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  • Selbstmord, Folter, Vergewaltigung: Tabus und wie weit Videospiele gehen dürfen

    Dürfen Spieler Menschen quälen, vergewaltigen oder Selbstmordanschläge verüben? Spiele provozieren, loten Grenzen aus, ahmen Filme nach - doch da wir Spieler aktive Gestalter des Spielsverlaufs sind, stellt sich zwangsläufig die Frage: Wie weit dürfen Spiele gehen?

    Niemals gehen Spiele in deutschen Versionen weiter als Filme (hier: Hostel). Es darf nicht aktiv gefoltert werden. Niemals gehen Spiele in deutschen Versionen weiter als Filme (hier: Hostel). Es darf nicht aktiv gefoltert werden. Quelle: VGZ Folter, Vergewaltigung, Tierquälerei: Wollen Sie dafür belohnt werden? Ein Steam-Achievement für „50 Napalmopfer“ oder ein Achievement für „10 Vergewaltigungen in nur 10 Minuten“? Wohl kaum. Es gibt Grenzen in Spielen, die nicht überschritten werden sollten. Oder? Filme thematisieren die menschliche Grausamkeit schon lange und zeigen häufig brutalste Szenen mit erschütternder Detailtreue. Gleichzeitig werden Spiele immer realistischer, greifen immer öfter die Kameraarbeit und Dramaturgie von Filmen auf. Logische Konsequenz wäre also, dass auch in Spielen gefoltert, vergewaltigt und gequält wird.

    Ein Spiel, das Vergewaltigungen knallhart thematisiert, ist (heute noch) unvorstellbar. Schon gar nicht als aktiver Prozess des Spielers. Bislang gibt es solche Grenzen in Videospielen. Bild: Die Verdammten des Krieges. Ein Spiel, das Vergewaltigungen knallhart thematisiert, ist (heute noch) unvorstellbar. Schon gar nicht als aktiver Prozess des Spielers. Bislang gibt es solche Grenzen in Videospielen. Bild: Die Verdammten des Krieges. Quelle: VGZ Doch in Spielen sind wir nicht der gebannte oder angeekelte Zuschauer, sondern der aktive Teilnehmer. Wir schießen auf feindliche Soldaten, hacken Monstern oder menschenähnlichen Wesen die Gliedmaßen ab oder pulverisieren ganze Planeten. Daran haben wir und die Öffentlichkeit sich schon mehr oder weniger gewöhnt. Dass es weiterhin Grenzen gibt, bewies im November 2009 Call of Duty: Modern Warfare 2 mit der berüchtigten Flughafen-Mission „Kein Russisch“. Dort konnte der Spieler gemeinsam mit Terroristen wehrlose Passagiere eines Flughafens niedermetzeln. In der deutschen Version des Spiels war das Spiel zwar sofort beendet, dennoch waren Spieler und Öffentlichkeit aufgewühlt. Darf das sein, geht das zu weit? Oder ist es realistisch und Erwachsenen durchaus zuzumuten?

    Anschlussfrage: Wie weit dürfen Spiele überhaupt gehen? Wie weit werden Spiele künftig gehen? Ist es Entwicklern möglich, Szenen wie eine aktiv vom Spieler durchgeführte Vergewaltigung so darzustellen, dass er sich danach schlecht fühlt? Was geschieht, wenn ein Spieler sich dabei sogar gut fühlt? Entwickler und Spieler werden mit Sicherheit die Grenzen ausweiten, die Toleranz der Spieler und der Öffentlichkeit ausloten. Dann werden diese Fragen für uns alle akut werden. Wir haben weitere Beispiele in unserer Galerie zusammengestellt, die Tabubrüche sind oder die uns Spieler in Gewissenskonflikte bringen. Außerdem möchten wir Ihre Meinungen, wie weit Spiele gehen dürfen. Machen Sie mit bei unserem Quickpoll und schreiben Sie uns im Kommentarbereich.

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  • Es gibt 105 Kommentare zum Artikel
    Von Amanra
    Hallo Etienne, nein ich glaube nicht, dass du ein Troll bist ... schon von Deinen Posting her nicht. :-)Ich glaube…
    Von Etienne2
    Amanra: Da ich nicht unter "deine" 40% falle, bin ich automatisch kein Gleichgesinnter? Sondern ein unreifer Troll?…
    Von Mothman
    Es gab schon unfassbar brutale und gewaltverherrlichende Spiele, bevor 90% dieser Foren-User auch überhaupt nur ein…
    • Es gibt 105 Kommentare zum Artikel

      • Von Amanra Erfahrener Benutzer
        Hallo Etienne, nein ich glaube nicht, dass du ein Troll bist ... schon von Deinen Posting her nicht. :-)
        Ich glaube aber auch nicht, dass du Folter hättest ankeuzen müssen, weil Du Dungeon Keeper, freigegeben ab 12, gespielt hast. Der Tenor des Artikels ging schon deutlich in die wirklich schlimme Richtung …
      • Von Etienne2 Benutzer
        Amanra: Da ich nicht unter "deine" 40% falle, bin ich automatisch kein Gleichgesinnter? Sondern ein unreifer Troll?
        Würdest du mich kennen, würdest du wohl anders denken...  Ganz in Kürze: Ich habe stattdessen Foltern gewählt, weil ich damals Dungeon Keeper gespielt habe. War übrigens…
      • Von Mothman Erfahrener Benutzer
        Zitat von Amanra
        Man sollte meinen, es könnte mir egal sein können, was andere spielen wollen. Aber ganz so einfach ist es leider nicht. Wenn die Branche Bedürfnisse bei vielen Spielern feststellt, böse Verhaltensweisen bis hin zum Sadismus virtuell ausleben zu können, wird sie…
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Spielemarkt
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Dürfen Spieler Menschen quälen, vergewaltigen oder Selbstmordanschläge verüben? Spiele provozieren, loten Grenzen aus, ahmen Filme nach - doch da wir Spieler aktive Gestalter des Spielsverlaufs sind, stellt sich zwangsläufig die Frage: Wie weit dürfen Spiele gehen?
http://www.pcgames.de/Spielemarkt-Thema-117280/Specials/Tabubruch-in-Games-705605/
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