickler erklären, dass Dinge wie Drohnen und Luftschläge nur Erweiterungen von Sams Arsenal darstellen. Er soll mehr Möglichkeiten bekommen, trotzdem beherrscht er immer noch alte Vorgehensweisen und Schleichen ist eine Option. Zu Koop- und Mehrspielermodus wollen die Entwickler noch nichts sagen. Auf unserer Splinter Cell: Blacklist-Themenseite halten wir euch auf dem Laufenden über das Spiel.

    06:25
    Splinter Cell: Blacklist - E3-Trailer u. erste Ingame-Szenen
  • Splinter Cell Blacklist
    Splinter Cell Blacklist
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Ubisoft Toronto
    Release
    20.08.2013
    Es gibt 39 Kommentare zum Artikel
    Von knarfe1000
    Ist doch ganz einfach: Mit Conviction fiel die Serie ins Koma, nun stirbt sie eben endgültig. Da spiele ich lieber zum…
    Von Midoryu
    Habe den auf Dein "Anraten" mal gelesen. Er geht mehr ins Detail, auf jeden Fall. Aber: Viel zu optimistisch. Der…
    Von Midoryu
    (Ähem... Weitergehen.)

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    • Es gibt 39 Kommentare zum Artikel

      • Von knarfe1000 Erfahrener Benutzer
        Ist doch ganz einfach:

        Mit Conviction fiel die Serie ins Koma, nun stirbt sie eben endgültig.

        Da spiele ich lieber zum x-ten mal Chaos Theory durch.
      • Von Midoryu Erfahrener Benutzer
        Habe den auf Dein "Anraten" mal gelesen.
        Er geht mehr ins Detail, auf jeden Fall. Aber:
        Viel zu optimistisch. Der Autor vertraut darauf, dass Maxime Beland ein Wort hält, das er bereits bei Conviction gebrochen hat.
        Denn auch dort sollte man ungesehen vorwärts kommen und die volle…
      • Von Midoryu Erfahrener Benutzer
        (Ähem... Weitergehen.)
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Splinter Cell Blacklist
Splinter Cell: Blacklist - Vorschau von der E3 2012 - Völlig übertriebene Gewalt und harte Action - Wo ist der alte Sam Fisher?
Splinter Cell: Blacklist hat mit den Vorgängern so wenig gemein wie Peter Molyneux mit der Umsetzung versprochener Features. Nämlich fast gar nix. Dafür bekommt der Spieler völlig überzogene Gewalt und schnelle Action präsentiert. Wo der alte Sam Fisher hin ist? PC Games hat sich auf die Suche begeben, ihn aber auf der E3 2012 nicht gefunden.
http://www.pcgames.de/Splinter-Cell-Blacklist-Spiel-34395/News/Splinter-Cell-Blacklist-E3-2012-Vorschau-888881/
06.06.2012
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